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Leselupe.de > Horror und Psycho
Horror
Eingestellt am 02. 08. 2006 10:00


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scrittore
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Registriert: Jul 2006

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Requiem für einen Einbrecher

Requiem für einen Einbrecher

„Lass uns noch eine Flasche Schampus trinken. So spät ist es doch nicht. Außerdem könnt ihr bei mir übernachten.“ Ellen hatte Mühe ihre Worte zu artikulieren und kicherte.
Eva grinste und meinte „Wenn du noch eine Kleinigkeit zu Essen hättest, machen wir die Flasche auch noch nieder.“
„Und was soll ich morgen Erwin sagen? Der kriegt sich doch wieder nicht ein. Oh je, oh je“ jammerte Lydia und schaute kleinlaut auf die Anderen.
„Zum Teufel mit den Männern. Deiner ist ja schon dort, hihi.“ Eva verschluckte sich beinahe beim Kichern.
„Da gehört das Schwein auch hin. Meine Güte bin ich froh ihn endlich loszusein. Glaubt ihr das war angenehm mit so einem fetten grunzendem Schwein im Bett zu liegen“ rief Ellen und prostete ihren Freundinnen zu.
Plötzlich flackerte das Licht und erlosch dann. Der Strom war weg.
„Du hast einen Kurzen. Wo sind deine Kerzen und wo sind die Sicherungen?“ Eva erhob sich leicht schwankend und schaute Ellen fragend an.
„Die Kerzen liegen in der Küche auf der Anrichte. Die Sicherungen sind im Vorkeller, neben der Werkstatt. Da geh ich aber jetzt nicht allein hin. Nur wenn ihr mitkommt.“
„Ich hole die Kerzen“ rief Lydia, während Ellen und Eva vorsichtig die Treppe zum Keller heruntergingen.
„Wieso ist die Werkstatt Tür offen? Da habe ich doch vorhin zugemacht.“
„Meinst du ein ... ein Einbrecher?“ Flüsterte Eva und schob sich hinter ihre Freundin.
„Was soll ein Einbrecher in der Werkstatt? Da haben Ortwin doch immer seine Schweine geschlachtet. Da gibt’s nichts wertvolles. Na ja die Maschinen stehen noch da und das ganze Werkzeug. Aber was soll ein Einbrecher damit?“
„Ist da wer?“ Flüsterte Eva und schob vorsichtig die Tür auf.
„So die Sicherung ist wieder drin“ meldete Ellen zufrieden als das Licht wieder anging.
„Hilfe, da liegt einer, ein Einbrecher, ob der tot ist. Soll ich ihm noch eine verpassen?“ Rief Eva schon wieder etwas mutiger.
Auf dem Boden neben der Wurstmaschine lag ein junger Mann in verwaschenen Jeans und weißem T-Shirt. Er rührte sich nicht, die Augen standen offen. Ein Stromschlag aus einer defekten Leitung hatte ihn getötet.
„Scheiße jeden Tag habe ich Ortwin gesagt, er soll das reparieren lassen, scheiße!“
„Oh je, was machen wir denn jetzt mit ihm?“ Keuchte Eva und stupste ihn in die Seite.
„Wir müssen ihn verschwinden lassen. Ich will keine Bullen im Haus haben. Das gibt nur Ärger. Nachher meinen die noch, ich habe ihn umgebracht.“ Sie schaute auf Lydia, die mit einer brennenden Kerze die Treppe herunterkam.
„Du hast doch einen großen Kofferraum. Wir schleppen ihn in die Garage, du fährst vor das Tor und dann hieven wir ihn hinein.“
„Sag mal spinnst du, wenn die Bullen die Spuren untersuchen, dann bin ich dran, außerdem haben wir getrunken. Warum machst du das nicht? Dein Wagen ist auch nicht kleiner.“
„Und wohin dann? Wenn uns jemand anhält? In den Baggersee etwa? Ne, ne, das geht nicht.“
Plötzlich kicherte Eva „Warum lassen wir ihn nicht hier verschwinden?“ Sie deutete vorsichtig in die Werkstatt.
„Hier?“ Kreischte Ellen „Wie stellst du dir das vor?“ Sie stockte, dann überzog ein Lächeln ihr Gesicht.
„Na, hat es gefunkt?“
„Was habt ihr vor? Ihr wollt ihn doch nicht etwa?“ Flüsterte Lydia.
„Doch genau das machen wir. Wenn Ortwin hier seine Schweine geschlachtet hat, dann können wir das auch. Ich habe ihm oft dabei geholfen.“
„Und die Anatomie eines menschlichen Körpers ist einem Schwein sehr ähnlich. Sagt jedenfalls Guido, und der muss es wissen“ stellte Eva fest.
„Guido, das ist doch dein Quincy Verschnitt“ lachte Ellen.

