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Leselupe.de > Fantasy und Märchen
Ich - Tod
Eingestellt am 30. 12. 2017 21:23


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Roarke Negan Devil
Hobbydichter
Registriert: Aug 2017

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La vie de la mort „Jack“

Ich bin der Tod. Jeder kennt mich, viele fürchtet mich. Ich bin allgegenwärtig und bin älter als die Menschheit. Ich habe daher auch keinen festen Wohnsitz. Täglich, ja sogar sekündlich bin ich unterwegs um einen Sterblichen von der Erde vom Diesseits ins Jenseits zu holen. Ich arbeite alleine und trage dabei immer eine schwarze Robe mit Kapuze. Ich bin weder vom Gott noch vom Teufel eingestellt. Dennoch gehen die Seelen der Verstorbenen entweder in den Himmel oder in die Hölle. Obwohl ich kein Mensch bin und ich keine Gefühle oder Emotionen zeige, jagt mir der Höllenkönig Luzifer eine Angst ein. Es ist keine gewöhnliche Angst, eher Panik, denn er ist in der Lage mich nach Unten zu holen. Dann würde ich auch meine Fähigkeit die Sterblichen ins Jenseits zu holen verlieren. Ich trage eine Liste immer bei mir auf der die Namen der Menschen stehen, die ins Jenseits gebracht werden sollen. Das geht ganz einfach: ich brauche die Leute nur zu berühren. Ich bewege mich lautlos und ohne Spuren oder überhaupt nur gesehen zu werden durch Raum und Zeit, von einem Ort zum anderen, von einer Sekunde zur anderen.

Dies ist meine Geschichte:

Wir haben das Jahr 2017. Im Laufe der letzten Jahrzehnte musste auch ich mich der modernen Technologie und der Wissenschaft anpassen.
An einem schönen, sonnigem Morgen, an dem die Vögeln zwitschern und es warm ist, ist mein erster Auftrag eine junge Frau. Sie liegt im einem örtlichen Krankenhaus. In ihrem Krankenzimmer ist sie an einem Herzmonitor und an diversen Schläuche angeschlossen, die sie am Leben halten sollen. Ich steh bei ihr im Zimmer neben ihrem Bett. Kurz bevor ich sie berühre und ihre Seele ihren Körper verlässt, schaue ich sie mir kurz an. Ich sage noch zu ihr: „Es wird nun Zeit!“ Daraufhin berühre ich sie an der linken Schulter. Der Herzmonitor zeigt nun einen durchgehenden Strich und ein Lautes Piepsen ist zu hören. Ich muss mich beeilen um zu verschwinden, bevor der Arzt oder die Krankenschwester kommen. Mich darf keiner bei der Arbeit sehen, sonst würde sehr wahrscheinlich eine Massenpanik ausbrechen. Ich gucke auf meine Liste um den Namen von meinem nächsten Termin zu sehen. Die Termine ziehen sich bis in die Nacht hinein. Ich habe den ersten Termin am nächsten Tag bereits schon um 6 Uhr. Da ich eigentlich nicht schlafe, sondern nur meditiere, dürfte ich ja nicht verschlafen. Aber so was in der Art passiert. Ich vergesse die Zeit durch das Meditieren. Aus der Meditation erwache ich erst drei Stunden später. An diesem Tag habe ich auch noch Verkehrsunfälle, die ich bearbeiten muss. Diese muss ich allerdings zu erst machen. Das kann keine drei Stunden warten. Der erste ist ein Treckerunfall, bei dem der Fahrer unterm Trecker liegt. Es ist mir egal, wie die Unfälle passieren. Auch hier muss ich mich beeilen, denn die Rettungskräfte wurden schon alarmiert und sind schon auf dem Weg. Ich höre die Sirenen schon. Ich bewege mich zu meinem nächsten Unfall, als mein Weg von einem Mann in einem Anzug, Hemd und Krawatte mit einem Aktenkoffer in der Hand unterbrochen wird. Ich weiß sofort wer er ist, nämlich der Teufel Mephisto. Er ist einer der Teufel, die unter anderem in einer Menschengestalt auf Erden umher wandern kann. Wir begrüßten uns mit einem Händedruck. Anschließend frag ich ihn: „WAS KANN ICH FÜR DEN GROSSFÜRSTEN MEPHISTO TUN, WENN ER SCHON AUF ERDEN
KOMMT?“ Mephisto antwortet mir kurz angebunden: „Wir wissen, dass du die Zeit vertrödelt hast und drei Stunden im Rückstand bist. Ich soll dir etwas von Luzifer geben!“ Mephisto holt ein Blatt aus seinem Aktenkoffer. Ich lese mir das Blatt durch, wo ein Angebot vom Höllenkönig Luzifer drauf steht, welches beinhaltet, dass ich ihm die nächsten 20 Seelen bringe, egal ob sie in ihrem Leben gut waren oder nicht. Nachdem ich mir das durchgelesen habe, frag ich Mephisto, was mir passieren würde, wenn ich es nicht annehmen. Er sagte mir: „Oh Du wirst es annehmen müssen. Da hast du keine andere Wahl!“ „ABER ICH HABE DOCH NOCH BEDENKZEIT?“ frag ich nach. „Nein. Normal nicht. Aber da du Heute im Stress bist, weil du verschlafen hast, wollen wir nicht so sein. Du hast bis 24 Uhr heute Nacht Zeit das zu unterschreiben. Entweder komm ich oder ein anderer um das abzuholen!“ antwortet er. Daraufhin reichte er mir die Hand. Ich schüttel ihm die Hand zum Abschied. Er geht zu einem Auto mit getönten Scheiben, an dem ein junger Mann steht. Anscheinend sein Chauffeur. Mephisto kommt häufig auf Erden und jedes mal hat er einen Chauffeur dabei, eigentlich sogar immer den selben. Ich sehe ihnen hinterher als sie weg fahren, bevor ich meinen Weg fortsetze.

Während ich dahineile, geht mir das Angebot nicht aus dem Kopf. Was würde passieren, wenn ich nicht zustimme? Holt mich der Höllenkönig in die Hölle? Dämonen neigen dazu zu betrügen und belügen um das zu bekommen, was sie wollen. Gerade Mephisto kann sehr überzeugend sein und sein Gegenüber sehr gut einschüchtern. Immerhin habe ich noch Respekt vor der Hölle und den Bewohnern. Ebenso wenig bin ich von deren Fähigkeiten beeindruckt. Ich weiss was sie auf Erden können. Sie haben nicht ihre volle Macht und sind begrenzt.

