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Leselupe.de > Ungereimtes
Hochofenlyrik
Eingestellt am 01. 09. 2007 15:36


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Duisburger
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Der wind f├Ąngt sich im stahlgewirr
der riese singt an manchen tagen

am narbenbauch
der leere schlund
der l├Ąngst nichts mehr zu geben hat
mahnt ├╝berlaut
wenn rostige scharniere klagen
noch bin ich da

vom letzten abstich ahnt man noch
den fluss der hitze
als letzte spur
das tal im sand
und glasgeperlte h├Ąnge

dem abfluss hat der letzte gu├č
das breite maul verzehrt
ein eisenbart mahnt nun zum boden
und mit ihm wurde stille

des abends dann
wenn lichter tanzen
und bunte lanzen stechen
erwacht er mit der nacht

dann sp├╝re ich die glut des stahls
wenn hitze sich durch lider brennt
und wei├č genau tot ist er nicht


Vertonung:

Foto Hochofen 5 von Raimond Spekking: Hier klicken

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Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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ENachtigall
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Eine Homage an den Landschaftspark Nord, die mich sehr anspricht (habe halt so eine Schw├Ąche f├╝r "unsere" Industrieruinen).

Allein das "Erbrechen" wirkt effektheischend und gefiele mir durch ein "Ausspucken" ersetzt viel besser, weil lediglich plastisch.

quote:
dann sp├╝re ich
die die glut des stahls

Hier ist Dir eins zuviel rausgerutscht.

Gr├╝├če von Elke


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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Duisburger
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Hallo Elke,

danke f├╝r deinen freundlichen Kommentar.
Das zweite "die" habe ich entfernt und das "erbrechen" durch ein schlichtes "geben" ersetzt. Ich denke, das wirk noch besser.

lg
Duisburger
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Walther
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Moin Duisburger,

ein gewaltiges Bild, das Du hier malst.

Du gestattest sicherlich ein paar kleine Retuschen:

quote:
Der wind f├Ąngt sich im stahlgewirr
der riese singt an manchen tagen

am narbenbauch
der leere schlund
der l├Ąngst nichts mehr zu geben hat
mahnt ├╝berlaut
wenn rostige scharniere klagen
noch ich bin noch da

vom letzten abstich erahnt man noch
den flu├č der hitze
als letzte spur
das tal im sand
und glasgeperlte h├Ąnge

dem abfluss hat der letzte gu├č
das breite maul verzehrt
ein eisenbart mahnt nun zum boden weisend
und mit ihm wurde stille

des abends dann
wenn die lichter tanzen
und bunte lanzen stechen
erwacht er mit der nacht

dann sp├╝re ich die die glut des stahls
wenn hitze sich durch die augenlider brennt
und weiss genau tot er ist nicht tot
Ich habe dabei den Rhythmus durch den Text hindurchflie├čen lassen. So sp├╝rt man beides: die Ruhe und die darunter verborgene Dynamik.

Wie gesagt: ein starker Text. Aber: kleinere Verbesserungen vertr├╝ge er, meiner unma├čgeblichen Meinung nach.

Zu den Bildern: bewegend. Auch Regungslosigkeit kann bewegen.

Liebe Gr├╝├če W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Duisburger
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Hallo Walter,

vielen Dank f├╝r die Auseinandersetzung mit dem Werk. Ich habe einiges, wenn auch nicht alles, ├╝bernommen. Du hast recht, es ist dem Rhytmus f├Ârderlich. Und der ist mir hier wichtig.

lg
Duisburger
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Duisburger
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Ich habe mal versucht, das Werk zu vertonen. Vielleicht kommt so das Bild besser r├╝ber.

Unter dem Werk befindet sich nun ein Link.

lg
Duisburger
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