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Leselupe.de > Kurzprosa
Heute morgen
Eingestellt am 02. 08. 2005 11:37


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aquino
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Heute morgen

Heute morgen gegen halb neun: Wache auf, der halbe Corpus delicti mit Schweißperlen bedeckt, steifer Nacken, nicht direkt Kopfschmerzen, aber deutliche Tendenz in diese Richtung, soweit man bei Kopfschmerzen ĂŒberhaupt von Richtung sprechen kann. Die Nacht war schlimmer als mittelprĂ€chtig, kaum Schlaf, immer dieses sorgenvolle GrundgefĂŒhl, wie Hintergrundrauschen, und das zur Gewohnheit gewordene GefĂŒhl, jede Sackgasse zu betreten und bis zum Ende zu laufen, statt, wenn ich merke, dass ich auf einer bin, umzukehren.

Caro kommt und sagt: „Willst du keine Brötchen kaufen?“ Etwas gequĂ€lt stimme ich dem Antrag zu, wĂ€lze mich zur Seite und bleib noch eine Weile liegen, da ja ohnehin Schwiegermutter im Bad zugange ist...Außergewöhnliche Frau. Im Norden Argentiniens ticken die Uhren offenbar anders, vor allem die Herzen. Ein Arbeitstier ist sie, stĂ€ndig beschĂ€ftigt, schmeißt im Grunde unseren Haushalt, mischt sich in keine Eheangelegenheiten ein und bekommt eigentlich nichts dafĂŒr als Ausgleich. Spricht kein Deutsch, ist also hundertprozentig von uns abhĂ€ngig. Aber umgekehrt gilt dasselbe. Wenn sie mal nicht mehr ist, werden wir uns nicht nur umgucken, wir werden uns gewaltig am Riemen reißen mĂŒssen. Manch einer, der das liest, wird jetzt vor Neid erblassen. Ihre Bewegungen sind langsam, zeitlupenmĂ€ĂŸig, erinnern an stoische Ruhe, doch der hohe Blutdruck stört die Idylle.

Ich stehe schließlich etwas verknittert auf. Caro fragt, ob ich mich nicht rasieren wolle, ich sĂ€he aus wie ein Delinquent.
„Vorher?“ frage ich verdutzt zurĂŒck.
„Nein, nein, das ist nicht nötig, nachher geht’s auch“, frei ĂŒbersetzt.
Ich streiche mir also ĂŒber diesen Zwei- bis Dreitagebart und komme mir minderwertig vor. Dennoch habe ich noch keine Lust, Hand bzw. Klinge an mich zu legen, öffne die WohnungstĂŒr, biege nach links, nehme drei oder vier Stufen abwĂ€rts, und greife anderthalb Schritt weiter, die HaustĂŒrklinke, öffne die dazugehörige und trete auf den Hauszugang, um nach weiteren drei Schritten den öffentlichen Raum (sprich: Fußweg) zu betreten. Die Passanten sind gut rasiert und parfĂŒmiert und scheinen mich irgendwie leicht abschĂ€tzig zu mustern. Vielleicht verabscheuen sie mich sogar, weil sie mich auch fĂŒr einen Delinquenten halten. Welche Delinquenzabteilung kĂ€me ĂŒberhaupt fĂŒr mich in Frage? Spanner oder sonstiger Sittenstrolch? BankrĂ€uber auf keinen Fall, ich wĂŒrde versehentlich mein eigenes Konto leerrĂ€umen, und fĂŒr ’nen Rentenvesicherungsnachhaltigkeitsgesetzesbrecher habe ich noch nicht genug geklebt.

Leicht gesenkten Blickes nĂ€here ich mich der BĂ€ckerei, deren Inhaber vor drei Tagen aus Scharm el Scheich zurĂŒckgekehrt ist, will heißen, er hatte das sichere Hotel gebucht. Wurde nach der Schreckensmeldung im Radio um sieben Uhr morgens von besorgten Mitarbeitern aus dem Urlaubsbett geklingelt, per Telefon, versteht sich, und meinte knurrend-lakonisch, er hĂ€tte nichts mitgekriegt. Wenn jetzt der Terrorismus auch noch in RĂŒngsdorf seine Spuren hinterlassen hĂ€tte, wo hĂ€tte ich dann zukĂŒnftig meine Brötchen kaufen sollen? Schrecklicher Gedanke.

