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Leselupe.de > Gereimtes
Holunderblüten
Eingestellt am 01. 04. 2008 00:24


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Olinn
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Holunderflieder neigen
die Köpfe in den Wind
und Ginkgobäume schweigen
zum weißen Waisenkind.

Holundersträucher trauern
im morgendlichen Tau,
es duftet hinter Mauern
bei einem Steinanbau.

Holunderdolden wenden
die Blüten in den Föhn,
sie wollen sich gern schenken
zu diesen Schlehen gehn.

Holunderblüten fallen
zum feinen Kieselgrund,
sie konnten sich nicht krallen
am wilden Abendmund.

Die schwarzen Perlen grinsen
so ganz versteckt am Rand
und rote Schlehen blinzeln,
sie haben sich erkannt.


©SusannEngler 2007




__________________
Mensch, du willst das Sein der Ewigkeit aussprechen,
so müßt du dich zuvor des Redens ganz erbrechen.
Angelius Silesius

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mori
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Hallo Susanne !

Mit diesem Text habe ich Probleme.Einmal wollen mir die kurzsilbigen Zeilen nicht harmonieren mit dem wehenden, sich neigenden Holunder.Mir klingt das gesamte Versmaß "zu zackig".
Vers 2/ Zeile 4:
" an einem Steinanbau" wirkt unlyrisch im Kontext und zu sehr nach Reimsuche.
Vers 3- Hier passt kein Endreim: wenden /schenken und Föhn/gehn-
wie auch in Vers 5: grinsen/blinzeln . Rand/erkannt ginge zur Not.
Mein spontaner Vorschlag wäre:

Den ganzen Text kürzen, die schönsten Bilder verwenden (den trauernden Holunder, den schweigenden Ginkgo, die blinzelnden Schlehen,z.B.)und eine feine lyrische Miniatur daraus stricken.

Liebe Grüße
Annette

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo Susann

Immerhin eine neue Pflanzenart, sambucus syringa hast Du soeben erfunden und der Leser erfährt, dass man Steine nicht nur ab- sondern auch anbauen kann. Stimmt eigentlich: Anbauten sind oft aus Stein.

Spannend auch, dass es sich um einen Wunder-Hollunder (reimt sich!) handelt. So wenden sich die Blütendolden nicht etwa, wie das normal wäre, vom Wind ab und "blicken" also in die Richtung, in die der Wind weht - nein, dieser Wunderholunder schaut der Gefahr ins Angesicht, fällt dann aber abendmundkrallend kieselgründlich schlehend diesem dann wohl doch zum Opfer. Da ist wohl dann doch so mancher abstruse Begriff nur dem Reim, nicht aber der Poesie geschuldet...

Was soll man dazu sagen? Ging gründlich daneben!

LG

J.

p.s.: sambucus syringa klingt richtig gut... ;-)



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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Olinn
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Hallo J. !
Leid braucht es dir nicht zu tun. Es ist deine Meinung.
Wirklich abstrus sind die Gedichte von Picasso, den ich z.Z. lese. Inspiriert hat er mich nicht, das Gedicht ist älter.
Danke dir, Susanne

Liebe Annette,
ich weiß, dass die Endreime nicht stimmen, das habe ich einfach mal in Kauf genommen. Es stimmt, die kurzsilbigen Zeilen sind schwer in einen harmonischen Fluss zu bringen.
Allerdings habe ich mit dem Wort ‚Steinanbau’ nicht so sehr meine Probleme. Vor meinen Augen sah ich eine Steinmauer.
Eine lyrische Miniatur habe ich, zumindest noch nicht bewusst, ausprobiert.
Ich danke dir für die Rückmeldung, dein aufmerksames Lesen,
Susanne


Nein J.,
sambusus syringa brauche ich nicht zu erfinden. Ich hole sie lediglich aus ihrem Schattendasein.
Hier haben wir viele Steinanbauten!
Die Blühten wenden sich den Föhn, hoffend mitgenommen zu werden. Also, für mich sind die Bilder klar;-) Der fünfte Vers beschreibt einen Zyklus im Jahr, der auch als Frühherbst bekannt ist und in dieser Reifephase erreichen die
Die Übung mit deisen Bilder hatte mir viel Freude gemacht!
Das lyrische Ego der Romantikerin kann die Reaktion oft nicht abschätzen.

Fori di sambuco klingt viel besser….;-)
Viele Grüße,
Susanne


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so müßt du dich zuvor des Redens ganz erbrechen.
Angelius Silesius

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Olinn
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Korrektur der vorangegangenen Seite.
Ich habe mich leider vertippt.


Hallo J. !
Leid braucht es dir nicht zu tun. Es ist deine Wahrnehmung.
Wirklich abstrus sind die Gedichte von Picasso, den ich z.Z. lese. Inspiriert hat er mich nicht, das Gedicht ist älter.
Gruss, Susanne

Liebe Annette,
ich weiß, dass die Endreime nicht stimmen, das habe ich einfach mal in Kauf genommen. Es stimmt, die kurzsilbigen Zeilen sind schwer in einen harmonischen Fluss zu bringen.
Allerdings habe ich mit dem Wort ‚Steinanbau’ nicht so sehr meine Probleme. Vor meinen Augen sah ich eine Steinmauer.
Eine lyrische Miniatur habe ich, zumindest noch nicht bewusst, ausprobiert.
Ich danke dir für die Rückmeldung, dein aufmerksames Lesen,
Susanne


Nein J.,
sambusus syringa brauche ich nicht zu erfinden. Ich hole sie lediglich aus ihrem Schattendasein.
Hier haben wir viele Steinanbauten.
Die Blühten wenden sich in den Föhn, hoffend mitgenommen zu werden. Also, für mich sind die Bilder klar;-) Der fünfte Vers beschreibt einen Zyklus im Jahr, der auch als Frühherbst bekannt ist und in dieser Reifephase erreichen die Protagonisten im fünften Vers das ersehnte Zusammentreffen.

Das lyrische Ego der Romantikerin kann die Reaktion oft nicht abschätzen.

Fori di sambuco klingt viel besser….;-)
Viele Grüße,
Susanne



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so müßt du dich zuvor des Redens ganz erbrechen.
Angelius Silesius

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