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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ich liebe Dich
Eingestellt am 23. 08. 2002 18:05


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Amalaswintha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

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Entspannt liege ich auf dem Bauch, quer über dem großen französischen Bett, fühle das weiche weiße Laken unter mir und schnurre befriedigt und zufrieden, während zärtliche, große, wissende Hände über meinen Rücken gleiten, kneten und streicheln. Er sitzt rittlings auf meinen Oberschenkeln, ich spüre sein Gewicht, seine geliebte Nähe, seine, von dem vorangegangenen Liebesspiel erhitzte, feuchte Haut. Das Öl, mit dem er mich massiert riecht gut, sehr sinnlich, Mandelblüten glaube ich.

Ich räkle mich lasziv und spanne die Pomuskeln an, als seine Hände wie zufällig darüberstreifen. Daraufhin gibt er mir einen leichten, leise klatschenden Klaps und greift mit beiden Händen fest zupackend in die prallen Backen. Ich lache und protestiere gespielt, während seine vorwitzigen Finger sich zwischen meine Beine verirren, in die von meinem und seinen Liebessäften noch nasse Spalte gleiten und langsam immer tiefer in mich eindringen. „Du bekommst aber auch niemals genug!“ nuschle ich in das Kissen unter meinem Gesicht, worauf er mir sanft in den Nacken pustet, meinen Hals mit seiner Zunge kitzelt und mir ins Ohr flüstert: “Soll ich aufhören?“

Mitternacht ist längst vorbei. Die etwa zwei Dutzend Teelichter, willkürlich im Schlafzimmer verteilt, tauchen den Raum in warmes, flackerndes, sanftes Licht, malen fließende, zitternde Schatten an die Wände. Durch das weit geöffnete Fenster wabbert träge die schwüle Hitze dieser Augustnacht und hüllt unsere nackten, schwitzenden Körper ein mit ihrem heißen Atem. Seine Finger spielen mit sanftem Druck an meinem Kitzler. Ein fast unerträglicher Reiz strömt bei der direkten Berührung dieser empfindlichen Stelle durch meinen Körper, wie eine kleine Flutwelle, ausgehend von meinem Schoß, ihren Weg suchend durch meinen Bauch und sich mit leisem Stöhnen ergießend über meine Lippen. Er lacht anzüglich und behauptet, mit völlig überzeugtem Ton, dass sich damit meine Antwort auf seine Frage erübrigt hätte.

Bedauerlicherweise zieht er sich jedoch promt von mir zurück. Das Bett knarrt leise, als er aufsteht. Ich murre, beschwere mich, er könne jetzt doch nicht einfach aufhören. Er lacht, nennt mich sein ungeduldiges, unersättliches Kind, kramt dabei in einer Schublade der blauen Komode, die neben dem Kleiderschrank steht und in der allerlei Krimskrams, seit Langem vergessene Kleidungsacessoirs und einige süsse, äußerst anregende und ganz sicher nicht vergessene Sexspielzeuge verstaut sind. Triumpfierend zieht er den alten roten Seidenschal hervor und schiebt die Lade zu. Sie schließt nicht ganz, denn einer meiner schwarzen Nylonstrümpfe hat vorwitzig die Gelegnheit genutzt, halbwegs seinen Weg in die Freiheit zu erobern.





Mit dem Gesichtsausdruck eines kleinen Jungen, der heimlich seiner Mutter einen Kuchen gebacken hat, bittet mein Liebster mich darum mir die Augen verbinden zu dürfen. Ich setze mich auf, er schiebt mir ein Kissen hinter den Rücken, damit ich es bequem habe und schlingt das Tuch zweimal um meinen Kopf, über meine Augen. Sorgsam darauf achtend, mein langes Haar nicht einzuklemmen knotet er den Schal zusammen. Er entfernt sich, die Holzbohlen knarren unter seinen leisen, schnellen Schritten, dann herrscht Stille.