Ich trete also in die BÀckerei ein und stehe in der Schlange. Um mich herum nur Zivilisiert- und Gesittetheit. Alles MÀnner mit sorgsam vollendeter Morgentoilette, die offensichtlich aus dem Gröbsten raus sind.

Ich bin dran. Ich bringe mein Ansinnen (vier Tiroler Brötchen, vier Mohnbrötchen, einen Mandelstollen und ein Mehrkornbrot) so vor, als wollte ich nicht bemerkt werden. Denn wir sind hier im ehemaligen Diplomatenviertel. So als ob ich den Ă€ußerlichen Misfit-Aspekt durch gekonnte Stimmgebung kompensieren könnte. Nach erfolgreicher GeschĂ€ftsabwicklung trete ich wieder ins Freie hinaus, der Himmel noch blau. SpĂ€ter am Tag soll es wieder mĂ€chtig feucht werden.

Der Nachhauseweg gestaltet sich weniger peinlich, kaum bekannte Gesichter, die mein Anblick erschĂŒttern könnte, kein Tuscheln, nichts. Nur als ich mich anschicke, das Haus zu betreten, begehe ich den fatalen Fehler, mich noch einmal umzudrehen. Der Dottore von schrĂ€g ĂŒber mir kommt von seiner Arbeit zurĂŒck, die er, weil ihn seine Frau wieder einmal gedrĂ€ngt hat, nur zu 80% erledigen konnte. Sie will weg in den Urlaub. Ich schulde ihm noch 70 €. Zwar sagt er, wenn ich es jetzt nicht klein hĂ€tte, könnten wir das auch nach dem Urlaub erledigen, aber wie mies wĂŒrde ich mich dann fĂŒhlen, wenn ich dieses Angebot annehmen wĂŒrde. Ich erleichtere meine Schuldenlast um besagte Summe. FĂŒhle mich allerdings gar nicht erleichtert bei dem Gedanken: „MĂŒssen wir halt unseren GĂŒrtel etwas enger schnallen.“

Dann trete ich in meine Wohnung ein, wo der FrĂŒhstĂŒckstisch schon gedeckt ist, wĂ€hrend Andy noch schlĂ€ft. Sara hingegen sitzt schon vor ihrem Gedeck. Nur Caro lĂ€sst wegen zur Unzeit vorgenommenen Haarewaschens und Fönens auf sich warten. Wenn ich jetzt einfach anfinge, was ich gerne tun wĂŒrde, mĂŒsste ich mir wieder anhören, dass so etwas in Argentinien als ausgesprochen unhöflich eingestuft und ĂŒbel genommen wĂŒrde. Ich entscheide mich dafĂŒr, den Stress des Wartens dem der Maßregelung vorzuziehen...
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Zinndorfer
???
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Kurzprosa ist gut; aber nehmen wir mal an, es ist Teil eines Romans, da noch eine Pointe fehlt.
Kritik im TEXT.

Legasthenische GrĂŒĂŸe, Zinndorfer


Heute morgen

Heute morgen gegen halb neun: Wache auf, der halbe Corpus delicti mit Schweißperlen bedeckt, steifer Nacken, nicht direkt Kopfschmerzen, aber deutliche Tendenz in diese Richtung, soweit man bei Kopfschmerzen ĂŒberhaupt von Richtung sprechen kann. Die Nacht war schlimmer als mittelprĂ€chtig, kaum Schlaf, immer dieses sorgenvolle GrundgefĂŒhl, wie Hintergrundrauschen, und das zur Gewohnheit gewordene GefĂŒhl, Wiederholung, jede Sackgasse zu betreten und bis zum Ende zu laufen, statt, wenn ich merke, dass ich auf einer bin, umzukehren.

Caro kommt und sagt: „Willst du keine Brötchen kaufen?“ Etwas gequĂ€lt stimme ich dem Antrag, welchem Antrag? Ansinnen? zu, wĂ€lze mich zur Seite und bleib noch eine Weile liegen, da ja ohnehin Schwiegermutter im Bad zugange ist...Außergewöhnliche Frau. Im Norden Argentiniens ticken die Uhren offenbar anders, vor allem die Herzen. Ein Arbeitstier ist sie, stĂ€ndig beschĂ€ftigt, schmeißt im Grunde unseren Haushalt, mischt sich in keine Eheangelegenheiten ein und bekommt eigentlich nichts dafĂŒr als Ausgleich. Spricht kein Deutsch, ist also hundertprozentig von uns abhĂ€ngig. Aber umgekehrt gilt dasselbe. Wenn sie mal nicht mehr ist, werden wir uns nicht nur umgucken, wir werden uns gewaltig am Riemen reißen mĂŒssen. Manch einer, der das liest, wird jetzt vor Neid erblassen. Warum? Ihre Bewegungen sind langsam, zeitlupenmĂ€ĂŸig, erinnern an stoische Ruhe, doch der hohe Blutdruck stört die Idylle.

