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Leselupe.de > Feste Formen
Ich bau Dir eine Welt aus Marmorstein
Eingestellt am 17. 06. 2011 21:24


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Ich bau Dir eine Welt aus Marmorstein,
Den nie ein Eisen bricht. In Sterne kleide
Und webe ich die ganze Liebe ein,
Zerbreche auch das letzte Brot und leide,

Wie Du an mir verzweifelst; und allein
Gestalte ich den Himmel f├╝r uns beide.
Er soll Dir eine lichte H├╝lle sein,
Dir z├Ąrtlich schmeicheln so wie Samt und Seide

Um Deine H├╝fte bauschen sich ganz fein,
Die Br├╝ste heben, wo ich gerne weide,
Die F├╝├če k├╝ssen, die so rein und klein

Den Boden streicheln. Wenn ich von Dir scheide,
Soll sie dir bleiben, als Dein Schatz und Schrein:
Die Sonne sei Dir Lichtstrahl und Geschmeide!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 17. 06. 2011 21:24

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bendos
Bl├╝mchendichter
Registriert: Jun 2011

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Der Text ist SCH├ľN! So die Liebe, wenn sie nicht nur locker drauf los plaudert. Sondern wirklich etwas wei├č. Gr├╝├če bendos

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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quote:
Vielleicht gef├Ąllt es ja meiner Liebsten so wie Dir. Das w├Ąre sch├Ân. Noch hat sie es nicht kommentiert (und wohl auch nicht gelesen, denke ich).

Hallo Walther,

oben Zitiertes w├╝nsche ich Dir nat├╝rlich am allermeisten; aber es ist nicht jeder lyrisch geadert ...So hat jeder seine eigene Art, Gef├╝hl zu zeigen, Gef├╝hl zu verbergen - und spannend, manchmal schmerzhaft spannend, bleibt das Gespiele drumrum. Also nimm┬┤s der Liebsten nicht ├╝bel, wenn sie es (scheinbar) ignoriert.

Was mir zu Deinem Gedicht auf- und einf├Ąllt, ist ein Randph├Ąnomen um den altbekannten Deutscher-Schlager, auf den das Gedicht eindeutig anspielt; seit ich den das erste Mal h├Ârte - Gott, ist das ewig her - h├Ârte ich den Text immer "ohne Komma" zwischen Mamor und Stein. Also als Tandem von Mamorstein und Eisen, aber nicht als Aufz├Ąhlung von drei Starken.
Ebenso hast Du es hier geschrieben. Geht das auf die gleiche, nicht unbedingt hinterfragte Wahrnehmung zur├╝ck? Oder sang der Drafi das doch ohne Komma?
Klar gibt es das Kompositum "Mamorstein" und es besticht die optische Vorstellung des Funkelns - aber auch der Starre -, die von der lyrisch erdachten Konstruktion ausgeht. Insofern hast Du hier - bei all dem Schmalz, der an dem Schlager klebt - ein sehr eindringliches Werk aus der Vorlage geholt.

Gern gelesen, liebe Gr├╝├če,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Elke,

Dein Lob freut mich ganz besonders, da es aus der Feder einer sehr guten Lyrikerin kommt. Vielen Dank daf├╝r.

Mir ist das Drafi-Deutscher-Lied selbstredend im Ohr gewesen, als ich die Idee zu diesem Sonett bekam. Die Wahrheit ist, da├č die ersten anderthalb Verse bis zum Punkt standen und der Rest zuerst nur sehr z├Ąh aus der Feder kam. Ich habe, glaube ich, drei- oder viermal mit dem Text angefangen und ihn dann unvollendet liegen gelassen.

Mir schien, um auf Deinen Einsprengsel zum Wort "Marmorstein" zur├╝ckzukommen, es sehr logisch, da├č das Komma in der Liedzeile "Marmor, Stein und Eisen bricht" eher k├╝nstlich war. Begrifflich stimmte eher "Marmonstein und Eisen bricht". Daher habe ich das so hier auch verwandt. Das Spannende an dieser Liedzeile ist aber, da├č Marmor das gerade Gegenteil von "hartem Stein" ist. Marmor ist sehr weich, mit Gneis oder Granit nicht vergleichbar, daher fr├╝her auch so gern von Bildhauern verwandt. Zus├Ątzlich hilft den Werken nat├╝rlich seine Maserung und sein Schmelz, der durch die Politur besonders hervortritt.

Auch Eisen ist - ohne Legierung und Bearbeitung - alles andere als hart. Und es rostet. Hier ist demnach eine unterschwellige Ironie eingebaut, weil - wie so oft - eben nichts so ist, wie es aussieht. Schmalz verf├╝hrt - jedenfalls mich - zur Doppelb├Âdigkeit, weil ich glatten Oberfl├Ąchen und Fassaden nicht traue. Vielleicht liegt darin der Reiz dessen, was ich hier geschrieben habe. Das Gedicht wird selbst quasi zu einer Marmorfigur.

Nochmals ganz lieben Dank f├╝r Deinen Eintrag und Deine Wertung.

LG W.






__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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