Ich bin alleine, blind, taub, spüre nach der intensiven Intimität der letzten Stunden den Verlust seiner Nähe, als wäre ein Teil von mir, von meinem Herzen, meiner Seele abhanden gekommen. In solchen Momenten wird mir mit aller Eindringlichkeit bewußt, wie sehr ich ihn liebe, wie nackt und schutzlos ich ihm mit meinen Gefühlen gegenüberstehe, wie sehr ich mich ihm ausgeliefert habe, darauf vertrauend, dass er mich niemals roh verletzen wird.

„Süsse, bin gleich wieder da!“ höre ich seine Stimme von jenseits des Flures. Dann ist er auch schon wieder zurück, die Matratze gibt ein wenig nach als er sich neben mich setzt. Sanft und warm küsst er meinen Mund, dann berührt etwas kaltes, feuchtes, weiches meine linke Brustwarze, die sich sofort zusammenzieht und aufrichtet. Das kühle unbekannte Etwas zieht eine prickelnde Spur über meine Brüste, den Hals hinauf, über mein Kinn, meine Lippen umkreisend, sich sanft dazwischen drängend. Ich taste mit der Zunge. Saftige Süsse. Weich und aromatisch. Sein Finger schiebt mir die Frucht in den Mund. Hmm. Die kleine, zuckersüsse Erdbeere läßt sich ohne weiteres zwischen Zunge und Gaumen zerdrücken.

Die zweite reicht er mir mit seinen Lippen, sie wird in einem Kuss zerquetscht, gierig hindern unsere Zungen die feinen Tröpfchen Fruchtfleisch und Saft am Entkommen. Unser Appetit ist entfesselt, verlangt nach mehr. Ich ziehe lachend das Tuch von meinen Augen, sehe die Schale mit den kleinen dunkelroten, fast schwarzen Walderdbeeren hinter ihm auf dem Nachttisch stehen. Ich werfe ihn spielerisch auf den Rücken und greife nach den Früchten. Er hält meine Hände an den Gelenken fest und wirft mir kopfschüttelnd vor gierig zu sein. Eine kleine Rangelei entsteht, wir wälzen uns übers Bett, lachend, uns küssend, langsam atemlos werdend.

Er läßt mich die Oberhand gewinnen, siegreich sitze ich auf seinen Oberschenkeln und male mit zerdrückten Beeren imaginäre Bilder auf seine Brust und seinen Bauch, lecke jedes Tröpfchen langsam von seiner Haut. Ein kleines Rinnsal klebrigen Saftes bahnt sich seinen Weg zwischen seine Beine. Ich folge der Spur genüsslich mit den Lippen und der Zunge, lutsche von unten nach oben an seinem harten, aufgerichteten, pochenden Schwanz, der sich mir fordernd entgegendrängt. Ich schaue kurz auf, suche seine Augen, tauche meinen Blick in seinen, sehe wie erregt er ist, sage ihm wie gut er schmeckt und dass ich total verrückt nach ihm bin.

Um meinen Worten den entsprechenden Nachdruck zu verleihen nehme ich den zarten, sanften, empfindlichen, glatten Kopf seines Schwanzes zwischen meine Lippen und sauge mal zart mal hart daran, bis er zu stöhnen beginnt und mich darum bittet nur ja weiterzumachen. Ich bin erregt und meine Hand stiehlt sich zwischen meine Schenkel. Ich massiere meinen Kitzler, fühle wie die Erregung in mir immer stärker wird, wie meine Muskeln im Beckenbereich sich verlangend zusammenziehen. Ich lege mich an seine Seite, küsse seinen Mund, beiße ihm unbeherrscht etwas heftig in die Lippen und fordere atemlos:“Liebe mich!“