Wenige Minuten später, obwohl mir die Zeit eigentlich egal ist, komme ich an meinem Ziel an. Ein junger Mann droht in seinem Auto durch einen weiteren Unfall zu verbrennen. Das ist erst mal der letzte Unfall an diesem Morgen. Da die 4 Elemente der Welt, Feuer, Wasser, Erde, Luft mir nichts anhaben können, stelle ich mich zu den in Flammen stehenden Mann und berühre ihn leicht an der Schulter, dass seine Seele aus den Körper geht, ohne das mir etwas passiert. Aber es ertönen schon wieder die Sirenen. Das ist immer ein Zeichen, dass ich mich beeilen soll. Nachdem das erledigt ist, mach ich mich wieder auf den Weg zu meinem nächsten Termin. Das geht den ganzen Tag so weiter. Ab jetzt hab ich ein paar Haushaltsunfälle und auch einen Baustellenunfall. Aber das grössere kommt erst gegen Abend. Auf einer Kirmes ist ein Zug einer Achterbahn entgleist. Mehrere kurz vor dem Tod stehende Menschen. Ich bin körperlich ausgestattet wie ein Mensch. Ich kann immer nur zwei Menschen gleichzeitig berühren. Insgesamt sind es ungefähr 15 Menschen, die ich ins Jenseits schicken darf. Dadurch das es so viele sind, vergesse ich das Angebot von Luzifer völlig. Kaum zu glauben, dass ich als Tod etwas vergesse, aber es ist wirklich so. Bei so vielen Aufträge kann selbst mir das passieren.

Pünktlich um 24 Uhr will ich zu meinem nächsten Termin, als sich mir wieder Mephisto in den Weg stellt. Natürlich wieder mit dem gleichen Chauffeur. Ausserdem ist noch ein anderer Mann dabei. Ich ergreife das Wort: „DU KOMMST UM DEN VERTRAG ZU HOLEN! DU KANNST ABER GLEICH WIEDER GEHEN UND DEINEM BOSS SAGEN, DASS ICH DAS ANGEBOT ABLEHNE!“ Mephisto entgegnet mir: „Das ist nicht gut. Aber das kannst du ihm selber sagen!“ Erstaunt frag ich ihn: „WIE? SOLL ICH ETWA IN DIE HÖLLE? ICH HABE KEINE ZEIT UND DU BIST DAFÜR ZUSTÄNDIG!“ Ich vergesse manchmal, dass man einen Teufel nicht. provozieren oder verärgern sollte. Doch Mephisto bleibt ruhig. Er meint nur: „Du wirst es annehmen müssen. Du hast keine andere Wahl! Ich dachte, ich hätte dir das schon beim ersten Mal klar gemacht!“ „ICH LASSE MICH VON KEINEM BEEINFLUSSEN!“ sag ich daraufhin. Mephisto ruft den anderen Mann dazu. Dieser kommt auch sofort. Anschliessend meint Mephisto: „Sean wird dich in die Hölle bringen und dich auch wieder mit zurück bringen!“
Die Diskussion mit dem Grossfürsten der Hölle dauert einige Minuten. So lange bis es mir reicht und ich stimme dem Angebot zu. Ich unterschreibe den Vertrag dann doch. Mephisto meint daraufhin: „Geht doch!“ sagt Mephisto zynisch. Kurz darauf pfeift er Sean zurück. Ich gebe den Zettel Mephisto zurück. Wenig später verabschiedet er sich von mir und auch die anderen verschwinden mit ihm. Ich setz meinen Weg fort.

Der unterschriebene Zettel ist ab sofort gültig. Ab meinem nächsten Termin muss ich nun 20 Seelen runter schicken. Sollte ich mich nicht daran halten, drohen mir Konsequenzen, in dem mich Luzifer in die Hölle holt und ich meine Fähigkeiten verliere. Einen Teufel, es ist egal welcher, sollte man gar nicht über den Tisch ziehen und ihn betrügen oder belügen. Das bemerken sie sowieso. Aber es ist gut so, denn um so schneller bin ich mit dem Angebot fertig.
Es dauert etwas bis ich an meinem Termin ankomme. Bei den sekündlichen Terminen komme ich schnell an meine 20 Seelen. Das doppelte würde ich locker auch noch schaffen. Ich kenn´ aber auch die Dämonenwelt. Sie verändern auch mal ganz gerne die Vertragsbedingungen zu ihren Gunsten. Zum Beispiel werden aus 20 ganz schnell 40 oder mehr.

Als ich an dem Ort meines Termins ankomme, beginne ich sofort mit der Arbeit. Ich berühre die junge Frau an der Schulter und lass sie sterben. Die Seele wandert nach unten. Man kann sehen wie eine fast durchsichtige Lichtkugel aus dem biologischen, toten Körper schwebt und sich langsam nach unten hin in den Fußboden verschwindet.
Nach ein paar Stunden, die Nacht ist mittlerweile auch vorbei, hab ich bereits die vereinbarten 20 Seelen runter geschickt. Es wird schon hell. Doch eigentlich sind Raum und Zeit sowie die Jahreszeiten fĂĽr mich eher uninteressant. Ich arbeite das ganze Jahr ĂĽber durch.
Es kommt wie ich es mir gedacht habe. Obwohl Mephisto das Tageslicht nicht ausstehen kann, steht er schon vor mir. Er kommt tatsächlich mit der Absicht die Vertragsbedingungen zu deren Gunsten zu ändern. Als Begründung gibt er an, weil ich so schnell mit den 20 fertig war. Jetzt sind gerade mal ein paar Stunden vergangen, da verlangen sie schon 70 Seelen und das in kürzester Zeit. Da beginne ich zu protestieren: „DAS WAR NICHT TEIL DER ABMACHUNG. ICH HABE MEINEN TEIL ERFÜLLT. IHR KÖNNT DIE VEREINBARUNG NICHT EINFACH ÄNDERN SO WIE ES EUCH PASST!“ Jedoch lässt sich Mephisto nicht aus der Ruhe bringen. Er sagt, dass er nur der Überbringer der Nachricht ist. Ausserdem fügt er noch hinzu, dass ich mich bei Luzifer direkt beschweren soll. Aber ich werde mich nicht beschweren. Ich habe keine Lust auf eine Diskussion, weder mit Luzifer noch mit Mephisto. Das schaff ich locker. Also stimme ich dem ebenfalls und mit Protest zu.

