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Leselupe.de > Anonymus
Hurenhaut
Eingestellt am 22. 08. 2008 11:45


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

I

Zitternde Finger, gierig und geil,
strecken sich aus nach der Braut.
Suchen Erlösung, das schnelle Heil,
den eigenen Trost auf jedem Teil
der mond’nen Hurenhaut.

Zitternde Finger, kräftig, beringt,
tief bohr’n sie in jedem Spalt.
Hoffend, dass kurzer Juni gelingt
und nicht wieder Frost Starre bringt.
Doch Hurenhaut ist kalt.

Frierende Finger, mĂĽde und taub,
ziehen sich bald schon zurĂĽck.
Wissen, sie griffen in toten Staub,
fĂĽhlen sich selbst nun wie welkes Laub.
Noch ferner scheint, was GlĂĽck.

Erstorbene Finger, leichenstarr,
schweigen, nein: sprechen vom Tod.
Vergessen bald: wie kalt das grad war
auf der Hurenhaut, im Hurenhaar.
Im verschmierten Lippenrot.

Zitternde Finger, gierig und geil,
strecken sich aus nach der Braut...

II

Was lächelt so freundlich
herab in den SchweiĂź
der schwitzenden Leiber,
die scheinbar so heiĂź?

Was seufzet so traurig
und wissend herein?
Wird eines gefall’nen
Engels Seele sein.

Das Seelchen lächelt, seufzt
und summt. Und es schaut.
Auf seine mond'ne, einst
juniwarme

Haut.


Version vom 22. 08. 2008 11:45

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