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Leselupe.de > Humor und Satire
Hitler in Hobbingen
Eingestellt am 01. 07. 2004 16:11


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Telchar
Wird mal Schriftsteller
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Nur sehr wenige Historiker wissen, dass sich der Diktator Adolf Hitler mithilfe einer Art Zeitmaschine an einen beliebigen Ort w√ľnschen konnte. Dies unternahm er im Jahre 1937, als er gerade das Buch „The Hobbit“ gelesen hatte. Die Handlung an sich fand er grauenhaft, aber was ihn beeindruckte, war die Existenz einer ganzen – wenn auch fiktiven – Welt. Und mit seinem uners√§ttlichen Drang nach Macht wollte er dieses Land in sein Imperium eingliedern. Also er w√ľnschte sich in ein fernes Land...

Das Einzige, was unser Bilbo Beutlin, der gerade von einer Schatzreise zur√ľckgekehrt war, davon bemerkte, war eine schnarchende Gestalt, die vor seinen sch√∂nen Wohnh√∂hle schlief. Aus H√∂flichkeit, und weil die Kreatur menschen√§hnliche Z√ľge besa√ü, r√ľttelte er sie kurz, damit sie endlich aufwache. Doch diese – es handelte sich um eine m√§nnliche Person – wachte zwar auf, bemerkte unseren Bilbo aber gar nicht, inspizierte kurz das umliegende Land, machte ein paar riesige Schritte zur T√ľr, und klopfte wie ein General an. Bilbo war so erschrocken, dass er nur mit einem leisen „Ja?“ antworten konnte. Doch Hitler war nicht taub. Irgendetwas hat er geh√∂rt, doch aus der H√∂hle kam es nicht. Wild lie√ü er seine Blicke von 90¬į links, geradeaus, nach 90¬į rechts schicken, doch bemerken konnte er nichts.
W√§hrend Hitler verbissen in die brennende Sonne starrte, konnte Bilbo die T√ľr schnell √∂ffnen, schlie√üen, und sie von innen wieder √∂ffnen. Letzteres bemerkte auch Hitler, der wohlwollend seine Hand streckte, und „Sieg heil!“ schrie. Bilbo war √§u√üerst beeindruckt und fragte: „ Wollt ihr vielleicht zu einer Tasse Tee hereinkommen?“ Hitler erwarte dies nicht, und lie√ü sich wie ein kleines Kind – v√∂llig perplex – in die H√∂hle f√ľhren.

Bilbo konnte w√§hrend der Teekochzeit den merkw√ľrdigen Gast ein wenig genauer betrachten. Er war ein Mensch in sch√∂ner Uniform, wenn auch mit zuviel Braunt√∂nen, der immer mit aufgerichtetem Kopf und auf dem R√ľcken verschr√§nkten Armen in der kleinen Behausung herumstolzierte, manchmal etwas anfasste, und in ein lauter „Aaaha!“ oder „Sosoo!“ ausbrach.
Als sie sich zu Tisch begaben, begann der Hobbit ein Gespräch:
„Was sucht ihr denn hier im Auenland, Fremder?“ Hitler r√§usperte sich h√∂rbar, und entgegnete: „Ich suche Leute, √§h Hobbits, die sich vom Regime nicht mehr unterdr√ľcken lassen wollen, gute Arbeit haben wollen, und ein vereintes Reich ohne diese...√§h, wer ist denn hier eine soziale Minderheit?“ „√Ąh?“ „Also, wen m√∂gt ihr denn nicht besonders?“ „Also, Abenteurer sehen wir hier nicht gern, und W√∂lfe machen und auch schwer zu schaffen!“ „Nein! Ich meine, wer oder welche unterscheiden sich vom normalen Hobbit durch Rassenverschmutzung oder ethnisches Andersdenken?“ „Ich glaube solche Leute gibt es bei uns nicht. Wir sind alle gleich.“ „Aha, jawohl“, schrie Hitler, „ihr seid alle Bolschewisten! Solche Hobbits kann ich meine Partei nicht besonders brauchen!“
Bilbo probierte einen neuen Versuch: „Aber woher kommt ihr denn?“ „Aus dem Deutschen Reich!“ „Hm, kenne ich nicht.“
„Habt ihr hier denn keine Arbeitslosigkeit?“ „Nein, bei uns hat jeder genug Arbeit.“
Der Tee war getrunken, und Bilbo hielt das Gespr√§ch f√ľr beendet. Hitler verschwand zornentbrannt wieder in „sein“ Reich, weil die Hobbits doch zu naiv waren, und Bilbo behielt ihn nur als Kr√§mer, der Arbeit verkauft, die keiner braucht, in Erinnerung.

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Elisabeth Merey-Kastner
Guest
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Hallo, dein kleiner Text ist weder Humor noch Satire. Dieses Textelein ist ein ganz gro√üer Schmarren. Du kannst nicht √ľber den allergr√∂√üten Verbrecher der Weltgeschichte so etwas schreiben. Du musst noch sehr jung sein. So ein Text tut in der Seele weh. Also in meiner Seele. Informiere dich √ľber Hitler, dann bleibt dir n√§mlich der Atmen weg. Schreibe solche Texte √ľber deine Eltern, deine Freunde, deine Nachbarn, √ľber dich selbst. Aber nicht √ľber einen Massenm√∂rder.