Diesmal geht das Gespräch nicht so lang. Direkt als Mephisto verschwindet, mach ich mich auf dem weg zum nächsten Termin. Ein paar Minuten vergehen als ich dort ankomme. Es ist wieder eine junge Frau und dessen 4 Jährige Tochter. Die gesamte Wohnung steht in Flammen. Aus irgendeinem mir unbekannten Grund konnte ich sie nicht sterben lassen. Im Gegenteil: ich rette sie und dessen Tochter aus der Kohlenstoffmonoxid reichen Wohnung. Fragt mich nicht warum und wie. In dem Moment habe ich etwas menschliches gefühlt. Hat Mephisto oder Luzifer vielleicht etwas in mir ausgelöst? Aber wie haben sie es gemacht? Vor allem was haben sie gemacht? Was ist das? Die junge Frau sieht mich als Mensch, aber nicht der ich eigentlich bin. Als sie mich fragt wie ich heisse, sage ich nur: „JACK!“ Auch sie sagt mir ihren Namen, Ellie. Dann hörten wir die Sirenen. Das ist eigentlich ein Zeichen für mich, dass ich verschwinden sollte. Doch ich geh nicht. Sie will, dass ich da bleibe. Die Sirenen kommen immer näher. Kurz bevor die Rettungskräfte und die Feuerwehr eintrifft, verschwinde ich dann doch. Zuvor fragt sie mich, ob wir uns wieder sehen. Ich wundere mich, warum ich während der nächsten Stunde nichts von Mephisto höre. Aber in der Zwischenzeit habe ich schon einige Seelen runter geschickt. Wahrscheinlich war er deswegen so ruhig.

Innerhalb von einer Stunde habe ich ungefähr 25 Seelen runter geschickt. Ich brauche daher also nur noch 55 weitere. Allerdings brauche ich dafür noch etwas Zeit, weil ich gerade etwas Leerlauf habe und etwas durch schnaufen kann. Ich kann aber die junge Frau nicht vergessen. Was zum Teufel ist los mit mir?
Selbst beim nächsten Termin kann ich sie nicht vergessen. Hat Mephisto oder Luzifer, vielleicht auch beide etwas in mir ausgelöst?
Ich habe immer noch etwas Menschliches in mir. Ich merke ein komisches Gefühl in meinem Magen. Ich glaube ihr Menschen sagt dazu „Schmetterlinge im Bauch“.
Ist das Liebe? Aber ich bin doch kein Mensch, warum empfinde ich dann Liebe? So was kenn´ ich nicht. Will ich kein TOD mehr sein? Will ich von nun an Sterblich sein?

Ich bin schon lange der Tod. Ich bin nicht der erste, aber auch nicht der Letzte. Es gibt noch andere auf Erden. Also mussten die Teufel was gemacht haben. Das kommt doch nicht von alleine, nicht bei mir. Da bin ich mir langsam sicher. Ich warte bis Mephisto wieder auftaucht. In der Zwischenzeit mache ich meine Arbeit. Lange brauch ich nicht zu warten. Vielleicht ahnte er schon, dass ich mit ihm reden will. Als er wieder vor mir steht, frage ich ihn direkt: „WAS HABT IHR MIT MIR GEMACHT?“ Er antwortet mir auch sofort: „Ich weiss nicht was du meinst Jack. Was sollen wir gemacht haben?“ Ich erzähl ihm was mir passiert ist und ich weiss, er nimmt mich grade nicht ernst. Nachdem es ihm erzählt habe, meint er: „Du und Menschlich. Das sollen wir gemacht haben? Du weisst, dass wir mit Gefühlen nichts zu tun haben. Das hast du selbst in dir ausgelöst, weil du es zugelassen hast!“ Ich will das nicht glauben. „Ich war auch mal so eine Zeit lang! Falls du wieder etwas willst... hier!“ Mephisto gibt mir eine Visitenkarte mit einer Handynummer und sogar einer Adresse drauf.

Kurz darauf verschwindet er. Ich setze meinen Weg fort. Es ist Nacht und die Dunkelheit zieht übers Land. Ich bewege mich wieder auf die Wohnung der jungen Frau Ellie und ihrer 4 jährigen Tochter Lily zu. Wieder beobachte ich sie einige Zeit. Mittlerweile habe ich 40 Seelen in den letzten Stunden runter geschickt. Nach etwa einer Stunde geh ich wieder. Ich hole die Visitenkarte hervor. Auf Erden nennt er sich Roarke. Ich denke ernsthaft darüber nach Sterblich zu werden. Anscheinend wohnt er auch auf Erden. Also bewege ich mich zu der Adresse hin.
Ich stehe nun vor einer grossen, prunkvollen Villa. Ich habe keine Ahnung wo ich hin muss, aber eines ist sicher, in dem Haus brennt kein Licht. Daher gehe davon aus, dass die Bewohner im Bett sein müssen. Keine Minute später stehe ich bei ihm im Schlafzimmer. Eine junge Frau wird wach und erschreckt sich. Sie weckt ihren Mann. „Roarke wach auf. Da steht wer im Raum!“ Es dauert eine Weile bis Roarke wach ist. Er schaut dann kurz auf. „Er ist nicht wegen dir hier!“ meint er zu der Frau. Anschliessend verlangt er von mir schnell auf den Punkt zu kommen was ich von ihm will. Bevor ich ihm jedoch mitteile, dass ich sterblich werden will, frag ich ihn: „WEISS SIE WER DU WIRKLICH BIST?“ Er antwortet mit Ja. Jetzt weiss ich was er damit meint, dass er das auch hatte was ich jetzt habe. Er fügt noch hinzu, dass die Frau seine Ehefrau ist. „ICH WILL, DASS DU MIR MEINE FÄHIGKEIT NIMMST. ICH WILL NICHT MEHR ALS TOD ARBEITEN. STATTDESSEN WILL ICH WIE GANZ NORMALER STERBLICHER LEBEN!“ Mephisto entgegnet mir: „Das kann ich nicht machen. Das kann nur Luzifer selber. Bist du dir da absolut sicher?“ Ich weiss nicht wirklich, ob er auf diese Frage eine Antwort wollte. Aber ich antworte ihm mit einem einfachen Ja. „Aber Luzifer wird es noch nicht machen, denn du hast noch nicht den Pakt erfüllt!“ sagt er. Da muss ich ihm leider recht geben. Mir ist klar, dass ich den Deal noch einhalten muss. Ausserdem brauche ich auch noch ein Nachfolger. Aber den werde ich mir selber aussuchen. Ich versuche mit Roarke, oder wie ich ihn auch nennen soll, einen erneuten Deal auszuhandeln. Ich schlage ihm vor, dass ich von nun an sterblich lebe und mein Nachfolger den Deal zu Ende macht. Doch darauf lässt sich Roarke nicht ein. Er gibt mir zu verstehen, dass ich das zu Enden bringen muss.