Ich stehe schließlich etwas verknittert auf. Caro fragt, ob ich mich nicht rasieren wolle, ich sĂ€he aus wie ein Delinquent.
„Vorher?“ frage ich verdutzt zurĂŒck.
„Nein, nein, das ist nicht nötig, nachher geht’s auch“, frei ĂŒbersetzt.
Ich streiche mir also ĂŒber diesen Zwei- bis Dreitagebart und komme mir minderwertig vor. Dennoch habe ich noch keine Lust, Hand bzw. Klinge an mich zu legen, öffne die WohnungstĂŒr, biege nach links, nehme drei oder vier Stufen abwĂ€rts, und greife anderthalb Schritt weiter, den HaustĂŒrgriff, öffne die dazugehörige und trete auf den Hauszugang, um nach weiteren drei Schritten den öffentlichen Raum (sprich: Fußweg) zu betreten, Wiederholung mit oben und unten. Die Passanten sind gut rasiert und parfĂŒmiert – ich beziehe mich hier nur auf die mĂ€nnlichen, der Text driftet ins Amtsdeutsche; selbst als satirisches element gĂ€be es nicht genug her – und scheinen mich irgendwie leicht abschĂ€tzig zu mustern. Vielleicht verabscheuen sie mich sogar, weil sie mich auch fĂŒr einen Delinquenten halten. Welche Delinquenzabteilung kĂ€me ĂŒberhaupt fĂŒr mich in Frage? Spanner oder sonstiger Sittenstrolch? BankrĂ€uber auf keinen Fall, ich wĂŒrde versehentlich mein eigenes Konto leerrĂ€umen, und fĂŒr ’nen Rentenvesicherungsnachhaltigkeitsgesetzesbrecher okay, das könnte so stehenbleiben, auch wenn es mich nicht vom Hocker reißt habe ich noch nicht genug geklebt.

Leicht Gesenkten Blickes nĂ€here ich mich der BĂ€ckerei, deren Inhaber vor drei Tagen aus Scharm el Scheich zurĂŒckgekehrt ist, will heißen, er hatte das sichere Hotel gebucht. Wurde nach der Schreckensmeldung im Radio um sieben Uhr morgens von besorgten Mitarbeitern aus dem Urlaubsbett geklingelt, per Telefon, versteht sich, und meinte knurrend-lakonisch, er hĂ€tte nichts mitgekriegt. Wenn jetzt der Terrorismus auch noch in RĂŒngsdorf seine Spuren hinterlassen hĂ€tte, wo hĂ€tte ich dann zukĂŒnftig meine Brötchen kaufen sollen? Schrecklicher Gedanke.

Ich trete also in die BĂ€ckerei ein und stehe in der SchlĂ€nge. Um mich herum nur Zivilisiert- und Gesittetheit. Das ist so ein pointenloser Kalauer, schon hundert Mal gelesen Alles MĂ€nner mit sorgsam vollendeter Morgentoilette, glatt rasiert. Sie tragen ihren Babypopo gleichsam als Insignium sozialer Etabliertheit wenig originell, als wollten sie sagen: „Schau mal, ich bin schon lange aus dem Gröbsten ’raus.“ Ich hoffe, ich habe das Gröbste nicht noch vor mir.

Ich bin dran. Ich bringe mein Ansinnen (vier Tiroler Brötchen, vier Mohnbrötchen, einen Mandelstollen und ein Mehrkornbrot) so vor, als wollte ich nicht bemerkt werden. Denn wir sind hier im ehemaligen Diplomatenviertel. So als ob ich den Ă€ußerlichen Misfit-Aspekt durch gekonnte Stimmgebung kompensieren könnte. Was genau ist der Misfit? Dass der Held einen 3-Tage-Bart hat? Kapiere ich nicht. Lahm. Nach erfolgreicher GeschĂ€ftsabwicklung trete ich wieder ins Freie hinaus, der Himmel noch blau. SpĂ€ter am Tag soll es wieder mĂ€chtig feucht werden.