Gruß, Elisabeth

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Montgelas
???
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nat√ľrlich kannst du jeden schmarren schreiben. das mal vorab. eine zensur findet nicht statt. aber es muss stimmen.
frau Elisabeth Merey-Kastner hat insofern recht, dass satiren √ľber einen der gr√∂√üten verbrecher aller zeiten, gekonnt sein wollen. aber deswegen bist du ja auch in der lupe, nehme ich an. bis auf ein paar tippfehler, mitunter fehlt auch mal hie und da ein wort und insgesamt muss mehr fluss her . ich finde die geschichte interessant.

In gestalt des bilbo beutlin zeigt sich die humanistische welt in ihrer größten schwäche und ihrer größten stärke:
der naivität!

schau dir den text nochmal in ruhe an,
und toi, toi, toi

montgelas

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Telchar
Wird mal Schriftsteller
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also ich habe den text geschrieben als ich 10 war, und ich wollte ihn einfach als erste unkommentierte probe ins forum stellen.

montgelas: danke, aber ich werde ihn vermutlich nicht mehr ändern, da ich eigentlich kein interesse an der umgestaltung von meinen uralten kritzeleien habe.

@elisabeth m....: nat√ľrlich ist es eine satire! ziemlich waghalsig und etwas unfertig (meine g√ľte, ich war 10!), aber das man √ľber jeden menschen nicht auch etwas humoristisches, oder zumindest satirisches schreiben kann, leuchtet mir nicht ein. ich wei√ü sehr wolh, was er getan hat, direkt nimmt mein text auf seine taten aber keinen bezug, und ich wollte auch keinen text unter tausenden schreiben, der ihn anklagt, was nat√ľrlich rechtens ist, aber kein zwang nichts absurdes √ľber hitler zu schreiben. meine textaussage bezieht sich eher auf seine ohnmacht, einen durchaus naiven menschen (hobbit) von seinem wahnsinn mit guten gr√ľnden zu √ľberzeugen.
das mit dem schmarren will ich wohl nicht gelesen haben. das ist nämlich eher von dir unkonstruktiver mist.

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Seltsamer Attraktor
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Lass dich nicht einsch√ľchtern

Lass dich nicht unterkriegen, Telchar. Du wirst, bef√ľrchte ich, noch auf sehr viele Menschen treffen, die ganz genau wissen wollen, dass es sich bei deinem Text nicht um dieses oder jenes handelt. Aber falls das nicht ordentlich argumentiert und belegt ist, gebe ich dir den Tipp, das einfach zu ignorieren. Vielleicht ist Elisabeth ja auch direkter als wir und pers√∂nlich von der ganzen Nazi-Problematik betroffen, da wird man schon schnell √ľberempfindlich.
Die Charakterisierung von Hitler passt in deinem Text nicht so ganz. Er h√§tte sich wohl anders verhalten. Viel agressiver. Auf der anderen Seite passt das dann wiederum ganz gut zu dem chaotischen Rest. Gef√§llt mir in seinem ganzen Wahnsinn ziemlich gut, dieser Text. Dadurch, dass ein gesellschaftlich bedeutsames Thema karikiert wird, n√§mlich dass Menschen, die noch naiver als naiv sind, aber gl√ľcklich auf diese Weise leben, schon wieder nicht mehr anf√§llig f√ľr Propaganda sind, ist dein Text durchaus als Satire zu bezeichnen. Merkw√ľrdige Aussage, aber umso besser.
Also ich f√ľhre gerne an meinen Geschichten Verbesserungen durch, schlie√ülich gibt es ja auch √ľberzeugende Gr√ľnde daf√ľr und vielleicht werden die Leute meine Geschichte dann auch lieber lesen. Aber das ist nat√ľrlich deine Enscheidung.

Greets,
Seltsamer Attraktor
__________________
"Apfelbaum"
Goethe, Faust 1

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Angelus Novus
Wird mal Schriftsteller
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Ich finde die Idee eigentlich ganz gut. Vielleicht hätte man etwas mehr schreiben können, der rassistische, anachronistische, chauvinistische Phantasy-Schmarren von Tolkien gibt doch noch einiges her. Einen fetten Göring-Balrog, eklige Ork-Anarchisten oder auch die irgendwie schwulen Elben, die allein schon wegen ihrer häßlichen Ohren zusammen mit den anderen Volkskörperschädlingen im Feuer des Schicksalsberges verbrannt oder jedenfalls vermittels Gandalfschen Zyklon-Stinkbomben-Zaubers in den Märchenhimmel geschickt werden.
Ich fänd's lustig.
Mal abgesehen davon hat jeder das Recht darauf, verarscht zu werden, insbesondere wahnsinnige Diktatoren a.D..

__________________
ba

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