Ich beschliesse fĂĽr mich, dass ich die letzten 30 Seelen noch runter schicke. In der Zwischenzeit suche ich mir dann noch meinen Nachfolger. Nach den 30 Seelen will ich sterblich werden. So ist mein Plan.
Wenig später setzte ich meinen Plan in die Tat um. Ich verlasse die Villa und geh dann direkt zu meinem nächsten Termin. Der Zufall bringt mich zu einem jungen Mann, den ich mir als mein Nachfolger aussuche. Aber ich kann ihn erst später zu meinem Ersatz machen. Ich lasse ihn noch leben fürs erste. Stattdessen widme ich meine verbleibende Zeit für die nächsten 30 Seelen.

In der Tat brauche ich dafür an die 2 Stunden. Ich habe auch ein paar Pausen dazwischen. Nach diesen 2 Stunden kann ich mich um meinen Nachfolger kümmern. Ich kehre zu der Adresse zurück. Nichts ahnend schläft der junge Mann in seinem Bett weiter. In mir kommt die Frage hoch, ob Mephisto bereits schon mit Luzifer gesprochen hat. Vielleicht sollte ich bevor ich den Mann in den Tod verwandle zuvor mal mit Mephisto erneut sprechen. Aber ich glaube, er würde mich verfluchen, wenn ich ihn jetzt noch mal wecke. Ich kann mir vorstellen, dass er genauso wenig schläft und mit seiner Seele unten in der Hölle ist. Ich entscheide mich dafür, dass ich bis zum nächsten Morgen warte. Es dauert nicht lange bist der Morgen und die Helligkeit über das Land hereinbricht. So gegen 8 Uhr stehe ich wieder vor der Villa. Mephisto / Roarke verlässt die Villa und sieht mich. Er kommt auf mich zu. Dabei fragt er was ich schon wieder will. Ich antworte ihm: „ICH HABE MEINEN TEIL DES DEALS ABGESCHLOSSEN. ICH HABE AUCH SCHON BEREITS EINEN NACHFOLGER FÜR MICH GEFUNDEN. HAST DU SCHON MIT LUZIFER GESPROCHEN?“ Er verneint die Frage. „Das werde ich entweder gleich noch machen, wenn ich Zeit habe oder spätestens Heute Abend!“ fügt er noch hinzu. Damit muss ich mich abfinden. Erstmal gehe ich wieder und erledige ich meine Arbeit. Einer muss es ja machen. Noch habe ich meine Fähigkeiten. Also muss ich es noch machen. Wenn Mephisto soweit ist, wird er sich schon melden oder wieder unerwartet vor mir stehen. Auf jeden Fall werde ich was von ihm hören. Ansonsten stehe ich wieder vor seiner Villa.
Doch um 00 Uhr habe ich immer noch nichts von ihm gehört. Daher stehe ich etwa eine halbe Stunde später bei ihm erneut im Schlafzimmer. Er kommt grade aus dem Badezimmer. „Was willst du denn schon wieder? Ach ja. Ich habe mit ihm gesprochen. Aber es ist noch nicht soweit. Er lässt dich noch nicht gehen. Frag mich bitte nicht warum. Das hat er mir nicht gesagt!“ sagt er. Ich stelle ihm die Frage: „HAT ER GESAGT, WAS ICH NOCH MACHEN SOLL?“ Er antwortet mir: „Nein. Das kommt vielleicht noch! Vielleicht will er aber auch nur über das nachdenken!“

Ich würde mit euch, liebe Freunde, wetten, dass da irgendwas zu seinen Gunsten kommt. Erstmal dampfe ich enttäuscht aus der Villa ab. Ich muss leider meinen Job weiter machen. Zumindest noch eine Zeit lang, was mich gerade etwas frustriert. Ich habe jetzt ein wenig Zeit. Daher gehe ich wieder zu der Wohnung von Ellie. Ich beobachte sie wieder aus einer dunklen Ecke heraus. Sie muss um 6 Uhr aufstehen. Bis dahin muss ich wieder weg sein. Zu diesem Zeitpunkt darf sie mich noch nicht wiedersehen. Ich bleibe ungefähr eine Stunde. Danach widme ich mich wieder meinen Terminen zu.

Seltsamer Weise höre ich die nächsten zwei Tage nichts von Mephisto. Jedoch am dritten Tag, beziehungsweise in der Nacht, kreuzte er auf einmal wieder meinen Weg. Er sagt direkt, was er will: „Ich weiss jetzt, warum er dich nicht gehen lassen will. Er macht es, aber nur unter einer Bedingung: wenn du menschlich bist, verkaufst du uns deine Seele. Den Vertrag habe ich gleich mitgebracht. Es ist alles fertig eingetragen. Du weisst wie das funktioniert!“ Währenddessen holt Mephisto ein paar zusammen getackerte DINA 4 Blätter hervor. Ich glaube er hat nicht damit gerechnet, dass ich den Vertrag noch durchlese. „ICH HABE DA EINE FRAGE. WARUM STEHT DA ETWAS VON EINEM GHOSTRIDER? ICH WERDE NICHT FÜR DICH DANN ALS GHOSTRIDER ARBEITEN!“ sage ich. Mephisto entgegnet mir: „Nein. Du missverstehst das. Nicht sofort. Erst wenn du stirbst. Statt, dass du dann weder nach oben noch nach unten gehst. Ich komm dann kurz vorher und mach dich zu meinem Ghostrider. Unterschreibst du den Vertrag geschieht das automatisch, ohne das ich dann anwesend sein muss!“ Ich unterschreibe den Vertrag. Ich bin auch mit den Bedingungen einverstanden. Aber kurz bevor ich den Stift auf das Blatt setze, zögere ich noch mal. Dann schiesst mir noch mal folgendes durch den Kopf: wenn ich unterschreibe, bin ich an Mephisto durch den Vertrag gebunden. Einerseits wäre das gut, denn er würde mich beschützen. Mephisto würde es nicht zulassen, dass seiner zukünftigen Seele und vor allem seinem Ghostrider etwas passiert. Aber andererseits wäre es nicht gut, denn wenn er mal schlechte Laune hat, muss ich vielleicht darunter leiden. Nein. Ich werde unterschreiben. Ich werde nicht kneifen. Zufälligerweise weiss ich, dass Mephisto ganz selten schlechte Laune hat. Nach der Unterschrift mit einem Stift, muss ich mir noch mit einer Stecknadeln in den Finger piksen. Es muss immer auch noch mit einem Tropfen Blut unterschrieben werden. Nur bei den Dämonen. Das ist die Regel der schwarzen oder auch satanischen Magie. Das machen nur die wenigsten Dämonen wie Mephisto, da sie nicht alle Fähigkeiten auf Erden haben. Daher bleibt ihnen nichts anderes übrig als mit Verträgen zu arbeiten.

