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Leselupe.de > Feste Formen
Himmelsvögel (Sonett)
Eingestellt am 13. 08. 2019 23:24


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James Blond
???
Registriert: Aug 2014

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Wir sollten nichts vertun, was andre uns erdachten!
Folgt nur dem Gang des Altvertrauten, jenem Zwang
zur aufgestauten Form, begrüßt vom Schaffensdrang
der Hände, die nicht ruhn, bis wir im Schein umnachten!

Am Anfang jedes Wörtersees, am Sinnenhang
tropft noch der selbe Quell, mit aufgestellten Töpfen
lässt sich hier Witz aus klaren, kalten Wassern schöpfen
und Finger reibend klauben wir vom Wolkenfang.

Ein seltner Gast sucht Zuflucht unter alten Zöpfen,
bald trägt er sein Geschirr zum Baum von höchstem Rang
und scheitert am Gewirr, das Ahnen ihm vermachten.

Schon folgt die Hatz, doch Musen lassen sich nicht schröpfen;
ihr Flug gönnt Himmelsvögeln fremden Artgesang,
wenn deren einzig Makel ist, nichts zu verachten.

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