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Leselupe.de > Ungereimtes
Hey Tag!
Eingestellt am 23. 10. 2002 09:47


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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

Werke: 45
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Noch dunkelt
der neue Tag
im Sog der Nacht.
Aus Traumspuren
brechen verblassend
Gedanken.
Schatten zerflie├čen
im Nebel
der Erinnerung.
Lockend
des Lebens Gesang.
Die Stunde
setzt ihre Zeichen.
Lautlos.
Eine kleine Ameise
reibt sich verschlafen
die blinzelnden Augen.
Gedankenfrei
treibt es sie
ihren Weg.
In den noch immer
dunkelnden Tag.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hey Tag!

Hallo, ibini,

du hast das so gro├čartig hingkriegt, wie alles so leise, so behutsam, so allm├Ąhlich wieder neu beginnt.

Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Vera-Lena,

zun├Ąchst ein Dankesch├Ân f├╝r das Erfolgserlebnis. Leise und behutsam ÔÇô ist das nicht die Welt, wie sie eigentlich sein sollte? Nimm eine Blume. Sie entfaltet sich zu ihrer ganzen Pracht in aller Stille. Selbst der L├Âwe erwacht in den Tag mit einem geruhsamen G├Ąhnen. Und das den Morgen ank├╝ndigende Piepsen der V├Âgel bricht diese Ruhe nicht, ist Teil von ihr. Wie der erste Schrei eines das Irdische begr├╝├čenden Kindes. Der aus der Nacht sich entfaltende Tag zeitigt Ruhe, wie sie etwa auch ein Gem├Ąlde oder ein Gedicht ausstrahlen kann. Beide, Bild wie Gedicht, zum Gl├╝ck (noch) nicht im Sog der Realit├Ąt des Lebens.

Mit Gru├č
ibini

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hey Tag!

Hallo, ibini,

ich w├╝nsch Dir viele solche leisen Taganf├Ąnge, auch im wirklichen Leben. Gute W├╝nsche wirken manchmal.

Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Vera-Lena,

Deine Worte in ÔÇŽ ja, wessen Ohr? Vielleicht in das Ohr eines ├╝berm├Ąchtigen Gebirges, der Tiefe eines Meeres oder das eines armen Hirten in den T├Ąlern des irdischen Himmels? Welches auch immer, das Unscheinbare kann hier mit der ihm eigenen Ausdrucksf├╝lle Spur sein. Einen beschaulichen Beginn des Schlafes der Nacht w├╝nsche ich auch Dir.

Mit Gru├č
ibini

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Lutz Menard
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2002

Werke: 92
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Hallo ibini,

Dir ist ein wirklich einf├╝hlsames Stimmungsbild gelungen (und das am fr├╝hen Morgen!). Allein die kleine Ameise st├Ârt mich ein wenig vom Rhythmus her. Ich wei├č aber auch nicht, wie man sie anders benennen k├Ânnte (vielleicht einfach nur "Ameise"?).

Beste Gr├╝├če
LuMen
__________________
LuMen

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Hallo LuMen,

zun├Ąchst ein Dankesch├Ân auch in Deine H├Ąnde. Ja, ja, der Rhythmus! Wir hatten schon einmal kurz dar├╝ber gesprochen. Allgemein ausgedr├╝ckt die k├╝nstlerisch bewu├čte Gliederung des Sprachablaufs: in der Prosa gekennzeichnet durch Anordnung der Satzteile und Sprechgruppen, in der Lyrik bestimmt durch die Gesetzm├Ą├čigkeiten des Versbaus. Dabei hat f├╝r das lyrische Gedicht der freie Rhythmus die gr├Â├čere Bedeutung, ist er doch zum Beispiel an keine metrischen Regeln gebunden. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, da├č man schnell in die Prosa abrutscht.

Um jedoch beim eigentlichen Thema zu bleiben: Vom Rhythmus her st├Ârt die ÔÇ×kleine AmeiseÔÇť mein Empfinden eigentlich nicht. Ich gebe Dir allerdings recht, da├č man auf das Adjektiv h├Ątte durchaus verzichten k├Ânnen, da es im wesentlichen nur ÔÇ×BeiwerkÔÇť ist. Obwohl man dies oft verwendet, um etwas besonders zu unterstreichen. Die ÔÇ×AmeiseÔÇť selbst ist dagegen f├╝r mich ein plastisch-bezeichnendes Objekt der Metapher bzw. dessen, was ich damit ausdr├╝cken m├Âchte. Mit der fr├╝hen Morgenstunde hast Du insofern den Nagel auf den Kopf getroffen, als ich Nachtmensch bin und mich nicht selten erst der lauter werdende Tag an den vergessenen Schlaf erinnert. Aber das nur nebenbei, gewisserma├čen als Vita.

Mit Gru├č
ibini

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