Die drei Frauen zogen dem jungen Mann die gesamte Kleidung aus und zerrten ihn unter die Hebevorrichtung. Eva tätschelte seine muskulösen Gesäßbacken und kniff hinein.
„Der schaut aber lecker aus“ kicherte sie dann.
„Hör auf damit und bindet ihm die Kette fest um die Füße. Dann ziehen wir ihn kopfunter in die passende Höhe, damit ich ihn gut schlachten kann“ ordnete Ellen an.
Ellen hatte das meiste zu tun, sie zerlegte den schweren Körper fachgerecht in seine Teile, Eva schnitt das schiere Fleisch portionsweise und warf es in den Cutter, während Lydia das Fleisch mit den Knochen in den brodelnden Kessel warf, damit es dort so lange kochen konnte, bis sich alles Fleisch vom Knochen gelöst hatte.
Die Cuttermesser zogen sich durch den Fleischbrei und zerkleinerten jeden Brocken in sekundenschnelle. Eva warf noch ein paar Schaufeln Eis in den Cutter und seufzte tief.
In einer großen Stahlwanne lagen noch mehrere große dunkelrote Fleischstücke.
„Und was machen wir damit, willst du das nicht zerkleinern?“ rief Eva und deutete auf die Fleischbrocken, die von einer mehr oder weniger dicken gelblichen Fettschicht überzogen waren.
„Reich mir mal ein Stück rüber, das verarbeiten wir separat. Die muss ich noch zurecht schneiden.“ Ellen deutete auf die Wanne.
„Iiiih, das ist aber glibberig, was ist das denn?“ Rief Eva, fasste vorsichtig einen großen Fleischbrocken und hob ihn hoch.
„Vorhin hast du noch lustvoll zugepackt, hast behauptet wie lecker das wäre“ grinste Ellen.
„Waaaas...“ rief Eva und hätte das Fleisch bald wieder fallen lassen „du willst doch nicht sagen, das das seine.......“
„...Arschbacke ist. So fett war der doch gar nicht, das kann nicht sein“ murmelte sie dann.
„Wieso, am Schinken sitzt nun mal eine dicke Speckschicht“ grinste Lydia.
Ellen nahm ihr das große Stück Fleisch aus der Hand, legte es auf den Arbeitstisch. Dann nahm sie ein scharfes Messer und trennte vorsichtig die dicke weiche Fettschicht vom Fleisch.
„So, wie wollt ihr es haben, dicke saftige Steaks, leckeres Gulasch, magere Schnitzel vom Schinken? Wir können heute abend grillen. Schade um das leckere Fleisch.“ Ellen schaute sie verschwörerisch an.
„Bist du wahnsinnig?“ Kreischte Eva „man kann doch kein Menschenfleisch.....!“
„Das war ein Joke. Glaubst du wirklich ich würde...? Na jedenfalls würdest du es nicht merken.“ Sie zerkleinerten die restlichen Fleischstücke und warfen sie in den Cutter.
„Na endlich“ schnaufte Eva, als sie das letzte Hackfleisch aus dem Cutter gekratzt und ins Glas gefüllt hatte. Ellen legte die blutigen Messer auf die Seite und streifte die Gummischürze ab. Das fahrbare Regal war mit randvollen Einweckgläsern gefüllt und wurde von Ellen in den Sterilisator gefahren.
„Was machst du mit den ganzen Gläsern?“ Fragte Eva.
„Der Winter wird lang, hihi“ kicherte sie.
„Nein ehrlich, das geht alles als Spende ans Tierheim. Haben wir schon immer gemacht. Die lieben Kätzchen haben mal was leckeres verdient.“


Ende



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