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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Hoffnungslos?
Eingestellt am 06. 06. 2006 22:32


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sylvanamaria
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2005

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Unerwartet, aber hoffnungslos ?

„Huhe, huhu, hier drüben“, wild mit den Händen wedelnd versuchte eine hochgewachsene Blondine die Aufmerksamkeit eines eher stämmig wirkenden brünetten Mädchens am Parfümstand auf sich zu ziehen. „Huhu Eva !“ Die mit Eva angesprochene Person schaute irritiert auf und drehte sich um.
„Hi, Maria. Grüß dich”.
“ Eva, du hier ???”
Sichtlich unangenehm berührt senkte Eva den Kopf. „Wieso ?“
„Du machst dir doch sonst nichts aus dem Duftkram wie du immer sagst. Lass mich raten. Du hast ein Date.“
„Jaaa...“
„Nun komm schon, erzähl“, drängelt Maria.
Eva zögert. „Eigentlich will ich darüber nicht reden.“
„Du wirst doch deiner besten Freundin dieses seltene Ereignis nicht vorenthalten. Du – und Jungs. Ich dachte, du kennst nur Bücher, Bibliotheken und einsame Spaziergänge mit deinem Hund. Nun komm schon. Vielleicht kann ich dir ein paar Tipps geben.“
„Aber nicht hier“, sagt Eva und dreht sich um. „Lass uns einen Kaffee trinken gehen.“
„Hast du eigentlich schon etwas Passendes gefunden ? „, fragt Maria mit einem Blick auf Evas leere Hände. „Woran dachtest du denn ?“
„Keine Ahnung. Vielleicht an Rosen ... ?“
„Zu aufdringlich.“, beschied Maria.
„Maiglöckchen ?“ ging Eva die Liste ihrer Lieblingsblumen durch.
„Zu stark für deinen Typ.“
„Dieses hier – Clea ?“
„Zu herb.“
„Was dann ? Das ist ja schwieriger als ich dachte“, stöhnt Eva.
„Wir brauchen etwas Blumiges für dich. Parfüm drückt immer die innere Seele aus. Lass mal sehen... Hier probier mal.“
„Huch ist das stark. Und das soll ich nehmen ?“, zweifelt Eva.
„Du hast recht. Wie wär`s mit dem? „
„O-i-e de la J-o-i-e. Mein Französisch ist nicht sehr gut, aber es riecht toll. Und ist schön teuer. Was soll`s.“
„Dafür reicht es lange. Du brauchst nicht viel aufzutun, es ist konzentriert. So und nun lass uns zahlen und ab ins Cafe. Ich bin ja sooo neugierig.“
Die Mädchen zahlten und gingen ins nahegelegene Cafe. Cappuccino schlürfend wird Eva von Maria ausgehorcht. „So unsere kleine Eva ist also verliebt. Wie kam es denn dazu ? Eigentlich gibt es ja nur zwei Orte; entweder die Bibliothek oder auf dem Weg zur Bibliothek oder in einer Buchhandlung..“.
Eva strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Es war die Buchhandlung am Bahnhof.“
„Seit wann registrierst du Jungs , wenn Bücher in der Nähe sind ?“
„Mir sind einige runtergefallen und jemand hat mir geholfen und als ich aufschaute stießen wir mit den Köpfen zusammen und dann... Naja, dann hat es wie ein Blitz eingeschlagen. Irgendwie waren die Bücher dann unwichtig“ Eva schwieg versonnen vor sich hin.
„Und dann ?“
„Er sah gut aus und ich kam mir vor wie eine graue Maus. Du weißt ja, welche Sachen ich trage; nicht so chic wie du immer. Und ich konnte es gar nicht fassen, dass er mich überhaupt bemerkt hat. Vielleicht stand ich einfach nur im Weg..“
„Eva, hab doch etwas mehr Selbstvertrauen“, mahnt Maria. „Du siehst doch gut aus. Die Sachen machen`s nicht immer.“
„Du hast gut reden Maria. Die Natur hat es gut mit dir gemeint; schau mich an, das genaue Gegenteil: klein und nicht so eine Taille wie du. Und deine Haare erst..“
„Eva, nun mach aber mal halblang. Schon, dass er dich angeschaut hat, zeugt davon, dass er dich gesehen hat. Und wie ging es weiter ? Lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen.“
„Nun, er hat mich ins Kino eingeladen.“
„Und da zweifelst du noch ?“, fiel Maria ihr ins Wort.
„Aber wie sehe ich aus, was soll ich anziehen ? Was soll ich sagen, wie soll ich mich verhalten ?“
„Eva, Eva, Eva, Hattest du noch nie ein Date ?“
„Nein.“
„Neiiiin ????“
„Nein.“
„Um Gottes willen, das gibt Arbeit. Wieviel Stunden haben wir noch Zeit ?“
Eva schaut auf die Uhr. „Vier.“
Maria erhebt sich energisch.“ Na dann los. Das wäre ja gelacht, wenn meine beste Freundin keinen schönen Abend hätte und einen Jungen bezaubern kann.“ „Ober, zahlen.“ „Und Abmarsch !“
„Wohin zuerst ?“, fragt Eva.
„Zuerst zu mir. Wir arbeiten einen Schlachtplan aus. Dann nehmen wir uns deine Haare und deine Sachen vor. Dann ein bisschen Jungskunde. „
“Wenn das mal gut geht....“ seufzt Eva und erhebt sich ebenfalls.


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syl

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Josef Knecht
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Hoffnungslos

Hallo Silvana,
deine Geschichte ist schön geschrieben und liest sich flüssig. Aber mir kommt das Ganze wie ein Vorspann vor, denn die Spannung geht ja in die Richtung wie Evas Date ausgeht, ob sie den Jungen bekommt. Wenn du die Geschichte in die Richtung weitererzählst, dann könnte sie richtig gut werden.
Liebe Grüße
Josef
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Glück ist die größte Leistung des Menschen

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sylvanamaria
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2005

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Hoffnungslos?

Hallo Josef, danke für den Kommentar. Deine Einschätzung ist richtig. Ich habe mir aber noch keinen endgültigen Schluss überlegt. Sylvana
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syl

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