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Leselupe.de > Kurzprosa
Hoffnung
Eingestellt am 31. 05. 2010 14:02


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marmelenchen
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Das graue Wasser liegt still vor mir. Nebelschwaden h√§ngen dar√ľber. So glatt ist der See, dass ich mein Spiegelbild sehen kann: Grau. Gedankent√∂tendes Grau, l√§hmende Angst. Trostlose Monotonie.
Kein Wind regt sich, nicht ein kleiner Hauch bewegt die Luft oder das Wasser. Das Universum scheint in tiefer Trauer zu verharren.
Stille. Stille Angst. Das Gef√ľhl, festzusitzen, erdr√ľckt zu werden von der Welt. Ich bin gefangen in dieser Todesstille.

Ich werfe einen Stein ins Wasser.
Winzige Wellen breiten sich aus. Zerreißen die graue Ewigkeit.
F√ľr einen Moment rei√üen die schweren Wolken auf.
Hoffnung. Sie keimt auf in meinem Herzen, irgendo in der Ferne singt ein einsamer Vogel. Ein Streifen Blau. Ein Sonnenstrahl fällt vom Himmel, das Wasser glitzert, von seiner Last befreit. Erleichterung.
Die Furcht ist verschwunden.

Version vom 31. 05. 2010 14:02
Version vom 03. 06. 2010 16:13

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jon
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Gute Idee (wenn auch nicht neu), aber zu unsicher umgesetzt.

Vertrau dem Bild vom erstarrten See, dem Grau etc und spar dir die Erkl√§rungen! Das "unheimlich" z. B. musst du nicht sagen ‚Äď das Bild, das du malst, ist schon Synonym genug daf√ľr. Auch bei den anderen S√§tzen ist weniger (daf√ľr auf den Punkt gebrachtes) mehr (als die Wiederholungen und Modifizierungen).

Vetrau dem Bild und bleibe konkret. Abstraktes wie "alles andere" erfordert "denken" ‚Äď "Gedanken t√∂tendes Grau, l√§hmende Angst" nimmt nur Bilder (oder Bild-Details) auf.

Und benutzte eine ebenso "starre" Sprache. Am "schlimmsten" fällt der Satz

quote:
Wirklich, das Grau ist allgegenwärtig, selbst der Himmel und der Wald haben sich angepasst.
aus der Stimmung. Sprich mal diese Formulierung, die klingt doch eher nach Staunen, nach Verwunderung, nach "Wow! Was es nicht alles gibt!" als nach alle Regungen erstickendem Grau.

Spiele mit dem Rhythmus! Am Anfang darf es eine "starre", "enge" Sprache sein (kurze, harte, "graue" Sätze und dunkle Vokale/Silben), mit dem Aufreißen wird die Sprache leichter (heller werdende Vokale und freier Atem = längere Sätze).


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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marmelenchen
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Vielen Dank f√ľr die Hilfe...
Ich habe versucht einige deiner Ideen umzusetzen. Weiß aber nicht obs geklappt hat^^
Mir fällt das mit den dunklen Vokalen etwas schwer, weil ich nicht weiß wie man sie geschickt einbringen könnte, hat jemand Beispiele?
Hoffe es hat sich ein bisschen verbessert
Bin froh √ľber viele Verbesserungsvorschl√§ge, da ich noch nicht wirklich viel Erfahrung habe...
Dankeschön!

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jon
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Ah! Das hat doch Rhythmus! Schön!

Wenn du das mit den Vokalen etwas √ľben willst, kannst du ja mal Folgendes tun: Such die Wort mit den "falschen" Vokalen und √ľberlegt, ob es sinnverwandte Wort mit den "richtigen" Vokalen gibt. Eventuell muss man auch mal eine Wortgruppe modifizieren.

"Das graue Wasser liegt still vor mir." = "Grau ruht der See."

Das ist nat√ľrlich extrem und ich bin auch nicht sicher, ob der Text so noch viel besser werden w√ľrde (ich mag ihn auch so) oder doch nur verkrampft. Aber als Finger√ľbung w√§r es vielleicht machbar.
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