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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Hinter jeder Tür ein neues Geheimnis
Eingestellt am 04. 02. 2011 17:50


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Haremsdame
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Ein Sonntag in einem Altenheim. Langweilig? Beileibe nicht!

„Wir werden zusammen alt“ heißt Camille de Perettis drittes Buch (rowohlt, Januar 2011) das erste der 1981 in Paris geborenen freien Autorin, das ins Deutsche übersetzt wurde. In 64 Kapiteln auf 268 Seiten beschreibt sie einen Tag in einem Seniorenheim. Dass sie dabei eine spielerische Tradition der französischen Literatur aufgreift, in der sie mathematisch ein in 64 Felder unterteiltes Quadrat abarbeitet, fällt dem Leser gar nicht auf. Im sogenannten Rösselsprung hüpft sie von Zimmer zu Zimmer und beschreibt die Bewohner mit ihren menschlichen Schwächen sehr liebevoll. So kann der Leser jede Seelenregung nachvollziehen und weiß kaum, auf welche Seite er sich schlagen soll.

Tiefe Gefühle (die Liebe spielt auch im Alter noch eine wichtige Rolle) und makabre Begebenheiten (Ameisen laufen über das Gesicht einer Toten, weil die Kühlanlage nicht funktioniert) wechseln sich ab, Vergangenheit und Gegenwart, Herzklopfen und Gänsehaut, Weinen und Lachen liegen so nah beieinander! Dabei macht die poetische Sprache, die der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel wundervoll übertragen hat, das Lesen zum Genuss.

Was mich an diesem Buch – neben der Auswahl der beschriebenen Charaktere - noch beeindruckt hat, sind so treffsichere Aussagen wie: „Ihr Schädel birgt nichts mehr als ein großes Ruinenfeld“ oder „Die Liebe, ob wir jung sind, ob runzelig, die Liebe ist der einzige Faden, der hält.“

Fazit: Wer Menschen liebt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

__________________
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Version vom 04. 02. 2011 17:50

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jon
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Sehr schön in mitreißend geschreiben, aber für eine komplette Rezi fehlen noch bibliografische Angaben (wenigstens Verlag und Erscheinungsjahr)

Ansonsten: Klingt ja schwer nach Begeisterung. Vielleicht sollte man trotzdem mit Superlativen wie z. B. "jedes Wort perfekt gesetzt" vorsichtig sein.

Noch ein paar Stolpersteinchen:
Was braucht so ein Buch (wie ich es in der Rezi sehe) für ein Regelwerk??
"Gefühle und makabre Begebenheiten" – die makaberen Begebenheiten lösen doch auch Gefühle aus (z. B. das von etws Makaberen).
"Sie beschreibt die Bewohner und deren Besucher in einem Altenheim von innen heraus" – wie "von innen heraus"? Aus den Menschen (jedem von ihnen?) heraus?
"Gefühle und makabre Begebenheiten wechseln sich ab, Vergangenheit und Gegenwart, Herzklopfen und Gänsehaut, Weinen und Lachen liegen so nah beieinander!" – das ist eben so im Leben. Oder meinst du, sie tun das (auch) in diesem Buch, an diesem Ort (dort vielleicht besodners?), an diesem Sonntag?

PS: Wie gehört die Überschrift zu dem Buch (um was für Geheimnisse geht's denn)?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Haremsdame
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Danke, jon, für die Hinweise! Ich habe die Rezension nocheinmal überarbeitet, ist sie jetzt besser geglückt?

fragt die Haremsdame
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jon
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Die Klammern bei Gefühl/makaber stören mich noch etwas. Was hälst du von der simplen Konstruktion "Glück und Makaberes wechseln sich ab"?
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