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Leselupe.de > Gereimtes
Holland in Not
Eingestellt am 02. 12. 2008 20:27


Autor
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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Tieflandfurcht

Nun stelle Dir die Riesenwelle vor,
Sie rast heran und t├╝rmt sich in den Himmel,
Und wei├če Sch├Ąume kr├Ąnzen Wellenschimmel,
Die galoppieren, wiehern laut im Chor

Und schrein herbei die Furcht, die Herzen l├Ąhmt
Der Menschen, die noch unterm Meeresspiegel
Sich halbwegs sicher hinterm Deichesriegel
Verstecken, hoffen, dass der's Wasser z├Ąhmt.

Meist blieb der Polder trocken hinterm Deich,
Nur selten riss der Wellen Macht ein Loch,
Denn h├Âher t├╝rmten Menschen Erdenreich

darauf. Der Wasserdruck bedroht jedoch
Dank Gletscherschmelze jeden Menschendeich.
Bald st├Âhnen Polder unterm Wasserjoch.








Version vom 02. 12. 2008 20:27

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Mir gef├Ąllt das Sonett super, insbesondere beide ├ťberg├Ąnge zwischen Quartetten und Terzetten.

Ich verstehe die Furcht hier eher als etwas Diffuses (Urangst?), nicht unbedingt an eine reale Sturmflut gekn├╝pft. Deshalb st├Ârt mich auch das Pathos nicht, empfinde es sogar als sehr passend.

Liebe Gr├╝├če
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Ja, lieber Herbert,

so sieht es aus, und auf den Bergen muss man Furcht vor Erdrutschen haben, selbst im Binnenland treten die gro├čen Fl├╝sse ├╝ber ihre Ufer wie niemals zuvor. Die Erde ist in Aufruhr versetzt und die gro├čen Welt-Gremien verabschieden ein Beschl├╝sschen nach dem anderen. Wenn es keinen wirksamen Beschluss gibt, wird einmal Schluss sein.

Dein Text f├Ąngt so sch├Ân harmlos an mit den wei├čen Schaumkronen, die Du wiehernde Schimmel sein l├Ąsst.

Aber dann kommst Du zur Sache. Mir gef├Ąllt, dass Du diesen Einstieg gew├Ąhlt hast, denn dadurch hast Du ein ├╝berm├Ą├čiges Pathos vermieden. Auch die ├Ąu├čere Form, das Sonett, passt gut zum Thema. Ungew├Âhnlich ist das zerteilte Wort zwischen dritter und vierter Strophe. Aber das Luftholen, das man deswegen beim Lesen machen muss, verz├Âgert diesen Prozess des reichlichen Aufh├Ąufens, so dass man diese Zertrennung "reich-lich" als Stilmittel gelten lassen kann.

Jedenfalls sp├╝rt man, dass Dir das Thema am Herzen liegt.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Ihr Lieben,

vielen Dank f├╝r das Lesen, das Kommentieren und das Werten!

Ja, das Thema liegt mir am Herzen, liebe Vera-Lena. Interessant fand ich Deine Kommentare, Nisavi, ├╝ber die ich sicher noch l├Ąnger nachdenken werde. Und Dir, liebe Heidrun, danke ich ich f├╝r den Hinweis mit dem Pathos, das ich sosehr nicht gesehen hatte, was aber durch die Wortwahl doch entsteht.

Auf jeden Fall freut mich die Resonanz und dass es Euch gefallen hat.

Liebe Gr├╝├če

Herbert

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Eine kleine Änderung, um die Trennung am Zeilenende wegzubekommen.

Ich hoffe sehr, dass keine Sturmflut die H├Ąuser an den K├╝sten unter eisiges Wasser setzt...

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