Er legt sich auf mich, ich spüre seine männliche Kraft, seinen schwitzenden Körper, seine Hitze, seine drängende Härte. Er faßt meine Hände neben meinem Kopf und Halt suchend verschränken sich unsere Finger fest ineinander. Als er alles fordernd in mich eindringt komme ich ihm entgegen, gebe mich hin, verliere mein Selbst, will nur noch ihm gehören. Ich wünsche mir, wie so oft, dass er der erste und einzige Mann in meinem Leben wäre, dass nie ein anderer mich vor ihm berührt hätte und bedauere, ihm nicht dass Geschenk meiner Jungfräulichkeit bewahrt zu haben. Vor ihm wusste ich nicht wirklich was Liebe ist. Und ich spüre mit meinem ganzen Wesen - nach ihm kann es keinen anderen mehr geben.

Später, das Himmelsviereck im Fenster färbt sich schon sachte heller, die Sterne verblassen langsam und manch ein vorwitziger Vogel beginnt schon zu singen, liege ich erschöpft und matt in seinem Arm, schlafe schon halb, als er mir mit einer Fingerspitze sanft, kaum spürbar über die geschlossenen Augenlieder fährt und mir ins Ohr flüstert:“Ich liebe Dich!“

__________________
Ich schreibe also bin ich

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Conny
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

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Hallo!

Habe die Geschichte gerne gelesen. Dir gelingt es, Poesie und Erotik zu verschmelzen. Manchmal ist es für meinen Geschmack etwas zu klischeehaft: Tuch um die Augen, Erdbeeren oder andere Früchte etc., aber trotzdem sinnlich und fesselnd erzählt.

Ein Tip von mir: sparsamer Adjektive benutzen. Oft setzt du drei hintereinander und versuchst damit, die Poesie zu erhöhen, aber genau das Gegenteil tritt ein.
Ein guter Schriftsteller sollte sparsam damit umgehen, da der Text sonst zu überladen wirkt.

Beispiel:

Um meinen Worten den entsprechenden Nachdruck zu verleihen, nehme ich den zarten, sanften, empfindichen, glatten Kopf...

Gleich vier Adjektive hintereinander.
Entscheide dich für das Beste, oder für zwei


Beispiel:

...dann berührt etwas Kaltes, Feuchtes, Weiches meine linke...

Hier genauso, entscheide dich für das Beste

Anmerkung: etwas Kaltes, Feuchtes, Weiches wird groß geschrieben.


Auch hast du ein paar Kommafehler im Text. Nochmal die Kommaregeln anschauen.


Aber ansonsten wirklich schön, du hast Talent, finde ich!



Liebe Grüße

Conny
__________________
"Die Hälfte ist manchmal mehr als das Ganze."

Hesiod

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Amalaswintha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

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Hallo Conny...!!

Danke für Deine Kritik und Dein Lob...!! Übe mich gerade in Poesie..vielleicht habe ich deshalb etwas übertrieben...!! Kommaregeln...Horror...setze sie...mach sie wieder weg...grüble...und laß es dann einfach...wie es ist...!! Habe befürchtet die Geschichte sei zu gefühlvoll und freue mich deshalb...dass sie Dir gefällt...!!

Liebe Grüße
Amalaswintha
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majissa
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Jan 2002

Werke: 27
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wow!

Das nenne ich prickelnd! Ohne mich jetzt hier auf Kommafehler oder dergleichen zu versteifen, sage ich ganz einfach, daß die Erotik ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Gut gemacht!

Liebe Grüße
Majissa

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Amalaswintha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

Werke: 17
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Danke Dir Majissa...!! Freue mich sehr über Deine Reaktion...!!

Liebe Grüße
Amalaswintha
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majissa
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Jan 2002

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hm...

was ich vergaß: mir ist die anhäufung der adjektive gar nicht so aufgefallen wie conny. der chilenische autor vicento huidobro (1893-1948) hat sich dem gegenueber einmal drastisch geaeussert: "das adjektiv toetet, das verb belebt." nun, in deiner geschichte siegt eindeutig die erotik.

lg
majissa

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