Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
68 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Humor und Satire
High Noon am Glücksrad
Eingestellt am 23. 08. 2002 14:16


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Franco
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2002

Werke: 3
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

High Noon am Glücksrad

Der Kandidat beugte sich über sein Pult und drehte das Glücksrad um die neue Runde einzuleiten. Während er sich aufrichtete herrschte im Publikum absolute Stille. Der Hut des Mannes warf einen schmalen Schatten über seine Augen. Langsam glitten seine Hände seitlich an seinem Körper entlang und näherten sich den chromblitzenden Colts, die locker in den Lederholstern an seiner Hüfte steckten.. Der Zigarrenstummel zwischen seinen strahlendweißen Zähnen, dessen Glut schon vor einiger Zeit erloschen sein musste, wackelte nicht einmal, als er den Fremden fragte, was ihn nach Daisy Town geführt hatte. Der Fremde sah ihn abschätzend an und sagte : "Ich kaufe ein E.“ Begleitet von wohlklingenden Tönen, leuchteten zwei Lampen an der Studiowand auf. Die Lichter näherten sich der Straßensperre. „Er kommt !“ rief der Polizist in der schwarzen Polizeiuniform. „Lasst den verfluchten Mörder nicht wieder entkommen !“ Der Motor des Fahrzeugs röhrte, als er sich der Zielgerade näherte. „Michael Schumacher gewinnt auch dieses Rennen ganz souverän vor seinem Teamkollegen Baricchello. Auf dem dritten Platz, Ralf Schumacher.“ “Oder Antwort „C“ Toni Schumacher.“ Wissend lächelte der Kandidat den Moderator an. „Also, Michael und Ralf Schumacher sind Rennfahrer und Toni Schumacher war meines Wissens Torwart. Bleibt für den Künstler also nur Antwort „B“ – Emil Schumacher.“ Im Publikum breitete sich eine erwartungsvolle Stille aus. „Die Ruhe gefällt mir nicht“, flüsterte der Mann mit dem Tropenhelm. „Zuerst dieses stundenlange, nervenaufreibende Getrommel und von einem Moment zum anderen diese Totenstille.“ Er sah die Männer, die ihn begleiteten an. „Warum habt ihr mich nur überredet, mitzukommen ?“ „Das waren wir gar nicht. Das waren die Fleckenzwerge !“ Liebevoll betrachtete die Mutter die schmutzigen T – Shirts ihrer Kinder. Dann ging sie zum Kühlschrank und öffnete ihn. Statt des Bechers mit der leichten Margarine fand sie jedoch nur einen Zettel. „Eine Nachricht ? Was steht drauf ?“ Der Blick des älteren Mannes verriet unverhohlene Neugier. Mit der typischen Ruhe eines Britischen Agenten lehnte sich sein Gegenüber in dem großen Sessel zurück. „Die Nachricht ist für Dimitri“, antwortete er schließlich. „Sie enthält den genauen Ort und Zeitpunkt der Übergabe.“ „Und was haben sie jetzt vor ?“ Der Mann nahm den kleinen, goldfarbenen Communicator vom Gürtel und klappte ihn mit einer oft geübten Handbewegung auf. „Kirk an Enterprise!“ Während rosafarbener Nebel um die Beine der wartenden Männer waberte, konnte man die Anspannung auf ihren Gesichtern sehen. Noch einmal versuchte der Captain des Raumschiffes eine Verbindung herzustellen. „Kirk an Enterprise, Spock, melden Sie sich!“ Das faltige Gesicht von Pille, dem Bordarzt zeigte offene Resignation. „Und was machen wir jetzt?“ Der Kandidat lächelte wissend. „Ich möchte lösen. Das Fremdwort für häufiges umschalten ist ZAPPING !“

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Humor und Satire Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!