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Leselupe.de > Kindergeschichten
Ich bin die Fee /Jetzt bin ich Alt!
Eingestellt am 03. 06. 2004 11:36


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heike von glockenklang
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Ich bin die Fee
Teil 2:
Jetzt bin ich Alt!

Im Juni war mein Geburtstag. Mami hatte viele Kuchen gebacken. Weil ich den nicht allein essen konnte, hat sie meine Freunde eingeladen. Toll diese Mami, nicht?"
Das allertollste ist, dass ich jetzt alt bin. Ganze zwei Jahre alt.
Vielleicht interessiert euch das ├╝berhaupt nicht. Mein Geburtstag ist ja schon viele hundert Jahre her. Ich muss nur noch schnell erz├Ąhlen, dass ich seitdem ein Dreirad besitze. Wenn es mal ein Babyrennen ÔÇ×Dreirad Monte ErlersiedlungÔÇť gibt, bin ich mit dabei. Bestimmt komme ich zu den ersten zehn.
Wenn ich mit meinem Dreirad komme, machen alle Platz. Manche Leute st├Âhnen sogar. Was das bedeuten soll, wei├č ich auch nicht. Ich finde es spitze, auf meinem Renner zu fahren.
Seit einigen Wochen habe ich es mit meine Eltern sehr schwer. Sie wollen einfach nicht einsehen, dass ein Kind in meinem Alter selbst entscheiden will, wann es zu Bett geht. Meine Eltern machen sich die Sache ziemlich einfach. Mutti zieht mich aus, badet mich und legt mich ins Bett. Meistens sagt sie noch ÔÇ×Gute Nacht mein Schatz, mach sch├Ân heiaÔÇť. Aber nichts da, so geht das nicht weiter. Da mache ich nicht mehr mit. Ich bin die Fee, will auch die Fee bleiben.
Also h├╝pfe ich wieder raus aus meinem Heiabett. Mein Heiakissen klemme ich unter den Arm und gehe jeden Abend meine Eltern besuchen. Gestern hat es leider nicht geklappt. Als ich es geschafft hatte, aus dem Kinderzimmer zu kommen, ging es nicht weiter. Alle T├╝ren waren verschlossen. Oft und laut habe ich meine Mama gerufen. Sie ist nicht gekommen.
Mama war in der K├╝che und hat viel geredet. Weil sie nicht kam, habe ich immer lauter geweint. Manchmal zornig, manchmal ├Ąngstlich. Ich habe gedacht, sie hat mich nicht mehr lieb. Ach, h├Ątte ich doch wenigstens meine liebe Flasche gehabt. Sie ist weg. Ich glaube, die haben sie mir geklaut. Denn Mami hat gesagt, dass der alte Flaschennuckel meinen Z├Ąhnen schadet. Ich fand ihn ganz in Ordnung. Geschmeckt hat mir mein Flaschennuckel zu jeder Zeit.
Naja, mein s├╝├čes kuscheliges Heiakissen ist mir geblieben. Das habe ich mir gestern abend auf meine Kinderstuhllehne gelegt. Als ich m├╝de wurde, legte ich meinen Kopf darauf. Pl├Âtzlich waren meine Augendeckel so schwer, das sie manchmal zuklappten. Auf einmal war alles schwer an mir. Ich konnte nichts mehr denken. Darum wei├č ich auch nichts mehr. Heute morgen bin ich in meinem Heiabett wach geworden. Meine Mami kam ganz schnell als ich sie rief. Hmmm, sie ist lieb. Ich habe sie ganz viel gek├╝sst.
Beim Fr├╝hst├╝ck hat Mami meinem gro├čen Bruder erz├Ąhlt, dass ich gestern abend eine Stunde lang im Stehen geschlafen habe. Sie hat auch gesagt, das habe sehr witzig ausgesehen. Holger hat mit ihr dar├╝ber gelacht. Deshalb werde ich jetzt keinen Protest mehr machen.
Nach dem Fr├╝hst├╝ck d├╝rfen mein Bruder und ich oft auf Mamis Scho├č sitzen. Heute morgen auch. Jeder bekommt einen mollig weichen Mamischenkel zum sitzen. Ich finde das so sch├Ân, dass ich mich ganz an Mamilein rankuschel. Mein gro├čer Bruder, der so viele Muskeln hat, mag das auch. Was gibt es wohl sch├Âneres, als mit Mami zu kuscheln und dabei zu f├╝hlen, dass sie ihr Kind lieb hat.

Erstmals in der Stadteilzeitung Fritz-Erlersiedlung im Dez.1983 ver├Âffentlicht.
Es gibt zur story von mir gezeichnte karikaturen.
hkeuper-g

__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, k├╝hle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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