Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92252
Momentan online:
299 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Hopser
Eingestellt am 21. 07. 2006 00:10


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
Ully
???
Registriert: Jan 2006

Werke: 36
Kommentare: 125
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ully eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


Hopser

Vor drei Monaten zog der kleine Florian mit seinen Eltern aufs Land. Das Haus, sein geräumiges Zimmer und vor allem der herrliche Garten waren einfach wunderbar. Anfangs vermisste er seine Freunde sehr. Doch schließlich hat er sich mit dem Nachbarjungen Robert angefreundet. Jeden Tag nach der Schule hockten sie zusammen, aber heute musste Robby zum siebzigsten Geburtstag seines Großvaters. Ach, war das langweilig. Flori schaute aus dem Fenster in den Garten hinaus. Ganz hinten stand eine alte Laube. Darin befand sich allerhand Gartengerät, Krimskrams und auch Vatis Handwerkszeug. Nicht weit von der Laube entfernt begann ein kleines Wäldchen. Das wollte der Knabe nun im Alleingang erkunden.

Bevor Flo das Haus verlie√ü steckte er noch zwei Schokoriegel in seine Hosentasche. Etwa eine viertel Stunde mochte er durch den Wald gelaufen sein, als es im Geb√ľsch laut raschelte. Vorsichtig schlich Florian auf den Strauch zu, bog die Zweige zur Seite und fand ein kleines hilfloses H√ľndchen. „Wie kommst du denn hier her?" Der Kleine umsprang laut kl√§ffend seinen Retter. Die Zwei konnten sich sofort prima leiden, tobten miteinander wild herum und teilten sich die Schokolade. Nun wurde es Zeit, dass der Bub Heim ging. Er versprach dem Hund wiederzukommen und ihm eine Wurst mitzubringen. Doch kaum entfernte sich der Junge ein paar Schritte sauste das struppige Kn√§uel hinterher, und sprang bettelnd an ihm hoch. „Was hopst du blo√ü so rum? Ich kann dich doch nicht mitnehmen. Hm, wegen deiner Rumspringerei nenne ich dich HOPSER, kapiert?"
Hopser folgte Florian bis an den Waldrand. Als der die Gartenlaube sah hatte er eine Idee. „Na gut, ich verstecke dich in der H√ľtte." Er nahm den Welpen auf seinen Arm, trug ihn ins H√§uschen, polsterte mit der l√∂chrigen Wolldecke einen alten Karton aus, und setzte ihn behutsam hinein. „Wenn du sch√∂n leise bist bringe ich dir sp√§ter noch was Feines." Artig rollte sich das Tier auf der Decke zusammen.

Beim Abendbrot g√§hnte der Lauser extra laut. „Dein Spaziergang hat dich ja ganz gewaltig m√ľde gemacht," neckte die Mutter. „Jaaaaa und wie, ich gehe schlafen, gute Nacht."
Eine Weile wartete Flori noch, dann schlich er barf√ľ√üig die Treppe hinunter. Durch den T√ľrspalt sah er, dass Mutti, wie immer, auf dem Sofa eingeschlafen war. Vati aber, schaute einen spannenden Krimi an. Sachte √∂ffnete der kleine Strolch den K√ľhlschrank, mauste zwei dicke Bockw√ľrste und huschte in den Garten. Die Laubenpforte quietschte ein wenig und sofort kam ihm Hopser freudig entgegen. Gierig verschlang er die leckeren W√ľrste. „Na dann schlafe gut, mein S√ľ√üer, Morgen bringe ich einen Freund mit." Nach diesem Versprechen tr√§umten die beiden neuen Freunde zufrieden voneinander.