Es gibt natürlich auch mit der Weissen Magie Verträge, die werden mit Liebe unterschrieben. Symbolisch mit einem Roten Lippenstift auf den Lippen und einen Kuss auf dem Blatt machen. Auch ich als der Tod habe Verträge. Noch bin ich der Herr über Leben und Tod. Nur ich habe die Macht und kann entscheiden wer wann stirbt. Sonst keiner. Doch nun wird es langsam Zeit, dass ich meinem Nachfolger meine noch Fähigkeiten übertrage.

Nachdem ich meine Unterschrift geleistet habe und dazu noch ein Tropfen Blut hinzugegeben habe, meint Mephisto zu mir: „Sag bescheid, wenn du deine Sachen erledigt hast und wir die Verwandlung vollziehen können. Aber früh genug. Ich brauche etwas Anlaufzeit wegen dem Öffnen des Portals!“ Ich weiss was er damit meint. Er muss für den Höllenkönig Luzifer ein Portal in einem Salzkreis öffnen, damit er auf die Erde kommen kann, ohne das ihm was passiert. Luzifer kann sich nicht zu einem Menschen auf Erden manifestieren. Er würde sich praktisch selbst vernichten. Dafür muss ein Salzkreis her, sowie ein Portal in Form eines menschlichen Körpers. Aber das einzige was er dann natürlich nicht darf ist den Salzkreis zu verlassen. Ich reagiere nur mit einem: „Ja. Ok!“ Langsam muss ich mir überlegen wie ich zu der Villa von Mephisto komme, nachdem ich meine Fähigkeiten abgelegt habe. Denn dann verliere ich auch das schnelle Reisen. Ich muss ganz normal mit Bus oder Auto fahren. Sehr wahrscheinlich fahr ich mit einem Auto.
Erstmal nehme ich das Schnellreise. Ich mache noch ein paar Termine. Zuvor vereinbare ich mit Mephisto, dass wir uns am nächsten Abend treffen. Bis dahin hat Mephisto alles vorbereitet und ich habe bis dahin hoffentlich alles geklärt. Kurz bevor ich sterblich werde, werde ich meinen Nachfolger abholen und mitbringen. Luzifer kann dann auch sofort die Kräfte übertragen. Doch es kommt meistens anders als man denkt. Natürlich klappt das am nächsten Abend nicht. Mephisto hat es bis dahin nicht geschafft. Also müssen wir das auf den darauffolgende Abend verschieben. Diesmal klappt es. Mephisto holt uns sogar noch ab.
Das ganze dauert in etwa ein bis zwei Stunden und ist für alle Beteiligten sehr anstrengend. Vor allem ist das für Mephistos menschlichen Körper sehr anstrengend. Diese Körper sind für eine solche Art der Belastung gar nicht ausgelegt. Er muss sich ganz dringend ausruhen.
Luzifer ist direkt nachdem wir damit fertig waren wieder zurück gegangen. Bei dem ganzen ist auch Roarkes (Mephisto) Ehefrau dabei gewesen. Welche Funktion sie hat, oder warum sie dabei war, weiss ich nicht. Aber es ist mir auch eigentlich egal. Ich habe nur mitbekommen, dass sie ihren Mann ins Bett gebracht hat. Sein Menschlicher Körper war sehr schwach.

So beginnt mein Leben als normal Sterblicher Mensch. Allerdings gefällt mir es nicht auf alles angewiesen zu sein. Ich beziehe mich da auf das Bus, Bahn und Auto fahren. Ich kann nun nicht mehr die Schnellreise verwenden. Ich fahre also mit dem Bus. Zu der Wohnung von Ellie und ihrer Tochter. Kurz darauf betrete ich das Haus. Es ist ein grosses Gebäude, aber ich finde die Etage auf der die Wohnung liegt recht schnell. An der Wohnungstür drücke ich auf die Klingel. Es ist sehr ungewohnt, dass ich von nun an menschlich bin. Ich muss etwas warten bevor mir jemand die Tür öffnet. Es ist Ellies 4 Jährige Tochter Emelie, die mir die Tür dann öffnet. Ich weiss nicht ob sie mich noch kennt. Sie schaut mich nur mit grossen Augen an. Kurz darauf kommt auch schon Ellie angerannt. Sie beginnt mit Emelie zu schimpfen: „Ich habe dir schon mal gesagt, dass du nicht immer an die Tür gehen sollst. Auch nicht wenn es klingelt oder klopft!“ Kurz darauf schaut Ellie hoch. Daraufhin schickt sie die Kleine in ihr Zimmer. Nur widerwillig geht Emelie ins Zimmer. Als die kleine um die Ecke ist, fällt mir Ellie um den Hals. Sie zieht mich in die Wohnung. Immerhin hat sie mich eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Sie wusste noch nicht mal, ob sie mich wiedersieht. Auf einmal stand ich vor ihrer Tür.

