Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
378 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Hitzetod
Eingestellt am 14. 08. 2003 11:12


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
Sophia E. Hertz
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

Werke: 7
Kommentare: 22
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Da waren bestimmt gr√ľne B√§ume vor seinen Augen, er konnte sie zwar nicht sehen, aber wusste noch deutlich wie sie aussahen und er sp√ľrte wie sie vor seinen Augen verschwommen w√§ren. Erst hatte er die √ľbertriebene W√§rme gar nicht wahrgenommen, doch in diesem Moment, wo er in dem von Hitze aufgeladenen Cabrio sa√ü, wurde ihm schmerzlich das es zu hei√ü war. Er wartete ungeduldig auf seinen Freund. Dieser hatte einen Termin hier, auf dieser Stra√üe und war schon seit zwanzig Minuten abwesend. Er versuchte still zu sitzen, entspannen und schlafen.

Das Buch war ihm aus den H√§nden geglitten, da weckte ihn der L√§rm eines Rasenm√§hers, fast zeitgleich sein eigens Niesen. ¬īVielen Dank Heuschnupfen¬ī Just in diesem Augenblick dr√∂hnt ein Zug hinter den B√§umen vorbei. Einige Kinder bestaunen das Cabrio samt Inhalt. Ein junges P√§rchen scherzt √ľber W√§sche und ein Auto terrorisiert zus√§tzlich.

Dann wieder Stille. Doch sie hält nichtlange an.

Ein Kampf an einem Kinder-Swimmingpool, das Surren einer Wespe, schließlich der eigene Schweißtropfen, der den Ruhenden rausreißt. Wieder der Rasenmäher zusätzlich das Schreien einer Katze. Ein Streit. Das junge Paar. Die Geräuschkulisse nimmt nicht ab, im Gegenteil. Ein irre lauter Hund, ein knatterndes und stinkendes Mofa. Schimpfende Eltern. Ein jammerndes, weinendes Kind.
Und dies alles ohne hinzuschauen.
Bollernde T√ľren, aber nicht einmal das Rascheln der B√§ume.
Eine M√ľll-T√ľte dann -Tonne. Zug.

Der Mann wird unruhiger.
Quiekendes Meerschwein. Er freut sich, leider nur kurz. Das Rasseln eines Fahrrades und donnernde Musik aus mehreren vorbeifahrenden Autos.

Er öffnet die Augen, die Welt eiert vorbei, verschwimmt. Wieder geschlossen, schön schwarz.
Stimmen aus dem Haus, der Freund!
Autos. Wieder das Auto mit der Musik.


Stille.
Lachen. Kindersang. Quieken. Befehl. (So doch nicht mit dem Meerschwein, dummer Bengel!) Klappern. Freund, Stimme. T√ľr. Autol√§rm. Stimmen. Rauschen.

Seine Wahrnehmung schwindet. Der K√∂rper zu schwer ihn irgendwie zu bewegen. Eine Macht dr√ľckt sich unaufhaltsam auf ihn.
Nichts.


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Amely_Lea_Brandon
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 5
Kommentare: 25
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Amely_Lea_Brandon eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi,

also ich muss zugeben, dass mich die Geschichte etwas verwirrt hat. Mit dem Tod ging etwas schnell, der Mensch ist vielleicht zerbrechlich, aber so schnell geht es dann doch nicht. Also zwanzig Minuten in einem von Sonne bestrahlten Carbrio bringen einen gesunden Mann nicht um. Ich denke du solltest vielleicht etwas einbauen, dass er Probleme mit dem Kreislauf hat. Vielleicht ihn der Arzt vor der Hitze gewarnt hat wegen seinem schwachen Herz. Warum parkt er nicht im Schatten? Auch der Teil wo das Nichts ihn packt finde ich zu sp√§rlich beschrieben. Es geht einfach zu schnell. Vielleicht w√ľrde es dir helfen, dich ein wenig zu informieren √ľber die Stadien eines Hitzetodes um es besser beschreiben zu k√∂nnen. Da geschieht doch eine Menge mit dem K√∂rper das man merkt. Und auch nicht plausibel ist warum er nicht etwas tut um der Hitze zu entgehen wenn es ihm schlecht geht.
"...und ein Auto terrorisiert zusätzlich." Also wie meinst du terrorisiert das Auto? Vielleicht wäre besser wenn du es beschreibst wie es den Mann stört. Z.B. dass es Knattert oder etwas in der Art.
"...wurde ihm schmerzlich das es zu heiß war." Was meinst du? Ihm schmerzlich bewusst? So plötzlich fällt ihm auf, dass es heiß ist und er hat vorher nichts gemerkt?