Am Nachmittag holte Flo Robert ab und tat sehr geheimnisvoll. Vor dem Gartenh√§uschen musste der Freund noch schw√∂ren niemandem etwas zu verraten, dann durfte er mit hinein. „Oh, ein kleiner Hund. Wo hast du ihn her?"
Flori erz√§hlte haarklein wie er das H√ľndchen am Vortag im Wald fand. Von nun an waren die Drei dicke miteinander. Sie tollten jeden Tag gemeinsam im W√§ldchen. So auch an einem Septembertag. Bei der fr√∂hlichen Hatz bemerkten sie die schwarzen Regenwolken nicht. Pl√∂tzlich ging das Unwetter los. Es goss in Str√∂men. Sie durchn√§ssten bis auf die Haut und rannten schnell zur Laube. Robert rubbelte den vor K√§lte zitternden Kl√§ffer ab. „Wir k√∂nnen Hopser nicht hier lassen. Du musst ihn mit auf dein Zimmer nehmen." „Kannst du ihn mitnehmen, Robby, Mutti mag doch keine Hunde." „Das geht nicht, du wei√üt doch, wegen der Katzen." , ,Hm, ja, stimmt!"

Florian √ľberlegte, dann wickelte er das Sorgenkind in seine Jacke und die Jungs verabschiedeten sich. Leise betrat der Knabe den Hausflur.
Die Mutter wirtschaftete in der K√ľche herum und der Vater war nirgendwo zu sehen. Fix lief er nach oben in sein Zimmer. Puh, das war geschafft. Mit dem warmen Strickpullover von der Oma mummelte Flori den bibbernden Vierbeiner ein. Da rief Mutti auch schon zum Abendessen. Heute legte sich der Sohnemann die Wurstscheiben doppelt und dreifach auf seine Brote. Der Vater meinte lachend: „Ein hungriger B√§r ist ja nichts gegen dich." Geschickt lie√ü der Hundefreund die Wurst in seiner Hose verschwinden, w√ľnschte den Eltern eine gute Nacht und verschwand ebenfalls.
„Ist ja komisch‚Äú, bemerkte die Hausfrau, ``seit einigen Tagen geht unser Sohn widerspruchslos zu Bett. Ich werde sp√§ter noch einmal nach ihm sehen."

Hund und Kind lagen eingekuschelt in den Federn, als Schritte die Stufen herauf kamen und vor der Zimmert√ľr stoppten. Erschrocken fl√ľsterte der Bub: „Los H√ľndchen, unters Bett und keinen Mucks, sonst kriegen wir √Ąrger." Da √∂ffnete sich auch schon die T√ľr. „Schl√§fst du," fragte die Mutter halblaut, trat n√§her heran und dabei stieg ihr der Geruch des feuchten Tieres in die Nase:
„Was muffelt hier so merkw√ľrdig?" „Ich rieche gar nichts, Mutti," kam es unter der Decke hervor. Aber im gleichen Augenblick schniefte es unter dem Bett und eine schwarze Nase schob sich hervor.

„Sieh mal an, wir haben einen Gast. Willst du mir das mal erkl√§ren, du Held." „Ja, also, wei√üt du, ach Mutti ich ... ." „Was ist denn hier los," fragte der Vater dazwischen. Jetzt musste Florian die ganze Geschichte von Anfang an beichten.
„Na ja, Muttilein, weil du immer gesagt hast ein Hund kommt dir nicht ins Haus musste ich Hopser geheim halten. Ich habe ihn doch soooo lieb!" Sie nahm ihr S√∂hnchen z√§rtlich in den Arm. „Ach mein Herzchen, dass war in unserer engen Stadtwohnung, aber hier haben wir genug Platz. Wenn Papa nichts dagegen hat darf dein putziger Spielgef√§hrte bei uns bleiben."
Bittend schmeichelte Florian: „Vatiiiii?" Verschmitzt antwortete der Hausherr: „Willkommen, du kleiner Flohcircus."
Laut jubelnd h√ľpfte der √ľbergl√ľckliche Lausbub aus dem Bett und umarmte st√ľrmisch seine Eltern.







__________________

© by Ulla Magonz

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
ja,

und hopser machte seinem namen ehre und hopste an jedem ein paar mal hoch.
ich finde, die geschichte sollte auch mit einem bezug auf den hund enden.
ansonsten - die geschichte hat mir schon im märchenbasar gefallen.
lg
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!