Der Nachhauseweg gestaltet sich weniger peinlich, kaum bekannte Gesichter, die mein Anblick erschĂŒttern könnte, kein Tuscheln, nichts. Nur als ich mich anschicke, das Haus zu betreten, begehe ich den fatalen Fehler, mich noch einmal umzudrehen. Der Dottore von schrĂ€g ĂŒber mir kommt von seiner Arbeit zurĂŒck, die er, weil ihn seine Frau wieder einmal gedrĂ€ngt hat, nur zu 80% erledigen konnte. Sie will weg in den Urlaub. Ich schulde ihm noch 70 €. Zwar sagt er, wenn ich es jetzt nicht klein hĂ€tte, könnten wir das auch nach dem Urlaub erledigen, aber wie mies wĂŒrde ich mich dann fĂŒhlen, wenn ich dieses Angebot annehmen wĂŒrde. Ich erleichtere meinen Schuldenberg um besagte Summe. holpert FĂŒhle mich allerdings gar nicht erleichtert bei dem Gedanken: „MĂŒssen wir halt unseren GĂŒrtel etwas enger schnallen.“ FĂŒllwörter raus

Dann trete ich in meine Wohnung ein, wo der FrĂŒhstĂŒckstisch schon gedeckt ist, wĂ€hrend Andy noch schlĂ€ft, Sara hingegen, zur Nahrungsaufnahme bereit, das ist nicht komisch, schon dasitzt. Nur Caro lĂ€sst wegen zur Unzeit vorgenommenen Haarewaschens und Fönens auf sich warten. Wenn ich jetzt einfach anfinge, was ich gerne tun wĂŒrde, mĂŒsste ich mir wieder anhören, dass so etwas in Argentinien als ausgesprochen unhöflich eingestuft und ĂŒbel genommen wĂŒrde. Ich entscheide mich dafĂŒr, den Stress des Wartens dem der Maßregelung vorzuziehen...

Und jetzt? Pointe? Erkenntniswert? Spannungsbogen? Sinnliches Lese-Erlebnis? Oder eine ErklÀrung?
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aquino
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Lieber Zinndorfer,

1) Du versuchst als erstes, mich auf die FĂ€hrte deiner Fiktion zu locken. Das funktioniert leider nicht.

2) GefĂŒhle treten mitunter in der Mehrzahl auf.

3) Antrag = Begehren, Gesuch, Forderung.

4) "eigentlich" bedeutet hier (und heute) u.a. "genau genommen".

5) Weil sich manch ein Ehepaar, seine grĂ€ssliche Schwiegermutter im Hinterkopf, eine wĂŒnschen mag, wie ich sie beschrieben habe.

6) Rote Buchstaben unverstÀndlich.

7) Man greift sehr wohl nach dem TĂŒrgriff, aber -klinke wĂ€re auch möglich.

8) "trete" und "betreten" sind jedenfalls keine Wiederholungen, da nicht identisch.

9) "ich beziehe mich hier auf" ist deshalb kein Amtsdeutsch, weil es im Amtsdeutschen heißt: "Ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom..." Das hat eine ganz andere Bedeutung, denn bei mir heißt die Umschreibung: "Ich reduziere meine vorherige Aussage auf die MĂ€nner". Von Reduktion kann beim obigen Amtsdeutsch wohl kaum die Rede sein. Als satirisches Element allerdings ist das Ganze nicht umwerfend: einen halben Punkt fĂŒr dich.

10) "Rentenversicherungs..." FĂŒr so viel Großmut kann man nur dankbar sein.

11) Einspruch, Euer Ehren. Das ist Amtsanmaßung. FĂŒr die Streichung des "Leicht" fehlt dir die entsprechende ErmĂ€chtigung. Das entscheide ausschließlich ich.

12) Ich trete deshalb ein, weil bei mir so eigenartige Assoziationen mitschwingen wie "in die PfĂŒtze, in eine Glasscherbe treten" oder die Konnotation "in die TĂŒr oder in den Bauch treten", was entweder Vandalismus oder Körperverletzung wĂ€re. Kann nicht sagen, wieso, aber deshalb "eintreten".

13) "SchlÀnge" o.k.

