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Leselupe.de > Science Fiction
IRONSIDE I Teil 2
Eingestellt am 19. 11. 2001 21:31


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Rei
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2, Erwachen

Lucy wachte mit einem ordentlichen BrummschĂ€del auf. Als ob sie die ganze Nacht gesoffen hĂ€tte und sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund einen Bienenstock ins Gehirn hatte pflanzen lassen. Sie rieb sich die Augen und gĂ€hnte herzhaft. Sie streckte sich und fiel aus dieser Bewegung aus dem Bett. Sie lag einige Sekunden total perplex auf dem Boden und redete den Bienen in ihrem Kopf gut zu, sich nicht so anzustellen und endlich mal ruhig zu sein, damit sie eventuell denken konnte. Dann wĂŒhlte sie sich ungeschickt aus den Laken und saß im Dunkeln auf dem Boden. Sie dachte nach. War sie schon mal aus dem Bett gefallen? Sicherlich, aber nicht, wenn sie sich streckte und gĂ€hnte.
Da stimmt was nicht, dachte sie trĂ€ge und krabbelte zurĂŒck. Aber sie hatte keine Lust, jetzt darĂŒber nachzudenken. Soweit sie noch wusste, waren Ferien, und da wĂŒrde sie sicherlich noch nicht aufstehen. WĂ€r ja noch schöner. WĂ€hrend sie das zweite Bein nachzog, knallte sie mit dem Kopf an die Wand. Erschrocken schrie sie auf, wich zurĂŒck und fiel wieder aus dem Bett. Lucy sah im Dunkeln an die Decke und dachte an gar nichts. Nicht ans aus dem Bett fallen, nicht an die Wand, die da gar nicht hĂ€tte sein dĂŒrfen, und auch nicht an die Tatsache, dass sie weder ihren Wecker noch die Standby-Leuchte von Fernseher und Stereoanlage sah, geschweige denn die Leuchtanzeige ihres Weckers. Und vor allem dachte sie nicht daran, dass sie es beim Schlafen niemals SO dermaßen dunkel hatte... Sie lag einfach da und dachte an nichts. Ach ja, nichts denken, auch eine feine Sache...

Das Licht war grell, als es aufflammte und sich schmerzhaft in ihre Augen brannte. Lucy zuckte zusammen und schlug die HĂ€nde vors Gesicht.
„AUFS...!!“ eine MĂ€nnerstimme schrie lauthals los, war aber gleich wieder verstummt. „VERDAMMT, WAS TREIBST DU AUF DEM BODEN, DU NICHTSNUTZ?“
Lucy nahm langsam die HĂ€nde runter und öffnete vorsichtig die Augen. Die Decke war anders, war ihr erster Gedanke. Sie legte den Kopf auf die Seite und sah einen Mann in Tarnhosen und einem grĂŒnen T-Shirt. Er hatte kurze, braune Haare, und seine Augen blitzen böse auf. Er schien keinen Spaß zu verstehen, aber Lucy war noch so tranig, dass sie das gar nicht erkannte. Sie setzte sich langsam auf und sah, dass sie etwa einen Meter von einem kleinen Bett entfernt auf dem Boden lag, umgeben von einer Decke. Sie trug ein T-Shirt, das sie nicht kannte, und sah lauter Dinge, die sie nicht kannte. WO WAR SIE?!?
„JETZT STEH ENDLICH AUF!!“ polterte der Mann plötzlich. „ODER SOLL ICH DIR HELFEN?!?“ Mit zwei schnellen Schritten war er bei ihr, packte sie unsanft am Arm und zog sie auf die FĂŒĂŸe.
Lucy sah ihn an und bekam eigentlich immer noch nichts richtig mit. Was hatte der Kerl ihr da gestern gespritzt? Und was war mit seinen Augen gewesen?!? Lucy riß die Augen auf und bekam Angst. Wo war sie hier? Im Irrenhaus?!? Sie wollte sich losreißen, aber der Mann ließ sie nicht los. Er packte sie noch fester.
„Wolverty.“ Raunte er.
Woher um alles in der Welt, kannte er ihren Namen?
„Auch wenn deine Mutter hier sehr angesehen war, ist das noch kein Grund, dich zu bevorzugen.“
Als er ihre Mutter erwÀhnte, wurde Lucy seltsam ums Herz. Ihre Mutter war hier? Oder war es gewesen? Wo zum Teufel war HIER?!?
„JETZT BEEIL DICH UND ZIEH DEINE SACHEN AN!!“
Er schubste sie unsanft aufs Bett und stapfte dann aus dem Zimmer. Eine TĂŒr glitt hinter ihm zischend zu, und Lucy war allein. Wieder einmal.

Ihre Mutter? Was wusste er von ihrer Mutter?

Lucy schaute nach den erwĂ€hnten Sachen und fand eine Tarnhose, ein grĂŒnes T-Shirt, so wie der Kerl es getragen hatte, und ein Tarnhemd. Sie zog die Sachen an und zum Schluß fand sie noch feste, schwarze Stiefel in einem kleinen Schrank. Die Hosenbeine ließ die bis auf die Schuhe baumeln. Sie wunderte sich, dass die Sachen passten und noch mehr wunderte sie, dass sie das Zeug ĂŒberhaupt anzog. Dabei stand ihr grĂŒn nicht einmal...

Ihre Mutter. Er hatte ihre Mutter erwÀhnt.

Lucy fuhr sich mit den Fingern durch die langen, dunklen Haare und band sie provisorisch mit einem Gummi zusammen, der bei den Hosen dabei gewesen waren. Sie ging zu der TĂŒr und fragte sich noch, wie sie hier rauskommen sollte, da sie keinen Schalter oder Knauf sah, als die TĂŒr aufglitt und der Kerl vor ihr stand.
„WOLVERTY!!“ schrie er mit hochrotem Kopf. „WO ZUM TEUFEL BLEIBST DU?!? DU BIST NICHT AUF URLAUB HIER AUF STAR1!!“
Lucy zuckte zusammen.
„UND WIE DU AUSSIEHST!!“ kreischte er, als er Lucys Hosen sah. „DEIN BESCHISSENES HAARGUMMI GEHÖRT AN DIE HOSENBEINE!“
Lucy zuckte zusammen und wich zurĂŒck. Aber er war schneller und packte sie grob am Arm. Er riß das Gummi schmerzhaft aus ihren Haaren, schnappte sich das zweite und machte etwas an den Hosenbeinen. Lucy konnte es nicht genau sehen, denn er hatte sie rĂŒcklings aufs Bett geworfen, Keine Minute spĂ€ter zerrte er sie wieder auf die Beine. Die Hosenbeine schlossen nun akurat mit dem Stiefelschacht ab und machten dicke Oberschenkel, wie Lucy unwillkĂŒrlich denken musste. Wieder wurde sie grob gepackt und aus dem Zimmer geschleift.

Scheiße, dachte sie, was ist das fĂŒr ein Traum?

Und sehnsĂŒchtig dachte sie: Hoffentlich renne ich bald gegen eine Laterne oder werde von einem Hund als Baum missbraucht. Irgendwas muß passieren, dass ich endlich aufwache.


C Rei 05072001

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Michael Schmidt
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Was mir fehlt, ist der Moment, indem Lucy sich daran erinnert, was im ersten Teil passierte. Erst weiß sie die Geschehnisse nicht mehr, und plötzlich fragt sie sich, was der Kerl gespritzt hatte???

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