Ich bleibe die ganze Nacht bei ihr, obwohl sie am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen muss. Emelie steht um 7 Uhr auf. Sie muss um 8 Uhr in den Kindergarten. Ich bekomme von all dem nichts mit. Es tut gut mal zu schlafen. Einfach mal zu schlafen. Irgendwann, ich glaube so gegen 9 Uhr, weckt mich Ellie zum Frühstück. Das kenn ich nicht. Klar Essen und Trinken machen alle Menschen und Tiere. Das kenn ich. Ich kenn halt die Gewohnheiten der Lebewesen, da ich sie auch beobachtet habe. Bis jetzt brauchte ich weder Essen noch Trinken. Nein. Ich kenn das nicht, dass man mich weckt. Ich steh auf und geht ins Bad. Ellie geht in der Zwischenzeit in die Küche. Nach ein paar Minuten komm ich angezogen wieder aus dem Bad. Von nun an lebe ich wie ein ganz normaler sterblicher Mensch. Das ist zwar für mich eine Umstellung, aber der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Auch ich werde mich daran gewöhnen. Ich frage mich, ob mein Nachfolger seine Sache gut macht. Obwohl die Frage eigentlich überflüssig ist. In der Küche setze ich mich an den gedeckten Tisch. Ellie schenkt mir Kaffee in eine Tasse ein. Ich genieße das erste Essen meines neuen Lebens sowie den Kaffee.
Aber selbst nach ein paar Tagen, kann ich mich noch nicht wirklich an das neue Leben als sterblicher Mensch gewöhnen. Ich suche erneut die Villa von Roarke Mephisto auf. Vielleicht bekomme ich ja einen Rat von ihm.
Als ich dort an komme, klingel ich an der Haustür. Kurz darauf stehe ich in der Eingangshalle der Villa. Die Dame des Hauses kommt auf mich zu. Sie will wissen, was ich schon wieder will. Ich antworte ihr, dass ich ihren Mann sprechen muss. Anschliessend, aber mit zögern führt sie mich zu einem Arbeitszimmer. Dort klopft sie an die Tür an. Von innen kommt ein „Herein“. Daraufhin gehen wir zusammen in das Zimmer. Er sitzt hinter einem Schreibtisch. „Hier ist jemand der mit dir sprechen will, Roarke!“ meint sie zu ihrem Mann. Er schaut auf. Dann gibt er mir ein Zeichen, dass ich näher kommen soll und das ich mich in einem Sessel setzen soll. Seine Gattin lässt uns alleine in dem Raum. Ich setze mich in den Sessel vor dem Schreibtisch. Danach beginn ich erst mein Anliegen zu erzählen: „ICH BRAUCHE EINEN RAT VON DIR! ICH KANN MICH EINFACH NICHT DARAN GEWÖHNEN MENSCHLICH ZU SEIN. WIE MACHST DU DAS?“ „Das kann ich dir nicht sagen, Jack“ , beginnt er, „Es ist ganz einfach. Du musst dich nur darauf einlassen. Ich bin mittlerweile seit 37 Jahren auf der Erde als Mensch und seit 20 Jahren verheiratet. Du musst das aber selbst herausfinden, wie das für dich am besten ist!“ „KÖNNT IHR MICH NICHT WIEDER ZUM TOD MACHEN?“ Ich weiss, dass ich die Frage bereuen werde. Sehr zu meinem Erstaunen bleibt Mephisto bei seiner Antwort ruhig: „Nein. Du hast einen Seelenvertrag mit mir danach abgeschlossen und dazu noch einen Ghostrider Vertrag. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen!“

Ich bleibe noch eine Weile bei ihm und wir unterhalten uns. Er erzählt mir wie es für ihn damals war. Für ihn war es damals relativ einfach. Ich höre ihm aufmerksam zu. Vielleicht kann ich ja noch etwas davon gebrauchen, was ich umsetzen kann.
Ein paar Stunden sind vergangen, als ich die Villa wieder verließ. Mir ist klar was ich machen muss. Ich entschliesse mich, dass so zu machen wie Roarke. Nach einiger Zeit der Autofahrt kehre ich zu der Wohnung von Ellie zurück. Ich schliesse die Tür mit einem Schlüssel auf, den mir Ellie zuvor gab. Als ich reinkomme, begrüsst mich Ellie mit einem Kuss auf den Mund. Sie möchte wissen wo ich war. Ich antworte ihr: „BEI EINEM FREUND. WIR HABEN UNS UNTERHALTEN UND DIE ZEIT VERGESSEN!“ Sie meinte, dass das Abendessen fertig ist. Ich folge ihr in die Küche. Ich werde mit ihr und ihrer Tochter zusammen leben. Das steht fest. Emelie gewöhnt sich an der Situation. Sie mag und akzeptiert mich auch. Ellie fragt mich beim Abendessen, ob sie den Freund auch kennen lernen würde. Ich sage ihr: „DAS LÄSST SICH EINRICHTEN. ICH MUSS IHN NUR FRAGEN; WANN ER ZEIT HAT!“ Natürlich will sie auch wissen was ich mache oder was ich gemacht habe. Ich bin da noch etwas unschlüssig, ob ich sagen soll, dass ich der Tod in Person war. Ich weiss nicht wie sie darauf reagiert. Also schweige ich erst mal dazu. Wie es weitergeht weiss ich auch noch nicht.
Ich antworte ihr nur darauf was ich jetzt mache. Aber ich such ja noch einen Job. Ich kann schlecht zum Arbeitsamt gehen und sagen, dass ich seit etwa 80 Jahren oder sogar schon drüber der Tod war. Vielleicht fange ich auch jetzt an für Roarke zu arbeiten. Darüber haben wir allerdings nicht gesprochen, was ich im Nachhinein bereue. Kurz darauf greife ich zum Telefon. Ich wähle die Nummer auf der Visitenkarte. Roarke geht auch sofort dran. Ich sage am Telefon, dass ich ihn sprechen muss und das Ellie ihn kennenlernen möchte. Er schlägt mir vor, am nächsten Tag um 15 Uhr zu seiner Villa zu kommen. Ich frage eben Ellie, ob sie da Zeit hat. Sie bestätigt das mit einem „Ja“. Ich sage Roarke bescheid, dass der Termin am nächsten Tag steht. Wenig später leg ich wieder auf.
Sie fragt mich warum ich wissen wollte ob sie morgen um 15 Uhr schon etwas vorhat. Ich erzähle ihr, dass wir zu meinem Freund fahren. Sie freut sich zwar, aber dennoch weiss ich was Roarke garantiert vorhat. Wahrscheinlich will er mit ihr auch einen Seelenvertrag machen.

