Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
258 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Ich darf nicht denken
Eingestellt am 29. 04. 2006 19:28


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
chachaturian
AutorenanwÀrter
Registriert: Feb 2006

Werke: 22
Kommentare: 76
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um chachaturian eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ich darf nicht denken

Weites Land
das nach Weizen duftet
ich ahnte nicht
nie wieder werde ich
in deine Arme gleiten
deine Haut spĂŒren
hast einfach so aufgegeben
mich und dich treiben lassen
Weizenwind
wohin soll ich loslassen?
gefangen von alten TrÀumen
heißer, langer Sommer
eine Kette aus KĂŒssen
wollte ich dir
noch schenken
mein Atem hÀlt an
knappe Luft
Feldrand


Anmerkungen zum Gedicht an mich
Hier klicken
Literaturpodium.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Seelenblume
Guest
Registriert: Not Yet

hmm

Liebe(r) chachaturian,
dein Gedicht weckt ohne Frage eine Stimmung. Man spĂŒrt die Worte, die du schreibst. Und dennoch... fĂŒr mich wirkt es etwas zu sehr konstruiert, ich habe den Eindruck, die GefĂŒhle, die vermittelt werden (sollen?) werden ein bisschen verschluckt. Ich kann dir nicht sagen, woran das liegen könnte.
Nur, dass ich als Leser zusĂ€tzlich zu dem eben Beschriebenen das GefĂŒhl habe, dass das Gedicht weitergehen mĂŒsste. Nicht nur inhaltlich, sondern auch formell. Es ist fĂŒr mich noch nicht zu Ende.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Seelenblume

Bearbeiten/Löschen    


Seelenblume
Guest
Registriert: Not Yet

Nachtrag

Ich gehe jetzt nochmal etwas tiefer hinein, denn ich als Naturkind liebe natĂŒrlich diesen Weizenwind und den Feldrand wie mein Zuhause..

Also.

quote:
Weites Land
das nach Weizen duftet
ich ahnte nicht
nie wieder werde ich
in deine Arme gleiten
deine Haut spĂŒren

Ein krasser Gegensatz. Weiiites Land.. und dann: das AHNEN in seiner ergangenheitsform. Also: PrÀsens, PrÀteritum, Futur?
Ist diese krasse Abfolge so gewollt? Auf mich als Leser wirkt sie etwas holprig, nicht reizlos, aber holprig.
Denn ich frage mich: was WAR? Du deutest es an, aber verstehen kann ich als Leser den Weg deiner Gedanken nicht..
Du redest von Vergangenheit und von Zukunft, die Gegenwart wird lediglich als weites nach Weizen duftendes Land beschrieben.

quote:
hast einfach so aufgegeben
mich und dich treiben lassen
Weizenwind
wohin soll ich loslassen?

Das Wort "Weizenwind" an sich ist schon toll.. an dieser Stelle ist es wunderbar weich eingebettet.
Die Frage, die sich mir stellt: wer hat aufgegeben?!(das Wort "aufgegeben" gefÀllt mir irgendwie nicht... hmm.. gibt es kein schöneres?) Wer ist dieses "DU"? Der Weizenwind, der den Weizen nicht mehr bewegen (=wehen) will? Oder die Person im Weizenfeld?
"wohin soll ich loslassen?" ist eine sehr schöne Frage... nur.. warum spielt das "wohin" eine Rolle?? Egal wohin losgelassen wird, eine Ähre knickt um.


quote:
gefangen von alten TrÀumen
heißer, langer Sommer
eine Kette aus KĂŒssen
wollte ich dir
noch schenken

Ich muss da an diese Löwenzahnketten flechten, die ich immer meterweise gebstalet und an alte, schĂ€bige GartenzĂ€une in unserem Dorf gehĂ€ngt habe. Diese Kette aus KĂŒssen ist eine wirklich schöne Vorstellung..aber: warum gefangen?? Loslassen, gefangen.... und die Frage ist- Wohin? Das verstehe ich als Leser nicht.


quote:
mein Atem hÀlt an
knappe Luft
Feldrand

Der Atem hÀlt an- wie tötlich. Auf was wartet der Atem, bis er wieder atmen kann? Auf den Wind, auf das "Du"? auf... woher soll die Luft kommen?
Ist sie nicht schon da?
Auch am Feldrand?

GrĂŒĂŸt und fragt sich
Seelenblume

Bearbeiten/Löschen    


bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

... da kann einem schon die luft wegbleiben,
wenn man so mir nichts dir nicht verlassen wird.
die atmosphÀre deines gedichts gefÀllt mir.
am besten nicht dran denken ...

bon.

Bearbeiten/Löschen    


chachaturian
AutorenanwÀrter
Registriert: Feb 2006

Werke: 22
Kommentare: 76
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um chachaturian eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gehört zu den Gedichten, die mir ganz gut gefallen. NatĂŒrlich ist es kein Kunstprodukt, sondern aus einer authentischen Stimmung heraus entstanden. Ich weiß der Schluß gefĂ€llt einigen nicht. Ich hatte da schon AlternativvorschlĂ€ge, aber ich habe sie allesamt verworfen. Das unebene am Schluß ist schon gewollt. In der Tat es gibt andere Gedichte, die das Thema ergĂ€nzen.

Bearbeiten/Löschen    


bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

schon der titel ließ mich vermuten, dass dein gedicht
authentisch ist.
der schluß hat was. fĂŒr mich paßt er.

bon.

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!