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Hugh Jackman – ein Kurzporträt
Eingestellt am 12. 01. 2007 19:40


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jon
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Hugh Jackman ist ein Star. Ein geborener Star. Ein sich diesen Status hart erarbeitender und ihn mit vollen Händen geschenkt bekommender Star. Nachdem man ihn in seiner Heimat Australien spätestens seit 1998/99 als solchen umjubelt, er in Amerika 2000 mit seinem ersten Auftritt als Wolverin allerorts punktete und 2003/04 mit der Rolle des Peter Allen im Musical „The Boy from Oz“ weitere Menschenmassen begeisterte, spricht sich sein Name nun auch in Deutschland herum.

Ein Grund dafür ist mit Sicherheit, dass Hugh Jackman inzwischen so viele unterschiedliche Filme gemacht hat, dass der aus Sydney stammende Vollblutschauspieler jedem, der ins Kino geht und/oder Fernsehen schaut, schon mal begegnet sein dürfte. Das macht einen Teil der „Faszination Jackman“ aus: Er ist als raubeiniger Muskelprotz Wolverine in „X-Men“ ebenso glaubhaft wie als Herzog aus dem Jahr 1876 in „Kate und Leopold“, als Liebesromane schreibender Outback-Trucker in „Paperback Hero - Trucker mit Herz“ ebenso wie als gehetzter Super-Hacker in „Passwort: Swordfish“. Wem diese Filme bisher entgangen sind, der kann Hugh Jackman derzeit als unwiderstehlich aristokratischen Gentleman mit befleckter Weste in der Woody-Allen-Komödie „Scoop“ im Kino bewundern. Oder er folgt Jackmans Figur in „Prestige - Meister der Magie“ in die Abgründe der Besessenheit. Oder man begibt sich auf Zeitreise mit „The Fountain“ und kriegt dort Jackmans Wandelbarkeit kompakt geboten - Jackman als spanischer Eroberer, Jackman als verzweifelter Arzt im Heute und Jackman als durchgeistigter Heilssucher irgendwann in der Zukunft.

Bei allem Talent: Einfach so zugefallen ist dem heute 38-Jährigen das alles nicht. Zuerst wollte er es auch nicht, er wollte Reporter werden und studierte Journalismus. Zum College-Programm gehörte auch, dass er einen Schauspielkurs belegte. Dabei entdeckte er die Faszination an dieser Arbeit und weil er sie, wie alles, gut machen wollte, schlug er ein Angebot, in der australischen Kultserie „ Neighbours“ mitzuspielen, aus und begann statt dessen an der renommierten „Western Australian Academy of Performing Arts“ (WAAPA) eine fundierte Ausbildung, die er 1994 mit Auszeichnung abschloss. Unmittelbar im Anschluss spielte er bereits für das Fernsehen: einen Häftling in dem australischen 10-Teiler „Corelli“. 1995 war er als Gast in einer Staffel der beliebten Serie „Snowy River“ dabei und bewies im selben Jahr auch auf der Musicalbühne in „Beauty and the Beast“ sein Show-Talent, wofür er für den „Besten männlichen Darsteller in einem Musical“ nominiert wurde. Und das war erst der Anfang. Sicher kam dem Schauspieler zu Gute, dass er sich als jüngstes von fünf Kindern immer behaupten musste und er es früh gelernt hat, dass man nur mit Leistung dauerhaft überzeugen kann - so ist es ihm in Fleisch und Blut übergegangen, jede Rolle als eine Aufgabe zu sehen, die „das Recht hat“, so gut wie möglich erledigt zu werden.

Jackman wäre allerdings nicht Jackman, wenn er nicht mehr als Vielfalt und ernsthafte Arbeit zu bieten hätte - das können andere auch vorweisen. Spätestens dann, wenn man ihn auf der Bühne erlebt hat oder wenigstens die Verfilmung des Musicals „Oklahoma!“ aus dem Jahr 2000 kennt, ahnt man, wo der wahre Unterschied zwischen anderen Größen der Schauspielkunst und Hugh Jackman liegt: Es ist seine unglaubliche, Arenen füllende Präsenz. Wenn man je jemandem angemerkt hat, dass es seine Berufung ist, Menschen zu unterhalten, zu bezaubern und in andere Welten zu entführen, dann ihm. „Dafür geboren sein“ erhält durch Jackmans Auftritte - übrigens auch als Entertainer wie bei den Tony-Awards 2003, 2004 und 2005 und bei den zahlreichen Shows, in denen er gern gesehener Gast ist - einen ganz neuen Klang. Das hat ihm unter anderem einige Auszeichnungen für seine Rolle als Peter Allen eingebracht und jede Menge begeisterter Fans.

Nun ist es Gott geklagt ja nicht so, dass Leistung im Showgeschäft reichen würde, um noch vor dem Rentenalter als Star anerkannt zu werden. Mann muss schon auch gut aussehen, möglichst charmant und unterhaltsam sein, irgendwie wie der Typ von nebenan wirken und trotzdem dieses gewisse Etwas haben, das man nicht überall trifft. Mann muss Muskeln haben und Herz und Stil und Humor und Ehrlichkeit im Blut. Um die Mischung perfekt zu machen, braucht Mann Sexappeal, muss im Anzug hinreißend aussehen und in Jeans und Shirt, Unterhemd oder oben ohne eine Augenweide sein. Er muss sich bewegen - am besten tanzen - und womöglich auch noch singen können. Mann darf auch gern mit diesem Sexidol-Image kokettieren, solange Mann sich nichts darauf einbildet und seiner Ehefrau treu und den beiden Kindern ein liebevoller Vater ist. Je nachdem, wie viel und was davon fehlt, klettert Mann schneller oder langsamer auf der Beliebtheitsskala dieser oder jener Altersgruppe nach oben. Nun, Sie ahnen es schon: Hugh Jackman rast auf den Skalen nach oben. In jeder Altersklasse. Und nicht nur bei Frauen.

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Version vom 12. 01. 2007 19:40

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Josie
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Hallo Jon

Der zweite Satz "klemmt". Fast hätte ich nicht weitergelesen, weil ich mir beim Lesen fast die Zunge gebrochen hätte...grins...

^...auf der Beliebtheitsskala dieser oder jener Altersgruppe nach ob.^ - nach oben.

Ansonsten sehr informativ, interessant, gut geschrieben.
Macht neugierig.

LG Josie

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jon
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Das "ob(en)" ist behoben, den zweiten Satz teile ich mal, dann ist er nicht mehr so atemlos (obwohl das gut zu Hugh passen würde).


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