Greetz,
Amely
__________________
Sehen wir alle die selben Farben?

Bearbeiten/Löschen    


Haselblatt
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 2
Kommentare: 25
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Faszinierende Hinterhältigkeit...

@Amely_Lea_Brandon

"...Mit dem Tod ging etwas schnell, der Mensch ist vielleicht zerbrechlich, aber so schnell geht es dann doch nicht..."
Zwar ist dein sorgloser Umgang im Vertrauen auf die Handhabungsgepflogenheiten des Sensenmannes bewundernswert, aber dennoch glaube ich, dass du da nicht richtig liegst. Ich kenne jedenfalls Fälle, wo einer oder eine wie ein Baum umgefallen ist, von einer Sekunde auf die andere, ohne Vorwarnung, ohne Angstschrei, ohne Laut.

"...Ich denke du solltest vielleicht etwas einbauen, dass er Probleme mit dem Kreislauf hat. Vielleicht ihn der Arzt vor der Hitze gewarnt hat wegen..."
Um Gottes Willen, blo√ü nicht! Pragmatik dieser Kategorie w√ľrde die gesamte Poesie des Textes mit einem Schlag zunichte machen. Der Leser soll gef√§lligst ein wenig selber denken...

@Sophia
Ein Werk von faszinierender Hinterhältigkeit! Mich stört es nicht, dass man erst in zweiter Lesung versteht, was da eigentlich vorgegangen ist. Es liest sich wie die Aufzeichnung eines Voicerecorders beim Flugzeug, kurz vor dem Crash. Schaurig schön.
Bin schon gespannt, mehr von dir zu lesen.

__________________
Auf bald - Heimo B.
As long as you continue to do what you always did, you will continue to get what you always got. (Abraham Lincoln)

Bearbeiten/Löschen    


Sophia E. Hertz
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

Werke: 7
Kommentare: 22
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
JUHU=)

@amely
hi du
danke wieder f√ľr das lob, bzw. kritik. werde es mir zu herzen nehmen und so einbauen, dass der sinn nicht kaputt geht, glaub ich. (muss ich aber nochmal dr√ľber nachdenken.)

@haselblatt.
jaaaaa . das hoffe ich doch (voicerecorder, absturz..)

danke sehr *freu*h√ľpf*


@amely
das sollte es sein. vor allem das autos terrorisiert haben, IST dann so. da die H√ĖRsinne sich v√∂llig versch√§rfen, durch die geschlossenen augen und das flirren der hitze um einen herum. danke dir

Bearbeiten/Löschen    


knychen
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2002

Werke: 51
Kommentare: 426
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um knychen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo sophia,
warum so viele fehlende kommata.( kann man eigentlich fehlendes als viel bezeichnen?)
wenn diese schussligkeitsfehler das wirrwarr ausdr√ľcken sollen, welches wachtr√§ume haben, wenn sie von au√üenger√§uschen dominiert werden, dann sind sie OK. dann m√ľ√üte aber der ganze text so klingen.
ein cabrio ist vielleicht f√ľr leute mit auto ohne klimaanlage nicht der ort, an dem man sich einen hitzetod vorstellen kann.
gruß aus berlin
knychen
__________________
kny

Bearbeiten/Löschen    


Sophia E. Hertz
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

Werke: 7
Kommentare: 22
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
hi:)

ich hab keine ahnung vom komma setzen ;-)
aber ich lerns bestimmt!!
danke f√ľrs lesen.

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!