Emelie muss früh ins Bett. Wir gehen gegen 22 Uhr ins Bett. Jedoch kann ich nicht einschlafen. Auch die restliche Nacht schlaf ich schlecht. Ich meine, das ich ihr sagen sollte wer ich war. Ich glaube Menschen sagen dazu ein schlechtes Gewissen haben. Aber wie wird sie reagieren. Wird sie Angst vor mir haben? Das kann ich nur herausfinden, indem ich ihr das sage. Aber irgendwie ist sie auch noch wach. Nach einer Weile des Zögerns sage ich dann doch wer ich mal war. Erst ist sie etwas geschockt. Sie glaubt mir aber. Sie sagt mir auch, dass sie auch an Geister, Hexen, Gott und den Teufel glaubt. Wir unterhalten uns noch die halbe Nacht darüber.
Was mich sehr verwundert: sie geht offen und ehrlich damit um.
Sie ist der Ansicht, dass sie auch eine Hexe ist. Nur sie weiss nicht ob sie weiss oder schwarz ist. Aber da kenn ich einen, der sich damit auskennt. Zu ihm gehen wir allerdings erst am nächsten Tag. Ich sage ihr auch, dass der Freund ein Teufel in Menschengestalt ist. Sie nimmt die Nachricht locker auf. Irgendwann später sind wir doch eingeschlafen. Natürlich verschlafen wir am nächsten Morgen. Emelie sollte um 8 Uhr im Kindergarten sein. Wir wachen aber erst um 9 Uhr auf. Also haben wir bis 14 Uhr den Vormittag zusammen als einer Art Familie verbracht. Ab 14 Uhr passt Ellies Mutter auf der Kleinen auf. Wir fahren sie extra da vorbei. Noch kenn ich ihre Eltern nicht. Ich bleibe im Auto sitzen, während die beiden in das Haus gehen. Ein paar Minuten später sind wir auf dem Weg zur Villa von Roarke. Eine viertel Stunde brauchen wir. Ich parke das Auto direkt vor dem Eingang. Anschliessend steigen wir aus dem Auto aus und gehen die Treppen zur Haustür hoch. Es wird die Tür bereits schon von der Dame des Hauses geöffnet. „Sie werden von meinem Mann bereits schon erwartet. Er ist im Wohnzimmer. Ich führe sie ihn!“ meint sie. Keine Minute später sind wir am Wohnzimmer angekommen. Ich begrüsse Roarke mit einem Händedruck und stelle ihm Ellie vor. Er bittet uns auf der Couch Platz zu nehmen. „ICH SUCHE EINEN JOB. VIELLEICHT HAST DU NOCH EINEN FÜR MICH!“ beginn ich. Roarke überlegt kurz und sagt dann: „Ja. Ich hätte glaube ich was!“ Ellie schaut ihn fragend an. Sie hat sich den Teufel in Person anders vorgestellt.

Ich spreche Roarke darauf an: „ELLIE MÖCHTE WISSEN, OB SIE EINE WEISSE ODER EINE SCHWARZE HEXE IST!“ Dafür braucht er einige Minuten. Eine Fähigkeit, die er noch auf Erden hat, ist in die Seele der Menschen zu gucken. Bereits nach ein paar Minuten gibt er ihr dann ihre Antwort. „Du bist eine weisse Hexe. Deine Tochter auch!“ Das verblüfft Ellie. Wir hatten nämlich nicht erwähnt, dass sie eine Tochter hat. Also woher weiss er das. Einige Zeit später kommt er doch auf den Vertrag zu sprechen. Er holt einen Blanko Vertrag hervor. Ich werde mich da nicht einmischen. Ich werde Ellie nicht davon abhalten. Roarke unterhält sich noch etwas mit ihr. Er erklärt ihr was sie machen muss. Sie unterschreibt den Vertrag ohne mit einer Wimper zu zucken. Roarke grinst zufrieden. Jetzt hat er die Seele einer weissen Hexe. Seine Frau Melissandre sitzt auch die ganze Zeit dabei. Obwohl sie sich eigentlich aus dem grössten Teil raus hält, spricht sie zwischendurch auch mal mit Ellie. Das sind meistens Frauengespräche. Sie bietet uns auch noch einen Kaffee an. Insgesamt sind wir etwas über vier Stunden bei ihnen. Ellie hat so viele fragen über Gott und die Welt. Vor allem ist sie an der schwarzen Magie interessiert. Gegen Abend verabschieden wir uns voneinander. Wir fahren zur Wohnung von Ellie zurück.

Ein paar Tage später erleben wir jedoch einen sehr schweren Schicksalsschlag. Ellie geht es nicht gut. In den letzten Tagen hatte sie immer wieder Kopfschmerzen. Das fing nach dem Besuch bei Roarke an, der nun etwa Fünf Tagen zurück liegt. Aber nicht nur die Kopfschmerzen klagen sie, sondern auch des öfteren ihr Kreislauf. Ich dränge sie öfters, dass sie zum Arzt gehen soll. Irgendwann hält sie es nicht mehr und sie geht zum Arzt. In der Zwischenzeit mach ich den Haushalt. Betrübt kommt sie wieder in die Wohnung zurück. Natürlich frage ich sie, was los ist und was der Arzt gesagt hat. Damit rückt sie erst am späten Abend raus, als wir im Bett liegen. Sie sagt mir, dass sie für ein paar Test ins Krankenhaus soll. Allerdings für ein paar Tage. Anschliessend fragt sie mich, ob ich mich in der Zeit um die Kleine kümmern kann. Ich sage ihr: "Ja klar. Kann ich machen!" Wir können schlecht einschlafen. Aber irgendwann sind wir dann doch eingeschlafen. Ellie steht wieder um sechs Uhr auf. Sie geht in das Zimmer von Emelie. Diesmal macht sie ihre Tochter früher für den Kindergarten fertig. Ellie muss ab acht Uhr in das Krankenhaus. Daher bringt sie die Kleine bereit schon um sieben Uhr in den Kindergarten. Ich fahre erst die Kleine zum Kindergarten und dann Ellie zum Krankenhaus. Da spreche ich noch mit dem Arzt. Er sagt mir, dass Ellie erstmal drei Tage im Krankenhaus bleiben muss. Sie machen nur ein paar Tests. Ausserdem stellen die Ärzte die junge Frau auf dem Kopf. Ich bin gespannt, was in den drei Tagen rauskommt. Natürlich gehe ich mit der Kleinen Ellie besuchen.

