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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ich glaube, Sprache ist begrenzt/Eine Trilliarde (gelöscht)
Eingestellt am 08. 08. 2017 04:20


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plasticbottle
Hobbydichter
Registriert: Jul 2017

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Mondnein
Routinierter Autor
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ja, natürlich!

quote:
Die Bezeichnung durch Töne und Striche
    ist eine bewundernswürdige Abstraktion.
Vier Buchstaben bezeichnen mir Gott;
    einige Striche eine Million Dinge.
Wie leicht wird hier die Handhabung des Universums,
    wie anschaulich die Konzentrizität der Geisterwelt!
Die Sprachlehre
    ist die Dynamik des Geisterreichs.
Ein Kommandowort bewegt Armeen;
    das Wort Freyheit Nationen.
Novalis, Blüthenstaub, Aphorismus Nr. 2



__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Artbeck Feierabend
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Hallo, Plasticbottle!

Nein und Ja!

Hätten die europäischen Siedler über die gewaltigen Prärielandschaften und riesigen nordamerikanischen Wälder schreiben können, bevor sie überhaupt angekommen waren – ganz zu schweigen von der Perspektive der First Nations und den fatalen Folgen der Begegnungen mit den Siedlern? Selbst als die Siedler die ersten Bäume für ihre Felder fällten, hatten sie keine Vorstellungen von der gesamten „Realität“ des neuen Kontinents: Sie schilderten in ihren Gedichten (z. B. in der kanadischen Literatur „Bush Literature“ genannt) ihre Ängste und Fantasien, ihre subjektive Wahrnehmung einer bedrohlichen Natur und den „feindlichen Indianern“…aber damit erfassten sie nicht die komplexe „Wirklichkeit“ (und andere Zeitgenossen der ersten Pioniere, z. B. Robert Hayman (1575-1629), haben das Leben in Nordamerika in rosigen Farben ausgemalt, um die Siedler nach Neufundland zu locken…).

Heute wirken diese Wahrnehmungen aus unserer scheinbar „aufgeklärten Sicht“ sehr beschränkt. Was wird man in hunderten von Jahren von unseren Perspektiven halten?

Meines Erachtens beinhaltet die Beschreibung dieser Vergangenheit der Pioniere eine Analogie für unsere heutige Situation. Wir wollen die Grenzen der uns bekannten Welt ausdehnen, alles erfassen: Wir können die Weite des Universums zwar physisch, mit unseren Sinnen und den heutigen technischen Mitteln, nicht wahrnehmen, aber immerhin versuchen, sprachliche Bilder zu finden, die sich dem annähern, was man angesichts dieser Tatsache denkt, fühlt, empfindet, sich vorstellt oder glaubt. Und diese komplexen Gedanken gilt es doch mit dem geneigten Leser zu teilen, das ist es, was uns menschlich macht und was schon geschieht, seit es Lagerfeuer gibt… Und was den Reiz des Dichtens ausmacht, wie ich meine: sprachliche Bilder zu finden, von denen man denkt, dass sie diesen Gedanken- und Gefühlskomplexen nahekommen.

Die Imagisten haben hierzu geschrieben:

quote:
„An „image“ is that which presents an intellectual and emotional complex in an instant of time.“ (Poetry, 1913.)

Benn hat es in seinem Gedicht „Ein Wort“ so ausgedrückt:

quote:
Ein Wort, ein Satz - : aus Chiffern steigen
erkanntes Leben, jäher Sinn,
die Sonne steht, die Sphären schweigen
und alles ballt sich zu ihm hin.

Ein Wort -, ein Glanz, ein Flug, ein Feuer,
ein Flammenwurf, ein Sternenstrich -,
und wieder Dunkel, ungeheuer,
im leeren Raum um Welt und Ich.

Was die Versprachlichung der Empfindungen und Gedanken angesichts der kosmischen Dimensionen betrifft, so finde ich Dichter beeindruckend, denen es gelingt, Bilder zu entwickeln, in denen ohne lange Erklärungen (exemplarisch) menschliche Maßstäbe (z. B. die durchschnittliche Lebenserwartung) kosmischen Maßstäben (die Dauer von planetarischen Umlaufbahnen) gegenüberstellt werden – und sich so der Versprachlichung des Unendlichen annähern.

Vergleiche hierzu auch das Gedicht „Überholvorgang“ von ALCEDO:

Hier klicken

Ich persönlich mag es auch, im Mikrokosmischen, im Kleinen zu fischen und dort Analogien für die große Welt da draußen zu finden.Mit anderen Worten: Das Summen eines Moskitos ist genauso ein Wunder wie eine Symphonie.

Gruß,
Artbeck

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revilo
???
Registriert: Nov 2008

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Kommentare: 7249
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was ist hier experimentell??? was ist hier lyrisch?

LG revilo
__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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Artbeck Feierabend
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2017

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Hallo, revilo!

Du hast schon recht! Vielleicht sollte man diesen Faden in die "Diskussion" verschieben.

Was meinst du denn dazu, Plasticbottle?

Gruß,
Artbeck

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