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Leselupe.de > Kindergeschichten
Hoch hinaus
Eingestellt am 01. 09. 2014 10:28


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ThomasStefan
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Hoch hinaus

von Thomas Stefan



An: Tante-Margot-in-Hamburg@netline.de

Von: KevinKleinkreuz@netline.de


Liebe Tante Margot!

Ich muss dir schreiben. Ich brauche deine Hilfe, denn ich habe ein ganz grosses Problem. Melli hat mir beim Schreiben geholfen und alles verbessert.
Hallo Tante Margot, liebe Gr├╝sse! War auch echt n├Âtig. Melanie
Erstmal vielen Dank f├╝r den neuen Ranzen. Habe ganz vergessen, mich zu bedanken. Er sieht toll aus, noch besser als der, den du Melli damals geschenkt hast.
Na ja.
Er passt super zu meiner Jeans. Ist nicht mehr so babyartig wie der alte mit Batman. Alle Kinder in meiner Klasse haben einen neuen bekommen.
Ich gehe jetzt in die 5a. Die neue Schule finde ich nicht so gut, die alte war besser. Mama meint, ich werde mich schon eingew├Âhnen. Mein Klassenlehrer ist Herr Hagenstr├Âtter. Der ist ganz sch├Ân streng. So richtig gut rechnen kann ich noch nicht, hat er gesagt. Ich soll mehr ├╝ben. Und mehr aufpassen. Und nicht so viel Quatsch machen mit meinem Freund Lukas. Er darf nicht mehr neben mir sitzen, wie in meiner alten Klasse. Sondern woanders. Das ist gemein!
Ich habe Kevin gleich gesagt, dass er zuviel quasselt und aufpassen soll! Selbst schuld!
Meine erste Klassenarbeit war auch nicht gut. Eine 4. Er hat beide Augen zugedr├╝ckt, hat Herr Hagenstr├Âtter gesagt. Sascha hat gelacht. Der sitzt jetzt neben mir. Das war nicht sch├Ân.
Dieser Sascha ist doch sowieso doof!
Vor einer Woche mussten Luki und ich in der Pause zu Herrn Hagenstr├Âtter. Er hat mit uns geschimpft. Weil die Klos mit Papier verstopft waren. Aber das war Lukas. Ich habe nur immer wieder gesp├╝lt. Weil Luki das so wollte. Dann hat Herr Hagenstr├Âtter einen Brief an unsere Eltern geschrieben. Zuhause wurde Papa ganz b├Âse. Danach wollte ich nicht mehr in die Schule gehen. Mama hat lange telefoniert und mich dann zur Schule gefahren. Herr Hagenstr├Âtter ist jetzt etwas netter zu mir.
Gestern habe ich allein gespielt. Die anderen hatten keine Zeit. Ich bin mit meiner Flitsche und meinem Flieger zum Schulhof. Dort d├╝rfen wir damit nicht spielen. Es ist verboten. Weil man anderen ein Auge ausschiessen kann, sagen die Lehrer. Aber am Nachmittag ist dort keiner und man hat ganz viel Platz. Ich habe ihn immer wieder hoch geschossen. Dann ist er im einzigen Baum auf dem Schulhof gelandet.
Na, toll! Hat Kevin richtig super hingekriegt!
Das war ganz bl├Âd. Ich konnte ihn auch mit einem Stock nicht herunter schlagen. Und da stand pl├Âtzlich Herr Hagenstr├Âtter vor mir. Er hatte seinen Mantel an und wollte nach Hause. Mir war ganz ├╝bel, weglaufen konnte ich auch nicht. Er hat mich gefragt, was los ist. Ich habe ihm den Flieger im Baum gezeigt. Herr Hagenstr├Âtter hat es auch mit dem Stock probiert, es ging nicht. Dann hat er zu mir gesagt: Wir machen eine Leiter. Erst habe ich nicht verstanden, dann bin ich auf seine H├Ąnde. Es reichte nicht. Und dann habe sogar auf seinen Schultern gestanden. Herr Hagenstr├Âtter hat mich festgehalten. Und immer gerufen, du brauchst keine keine Angst haben, ich halte dich. Und dann konnte ich den Flieger mit dem Stock herunter schlagen.
Danach habe ich gedacht, dass er mich ausschimpft. Aber er war ganz nett und hat gesagt, so eine Flitsche hatte ich auch einmal, als Junge. Und dann hat er gelacht. Wie Papa, wenn er sich ganz doll freut. So ein Gesicht habe ich bei Herrn Hagenstr├Âtter noch nie gesehen. Obwohl er ganz dreckige H├Ąnde hatte. Und sein Mantel war schmutzig, ├╝berall. Und auf seinen Schultern lag sogar Erde! Von meinem Schuhen! Das wird er erst zu Hause merken, wenn er in den Spiegel sieht, hat Melli gesagt.
Na klar. Der richtige Ärger kommt noch, darauf kannst du wetten!
Melli meint, ich muss die Reinigung vom Mantel bezahlen.
Manno, das wird ganz sch├Ân teuer!
Ich habe nur noch 3 Euro und 20 Cent im Sparschwein. Melli ist abgebrannt, sagt sie.
Lieber Tante Margot! Bitte, bitte, kannst du uns etwas Geld schicken? Und nichts Papa sagen, der schimpft immer gleich.

Liebe Gr├╝sse, Kevin
und Melanie. Wir dr├╝cken dich!

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