Drei Tage später bin ich wieder da. Aber in der Zeit, wo die Kleine im Kindergarten ist. Bevor ich in das Zimmer gehe, spreche ich noch mit dem Arzt, den ich auf dem Flur vor ihrem Zimmer treffe. Jedoch sagt er mir nichts genaues. Das muss Ellie machen, meint er. Nachdem er sich verabschiedet hat, klopfe ich an die Zimmertür. Kurz danach betrete ich erst das Zimmer. Ich begrüsse sie mit einem Kuss. Sie beginnt schon ihre Tasche zu packen. "Ich kann gleich mit nach Hause. Eine Krankenschwester macht gerade die Entlassungspapiere fertig!" sagt sie. Ich freu mich, aber ich will auch wissen, was die Tests ergeben haben. Nach einem langen Zögern rückt sie dann doch mit der Sprache raus. "Setz dich erstmal", beginnt sie. Während ich mich hinsetze, fährt sie fort: "Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich nur noch einen Monat zu leben habe. Das ich Krebs habe weiss ich schon eine ganze Weile. Der Brand in meiner Wohnung, wo du uns gerettet hast, war kein Unfall in dem Sinne. Ich hatte einen Schmerzanfall und konnte nichts mehr machen oder an etwas erinnern!" Ich will und ich kann das nicht wahr haben. Ich frage mich, ob das Roarke auch gesehen hat. Eine Krankenschwester holt mich aus den Gedanken. Wir müssen jetzt erstmal an Emelie denken. Noch ist Ellie da und ihre Tochter braucht ihre Mutter. Dennoch statte ich Roarke noch mal einen Besuch ab. Aber erst fahre ich Ellie nach Hause und hole Emelie etwas später vom Kindergarten ab.

So um 15 Uhr rufe ich auf das Handy von Roarke an. Nur um sicher zu gehen, dass er auch Zuhause ist. Er sagt mir am Telefon, er wäre ab 17 Uhr Zuhause. Ich vereinbare mit ihm: "Gut. Ich komme so gegen viertel nach fünf zu dir. Wir müssen reden!" Er stimmt mir zu. Kurz danach legen wir beide auf. Ich mache mich um fünf Uhr auf dem Weg. Trotz Berufsverkehr komme ich gut durch. Ich komme auch pünktlich an. Ich parke das Auto und geh dann die Treppen zur Haustür hoch. Seine Frau Melissandre öffnet die Haustür. "Sie schon wieder. Was wollen sie denn noch von meinem Mann? Es ist doch alles geklärt!" sagt sie. Ich entgegne ihr, dass ich gegen fünfzehn Uhr mit ihrem Mann telefoniert habe und wir haben ein Termin ausgemacht. Ich füge noch hinzu, dass er mich erwartet. daraufhin lässt sie mich in die Villa. Ein junger Mann so um die 30 Jahre kommt vorbei. Melissandre fragt ihn: "Damian, wo ist dein Vater?" Er antwortet ihr: "Ich glaube in seinem Arbeitszimmer!" Melissandre schickt mich zu dem Arbeitszimmer. Dort klopf ich an die Tür. Nach ein paar Sekunden betrete ich dann das Zimmer. Roarke sitzt am Schreibtisch über einige Unterlagen gebeugt. "Komm rein und setz dich!" sagt er. Ich trete vor dem Schreibtisch und setze mich in den Sessel. Anschliessend will er wissen, was ich so dringend mit ihm besprechen muss. Ich beginne mit einer Frage: "HAST DU IN ELLIES SEELE GESEHEN, DASS SIE UNHEILBAR KRANK IST?" Er schaut hoch. "Ja!" sagt er kalt und trocken. "WARUM SAGST DU MIR DA NICHTS VON?" frage ich ihn sauer. "Das hätte sie selber machen müssen. Das weisst du!" entgegnet er mir locker und entspannt.
Eine halbe Stunde später verabschiede mich und verlasse die Villa. Ich fahr wieder nach Hause. Ellie hat das Abendessen vorbereitet. Wir versuchen ein normales Leben für die Kleine zu führen.
Ein paar Tage später, bringt Ellie ihre Tochter in den Kindergarten. Eigentlich kommt sie sofort danach nach Hause. Aber an diesem Tag ist alles anders. Sie kommt nicht. Gegen Mittag bekomme ich einen Anruf vom Kindergarten in dem Emelie ist. Anschliessend mach ich mich sofort auf den Weg zum Kindergarten. Ich nehme den selben Weg, den Ellie immer nimmt. Unterwegs finde ich keine Spuren von ihr. Ich warte bis zum Abend, bevor ich in sämtlichen Krankenhäuser anrufe. Aber keiner hat etwas von ihr gehört. Freunde hat sie kaum. Die paar Freunde, die sie hat, rufe ich selbstverständlich auch an. Auch sie haben nichts von ihr gesehen oder gehört. Langsam mache ich mir Sorgen um sie. Letztendlich rufe ich auf dem hiesigen Polizeirevier an. Dort sagt man mir, dass sie einen Autounfall hatte und das sie dabei gestorben sei. Das ist kurz nachdem sie vom Kindergarten weg gefahren ist passiert. Ich bin natürlich geschockt und weiss nicht wie ich es ihrer Tochter sagen soll. Aber ich werde ihr das später sagen, wenn sie etwas älter ist. Ich werde mich in den nächsten paar Tagen um die Beerdigung kümmern. Sie soll erst dann stattfinden, wenn die Kleine im Kindergarten ist. An dem Tag spreche ich auch mit der Leiterin, ob sie länger bleiben könnte. Sie meint, dass es kein Problem unter diesen Umständen wäre. Ich will aber auch nicht alleine zur Beerdigung gehen. Daher frage ich Roarke und dessen Ehefrau, ob sie mitkommen. Sie stimmen zu.
Nach der Beerdigung hole ich die kleine Emelie vom Kindergarten ab. NatĂĽrlich fragt sie mich zwischendurch wo Mama ist. Ich sage ihr dann: "SIE IST AN EINEM BESSEREN ORT UND PASST AUF UNS AUF!" Mehr sag ich ihr noch nicht. Wir leben noch einige Jahren zusammen. Ich erfĂĽlle ihren letzten Wille und passe auf Emelie auf.

The End
__________________
R.N.D

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flammarion
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