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Leselupe.de > Kurzprosa
Hexerei
Eingestellt am 09. 08. 2002 12:49


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hera
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Wegen Diebstahl muss sich ein Mann verantworten, der am Donnerstagnachmittag auf einem Feld in der Flur Lausnitz Futterr├╝ben entwendet hat.

Hexerei

„Das ist wirklich merkw├╝rdig“, sagte Sabine verwundert und strich sich hastig ihr feuerrotes Haar zur├╝ck, „in diesem seltsamen Buch steht doch tats├Ąchlich, wie man aus einem ganz normalen Esel einen Goldesel macht.“
Paul lachte. „Du immer mit deinen verr├╝ckten Hexenb├╝chern. Das hat doch noch nie richtig hingehauen.“
„Ja“, antwortete Sabine, „bis jetzt haben wir ja auch noch nie alle Zutaten f├╝r die Rezepte zusammenbekommen. Einmal scheiterte es am Kr├Âtenschleim, ein andermal am ausgelassenen Fuchsschmalz. Aber diesmal...“ Sabine stand ruckartig auf und begann nerv├Âs auf und ab zu laufen.
„Was?“, fragte Paul.
„Man muss den Esel nur mit einer einzigen Zutat f├╝ttern.“
Paul winkte ab. „Das ist zu einfach. Wenn das so w├Ąre, h├Ątte jeder einen Goldesel zu Hause. Also, wo ist der Haken?“
„Nun ja, Sabine setzte sich wieder neben Paul. „Es geht um Futterr├╝ben.“
„Um FUTTERR├ťBEN???
„Ja, man muss sie Schlag Mitternacht bei Vollmond an einem Donnerstag von einem quadratischen Feld holen. Die dreizehnte R├╝be von links in der dreizehnten Reihe.“
„Das ist ja echt einfach“, freute sich Paul und schlug sich begeistert mit der Hand auf einen Schenkel. „aber ich fragte, wo der Haken ist!“
„Nun ja“, Sabine z├Âgerte einen Augenblick und sah noch mal in ihr Buch. „Wenn man sich in der Zeit irrt oder nicht die richtige R├╝be erwischt, dann hat man sieben Jahre Pech.“
Paul zog die Augenbrauen hoch. „Das ist kein richtiger Fluch oder so, das ist nur Aberglaube. Das geht in Ordnung. Die R├╝be hole ich dir, daf├╝r ├╝bernimmst du den Esel.“ Lachend gab er Sabine eine Kuss auf ihre stattliche Hakennase.

Paul unterst├╝tzte seine Freundin bei ihrem kleinen Hexenhobby wirklich gern, sollte sie ruhig ihren Spa├č haben. Das Problem war, dass er im Gegensatz zu ihr aber kein St├╝ck abergl├Ąubisch war. So kam es, dass er schon am Nachmittag loszog, um diese R├╝be zu besorgen. So fingen seine sieben Jahre Pech damit an, dass er mitten beim R├╝benklauen von einem Polizisten erwischt wurde, der am Feldrand hinter einem Busch eine Pinkelpause eingelegt hatte.
Sabine ging es nicht besser. Ihr Pech begann ebenfalls mit einer Anzeige wegen Diebstahls des einzigen Esels aus dem st├Ądtischen Tierpark.

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unbekannt2581
???
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r├╝ben und esel diebstahl, das hat was. ich habe geschmunzelt.
auch hexen will gelernt sein.
aber sag, stimmt das mit dem goldesel ? vor unserer wohnung gibt es n├Ąmlich in unmittelbarer n├Ąhe sehr viele r├╝ben├Ącker und ich kenn auch einen esel ;-) ?

g

mike

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hera
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Hallo mikel!

Freut mich, das dich die kleine Geschichte zum Schmunzeln gebracht hat.

Und es k├Ânnte schon stimmen mit dem Goldesel. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert. Man verz├Ąhlt sich so schnell bei der Vielzahl von R├╝ben auf einem R├╝benacker. Und sieben Jahre Pech kann ich mir echt nicht leisten.

Tsch├╝ssie, hera

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peto-berlin
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selten so gelacht

Als ich am Ende war, habe ich herzlich gelacht. Das ist einfach super geschrieben. Und besonders gelungen finde ich, das beide sieben Jahre Pech haben. auf diese Idee w├Ąre ich garnicht gekommen, weil ja eigentlich der R├╝benklau vor Gericht steht. Genial kann ich nur sagen.

mfg roftl
__________________
Ich nehme nicht in f├╝r mich in Anspruch perfekt zu sein. peto-berlin, anno 2002

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hera
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Hallo peto!

Ja, die Beiden hat es schlimm erwischt. Da hat meine Phantasie wieder Purzelb├Ąume geschlagen.

Freut mich, dass auch dir die Geschichte gefallen hat.

Tsch├╝ssie, hera

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Frieda
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Hex, hex

Hallo Hera,

warum sollte ein vern├╝nftiger Mensch auf die Idee kommen, Futterr├╝ben zu klauen? Du hast jedenfalls eine einleuchtende Erkl├Ąrung gefunden, da mu├č man erst mal drauf kommen.

Liebe Gr├╝├če
von Frieda

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