Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5471
Themen:   93001
Momentan online:
289 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Anonymus
Hunger
Eingestellt am 26. 11. 2004 18:04


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hunger

Ich wei├č nicht woher es kommt.
Dieses unsagbar gro├če Hungergef├╝hl,
diese Leere
die Sehnsucht

Ein Verlangen
eine Sehnsucht
ein Ruf
ein Appell
ein Schrei

Verzweifelt
kratze ich aus jeder Ritze,
├Âffne jedes noch so kleine T├╝rchen,
zwinge mich in zu enge Kost├╝m
um mich neben l├Ąchelnden Damen und Herren
wiederfinden zu k├Ânnen

Mein Nacken ist steif geworden
vom langen Recken, Strecken und Suchen
meine Augen m├╝de
dennoch, treibe ich mich an
Recherchen
├╝ber die Fehler
und Erfolge
meines Nachbars zu treiben
um satt zu werden.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Anonymous,

hier scheint jemand das Leben als ein gro├čes B├╝ffett
zu sehen, aus dem sich jeder bedient, nur der Prot.
nicht. Er hat Hunger, kommt aber nicht dran, weil
schon so viele andere dort stehen und ihm immer
alles vor der Nase wegschnappen.
Das Einzige was er macht ist, er beobachtet was
der oder jenige sich geschnappt hat, oder was dem oder
jenigen vor der Nase weggeschnappt wurde.
Und weil man ihn nicht "mitessen" l├Ą├čt beschr├Ąnkt
er sich zwangsl├Ąufig auf das Beobachten der "Essenden".
Trotzdem versucht er immer wieder in jede kleine Ritze
zu dringen, etwas vom B├╝ffett wegzuschnappen -
scheinbar vergeblich. Selbst dann, wenn er sich optisch
dieser Gesellschaft angepa├čt hat und genau so
in ein "Mangager-Erfolgskost├╝m" steigt wie diese,
selbst dann kommt er einfach nicht dran - kann sich
seine Wampe nicht voll schlagen.

Trotzdem versucht er es weiter - anstatt "nach Hause"
zu gehen (in sein Inneres) bleibt er da.
Anstatt seinen "wirklichen" inneren Hunger zu stillen,
mit wesentlich "einfacheren Gerichten", die auch er
zaubern kann in seinem "Zuhause", sprich anstatt
in sich das Stillen des Hungers zu versuchen, l├Ąuft er immer
wieder zu diesem B├╝ffett um es zu versuchen.
Sein ganzes Elend ist, nichts abzukriegen - sein ganzes
Gl├╝ck ist - zu sehen, da├č andere manchmal auch nichts
abbekommen.

So kommt er nie zur Ruhe - so nicht.....
Hier k├Ânnte man nur sagen "Geh endlich nach Hause!"
Aber, ob er es auch will?
Kann er es ├╝berhaupt????
Wahrscheinlich wird er sich zu Tode hungern........

Dieses Gedicht gef├Ąllt mir, auch wenn ich es vielleicht
falsch verstanden habe

Liebe Gr├╝├če
Klopfstock

Bearbeiten/Löschen    


Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

An Anonymous

Was immer hier an Erfahrung versucht wurde, mitzuteilen, hat seine Berechtigung. Am Kaffeetisch, in einer Kneipenrunde, am Buffet...

Nur eine hat es nicht: mit literarischem Anspruch hat es wenig zu tun.

Und wie geh├Ąuft in letzter Zeit wird nur Lebenserfahrung, sprich Inhalt beklatscht, und der eigentliche Sinn dieser Literatur-Seite vernachl├Ąssigt: die Umsetzung der Erfahrung, die jedem von uns wohl bekannt ist, in literarische Form.

Stark ├╝berarbeitungsbed├╝rftig.

Lotte Werther

Bearbeiten/Löschen    


DonQ
Guest
Registriert: Not Yet

Hier wird ein Hunger auf hohem Niveau geschildert. Eigentlich geht es mehr um Neid. Die Form als solche spricht mich nicht an.

Bis dann

Jan

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Anonymus Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!