14) "Zivilisiert- un Gesittetheit" soll ein Kalauer sein? Bitte noch einmal nachschlagen, was "Kalauer" bedeutet. Habe ĂŒbrigens eine Ă€hnliche Wortverbindung auf ĂŒber 8 Milliarden Google-Seiten nur einmal gefunden. Daher scheint mir deine Behauptung, das hĂ€ttest du "schon hundert Mal gelesen" ("hundertmal" wĂ€re die korrekte Schreibweise,) aus der Luft gegriffen. Jedenfalls lieferst du keinen Beleg.

15) "Babypopo..." ist etwas schlaff, o.k.

16) Ein Delinquent z.B.? Steht im Text, u.a. drei AbsĂ€tze darĂŒber. Sehr gelungen finde ich, dass du zuerst bemerkst "Kapiere ich nicht", um dann trotzdem ein Urteil zu fĂ€llen: "Lahm". Soll sich das auf meinen Text oder auf deine lange Leitung beziehen?

17) "trete", "betreten" hatten wir schon.

18) Holpert tatsÀchlich: "Schuldenlast" wÀre im Zusammenhang mit "Erleichterung" das adÀquateste.

19) Erneute Amtsanmaßung. "Gar" ist ĂŒbrigens kein FĂŒllwort, sondern dient der VerstĂ€rkung. Dasselbe gilt fĂŒr "etwas", nur ist es keine VerstĂ€rkung, sondern eine kleine Zusatzinformation.

20) "trete ein" wie gehabt.

21) "zur Nahrungsaufnahme bereit" ist nicht komisch genug, o.k.

22) "Ausgesprochen" bleibt selbstverstĂ€ndlich. Hier willst du den Eindruck erwecken, als wĂŒsstest du mehr als der Autor.

23) Die letzten fettgedruckten Fragen entspringen deiner Fiktion (Siehe Punkt 1).

Bei reichlich dreiundzwanzig Versuchen dreieinhalb Treffer. Was man davon zu halten hat, das zu beurteilen, ĂŒberlasse ich anderen. Doch Dank fĂŒr deine MĂŒhe.
aquino

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bonanza
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der letzte absatz reicht mir.

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Waldemar Hammel
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@ Aquino

[ 2) GefĂŒhle treten mitunter in der Mehrzahl auf. ]

Thomasius, bedenke Dich, denn es ist bewiesen (Quelle: Hirnforschung), dass Emotionen und Gedanken in einem Kopf immer nur nacheinander, also seriell im Gegenwartsbewusstsein erscheinen können.
(Aus demselben Grund können die meisten Leute auch SĂ€tze mit mehr als sieben Worten nicht in einem StĂŒck begreifen, weil dieses Gegenwartsbewusstsein auf ca. 2,7 Sekunden und 210 bit Inhalt limitiert ist.)
__________________
Alles bleibt anders ...

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aquino
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Registriert: Jul 2005

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Re: @ Aquino

@ Waldemar Hammel
Gut, aber historisch betrachtet veralten neue wissenschaftliche Erkenntnisse, werden durch noch neuere relativiert und möglicherweise irgendwann einmal als obsolet verworfen. Die Wissenschaftler produzieren keine ewigen und keine absoluten Wahrheiten. Ich kann nicht beurteilen, ob die Versuchsanordnung der Hirnforscher, die zu dem Ergebnis serieller Emotionen im Bewusstsein gekommen sind, wenn man sie erkenntnis- und wissenschaftstheoretisch durchleuchtet, den AnsprĂŒchen von "Wissenschaftlichkeit" und "ObjektivitĂ€t" genĂŒgt haben. Letzteres ist ohnehin eine Fiktion, und intersubjektive Zustimmung ist noch keine ObjektivitĂ€t. Kurzum, die Frage ist: Wer hat was wo und wie gezeigt, und kannst du wirklich beurteilen, ob die Hirnforschung die obige Aussage tatsĂ€chlich bewiesen hat? Ganz sicher? Auch diese Frage kann ich nicht beantworten, weil ich dich nicht kenne. Ich bin in dieser Hinsicht knochenharter Skeptiker. Auch die Wissenschaftsseite hat mitunter etwas von der "Religion". Trotzdem gelobe ich, mich erst einmal mit dem Thema zu beschĂ€ftigen. Nenn mir mal eine Quelle oder auch zwei.
aquino

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