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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Ich liebe Dich
Eingestellt am 08. 10. 2003 18:19


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Senerva
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2003

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[├ťberarbeitete Version.]

Als ich diese drei ÔÇÜeinfachenÔÇÖ und ÔÇÜharmlosenÔÇÖ Worte zu Dir sagte, bist Du ├╝berrascht gewesen. Wir waren bis zu jenem Zeitpunkt, jener, der unser beider Leben f├╝r immer auf schmerzliche Weise ver├Ąndern w├╝rde, gute Freunde, die sich alles, wirklich alles erz├Ąhlten. Beide wussten wir, dass wir mehr f├╝reinander empfanden; beide wussten wir, dass es mehr als nur dieses Freundschaftsgef├╝hl war ÔÇô und doch strebten wir uns, in unserem tiefsten Innern, gegen diese Gef├╝hle, da wir genau wussten, was geschehen w├╝rde, wenn wir diesen Empfindungen erliegen w├╝rden.
Vielleicht hatten wir deshalb versucht, diese zu unterdr├╝cken; haben uns sogar neue ÔÇ×FreundeÔÇť gesucht, die den jeweils anderen ersetzen sollte. Doch, mit jedem Freund, den wir dazu gewannen, f├╝hlten wir uns schlecht, so, als h├Ątten wir den anderen auf unmenschliche Art betrogen ÔÇô war es denn auch nicht so?
Trotz allem gaben wir nicht auf, wurden sogar noch gef├╝hlsloser, noch k├Ąlter im Herzen, wie wir es ohnehin schon waren. Ich f├╝hlte mich von Tag zu Tag j├Ąmmerlicher, als w├╝rde ich in eine niemals endende Dunkelheit st├╝rzen, aus der es kein Entrinnen, aus der mich niemand mehr retten konnte, gab. Ich suchte Halt, irgendeinen Halt, der mich vor diesem tiefem Sturz retten w├╝rde, doch fand ich ihn nicht; nicht nur, weil ich Dich jeden Tag ein wenig mehr betrog, sondern weil diese Gef├╝hle, die ich f├╝r Dich empfand, mit jedem Kuss eines anderen tiefer in mich fra├čen ÔÇô mich so auf qu├Ąlende Art erinnerten, wen ich wirklich liebte und um alles in der Welt misste.
Als ich es eines Tages nicht mehr aushielt und Dir das sagte, was, meiner Meinung nach, schon l├Ąngst h├Ątte gesagt werden m├╝ssen, vernichtete ich ÔÇô durch die Schw├Ąche meinen Gef├╝hlen gegen├╝ber ÔÇô mehr als nur unsere enge Freundschaft. Es war wie ein Band, das schon Jahrzehnte ├╝berdauert hatte, und nun, unter dem Druck der Zeit, riss.
Nat├╝rlich wusste ich, dass Du genau wie ich empfindest, die gleichen Qualen leidest; doch Du hast Deinen Gef├╝hlen einfach den R├╝cken gekehrt. Du wusstest, dass, trotz der Liebe, die wir f├╝reinander f├╝hlten, es und gegenseitig auffressen w├╝rde. Wir kannten uns zu gut, wussten zu viel voneinander, sodass es nichts mehr zum kennen lernen gab.
Wie froh w├Ąre ich gewesen, wenn ich es wie Du machen k├Ânnte; aber ich konnte den Schmerz nicht einfach vergessen oder ihn nicht mehr f├╝hlen; denn es kam, wie es kommen musste: meine Gef├╝hle waren ein Teil von mir, genau wie Du. Sie waren in mir drin und mich einfach so verstellen wie Du ÔÇŽ mein Gott! Das konnte selbst ICH nicht!
An die Tage, die danach folgten, erinnerte ich mich wie an einen schlechten Traum, der mich zum Nachdenken zwang. Ich hatte alles verloren: unsere Liebe, unsere Freundschaft und besonders Dich. Ich f├╝hlte mich leer und absolut nutzlos; es traf mich, wie ein Faustschlag, als jeglicher Kontakt zwischen uns abbrach. Noch schlimmer war es, als ich von Freunden erfuhr, dass es Dir sehr gut ginge und Du bereits eine Neue h├Ąttest, mit der Du gl├╝cklich und zufrieden w├Ąrest. Insgeheim freute ich mich f├╝r Dich; Du hattest den Schatten ├╝berwunden, der nun wie eine Kluft zwischen mir und meinem weiteren Leben war. Doch ich konnte sie nicht ├╝berqueren oder einfach ├╝berspringen, denn ÔÇŽ ich liebte Dich noch immer.


by J.G. 17/08/03

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo senerva,

der text ist gut geschrieben, hervorragend formuliert und ist trotz seiner distanziertheit nicht kalt, oder, was viel schlimmer w├Ąre, trieft nicht vor selbstmitleid - gef├Ąllt mir gut.

im dritten satz solltest du strebten, gegen str├Ąubten ersetzen,

...weil diese gef├╝hle, die ich f├╝r dich empfand UND DIE SICH mit jedem...

...es unS gegenseitig auffressen..

...Wie froh w├Ąre ich gewesen, wenn ich es (H├äTTE) wie Du H├äTTE machen k├Ânnte K├ľNNEN... zeitfehler, musst dich f├╝r eine der beiden versionen entscheiden

├Ąhemm, aber um mit der t├╝r gleich ins haus zu fallen:
ein bi├čchen handlung ist f├╝r eine kurzgeschichte unabdingbar.

sowas ist f├╝r mich ein tagebucheintrag. bist du mit einer verschiebung nach tagebuch einverstanden; bzw. warum siehst du ihn als kurzgeschichte?

viele gr├╝├če

rainer
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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Senerva
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2003

Werke: 34
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Vielen Dank.

Ersteinmal danke f├╝r deine Kritik .. ich werde die Stellen ├╝berarbeiten, die falsch von der Zeitform und so sind.

Ich wusste nicht genau, ob ich es als Kurzgeschichte oder als "Tagebucheintrag" sehen sollte; am Schluss hab ich mich f├╝r der Erste entschieden, obwohl diese Geschichte etwas pers├Ânliches ist.

Nat├╝rlich bin ich damit einverstanden, wenn du die Geschichte nach "Tagebuch" verschiebst.

Liebe Gr├╝├če.

Sene

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