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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ich liebe nicht mehr
Eingestellt am 17. 05. 2004 06:58


Autor
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Jarolep
???
Registriert: Dec 2003

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    Ich liebe nicht mehr. Ich kann nicht lieben. Ich habe dich nie geliebt.
    Ich mag es nicht, wenn du redest. Ich lese deine Worte aus deinen Augen. Aus den Augen, die so d├Ąmlich in die Welt schauen. Ihr Grau leuchtet dieser grimmigen Gesellschaft entgegen, als w├Ąre es ein Paradies. Die Falten legen sich um deine Augen in ein L├Ącheln. Das ist das L├Ącheln eines Kindes. Eines Wesens, der nichts von der Grausamkeit und Aussichtslosigkeit des Lebens ahnt.
    Ich mag deinen Mund nicht. Deine Lippen sind weich und feucht. Wenn sie sich auf die meinen legen, und deine Zunge die meine ber├╝hrt, vergesse ich, wer ich bin. Ich vergesse meinen Kampf mit den Chim├Ąren des Alltags und w├Ąhne mich in Sicherheit. In der Dimension, wo niemand mich erreichen kann.
    Ich mag deine H├Ąnde nicht. Sie sind breit und stark, aber sie sind f├╝r nichts da. Dein Beruf, mit dem du dein t├Ągliches Brot verdienst, braucht deine H├Ąnde nicht. Das sind die H├Ąnde eines Kriegers, und bei uns werden keine Kriege gef├╝hrt.




    Fass mich mit deinen H├Ąnden nicht an! Ber├╝hr meine Br├╝ste nicht! Meine Br├╝ste sind nur daf├╝r da, um Milch zu geben. Ich bin eine Mutter geworden und habe meine Kinder mit dieser Milch gro├čgezogen. Du bist kein Kind. Fass mich nicht an! Ich f├╝hle mich dabei so komisch. Die trockene W├Ąrme deiner H├Ąnde bringt mich durcheinander. Meine Brustwarzen schwellen an, ich muss stillen, bekomme Durst, aber die Kinder schlafen schon. Fass mich nicht an, sonst muss ich deine Hand wegsto├čen. Dann sp├╝re ich den Widerstand, die Kraft, deren ich nicht gewachsen bin. Deine Kraft ist die Kraft eines Kriegers, aber ich bin kein w├╝rdiger Gegner.
    Ich mag deine Beine nicht. Sie sind behaart und durchtrainiert. Sie sind schneller und st├Ąrker als meine. Wenn ich mit meinen Fingern ├╝ber deine H├╝ften fahre, sp├╝re ich, wie sich die Wellen unter deiner Haut ├╝berschlagen, wie deine Haut gl├╝ht.
    Ich mag deinen K├Ârper nicht. Er ist kantig und stark. Deine Haut ist dunkler als meine. Ich bin die Tochter des S├╝dens, du bist der Sohn des Nordens. Und trotzdem leuchtet deine Haut in dunklen T├Ânen. Wenn unsere K├Ârper ganz nah sind, bin ich ein blasses Nichts, das deine Macht aufnimmt. Von deinem K├Ârper werde ich dazu gezwungen, mich selbst aufzugeben. Ich habe Angst.
    Ich f├╝rchte mich vor deinem s├╝├člichen Geruch, vor deinem Schwei├č, von deiner W├Ąrme und deiner N├Ąhe. Aus letzter Kraft widerstehe ich der Sehnsucht, mit dir eins zu sein. Das ist keine Liebe, das ist ein Fluch!

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Blackmail
gesperrt
Schriftsteller-Lehrling

Registriert: May 2004

Werke: 45
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Ich hab das richtige Wort f├╝r dich!

Leiden(schaft)

Das ist Liebe die dir Leiden schafft.

Es ist so viel besser als dieses lauwarme lieben und sich in nicht vorhandener Liebe wiegen.

Ist fresh, gef├Ąllt mir. Danke.

Peace Mr. Black
__________________
Wer k├Ąmpft, kann verlieren, doch wer nicht k├Ąmpft,hat bereits verloren.

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Jarolep
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 24
Kommentare: 59
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Danke an Blackmail

Hallo Blackmail,

Danke f├╝r Deine Antwort, auch wenn sie keine "Textarbeit" ist, worauf die LL so besteht, freue ich mich ├╝ber die Reaktion.

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
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Es ist mir gar nicht recht verst├Ąndlich,

warum niemand bisher eine Wertung f├╝r diesen Beitrag abgegeben hat. Ich finde, es ist ein sehr interessanter Text. Ich lese ihn als die Schilderung einer Entfremdung. Aber einer Entfremdung, die so eindeutig nicht ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Die Geschichte einer Mutterschaft und ihrer Folgen. Die Zuwendung zu den Kindern und die Abwendung vom Mann. Gleichzeitig aber keine endg├╝ltige und hoffnungslose Abwendung. Die Sehnsucht scheint immer noch lebendig zu sein und mag eines Tages wieder stark werden. Das entnehme ich den Worten:

...deine Zunge die meine ber├╝hrt, vergesse ich, wer ich bin. Ich vergesse meinen Kampf mit den Chim├Ąren des Alltags und w├Ąhne mich in Sicherheit

Wenn ich mit meinen Fingern ├╝ber deine H├╝ften fahre...

Aus letzter Kraft widerstehe ich der Sehnsucht, mit dir eins zu sein

es ist eine Zerrissenheit in den Gedanken der Frau, die sehr anr├╝hrend ist. Eine Schattenseite der Erotik.
__________________
Wie h├Ąsslich ist ein schr├Ąges Treiben,
da lob ich mir mein tr├Ąges Schreiben.

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Jarolep
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 24
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Danke an Gareth!

Lieber Gareth,

Danke f├╝r Dein Kommentar und Deine Bewertung. Du hast den Text genau richtig verstanden! Ich dachte schon fast, ich habe mich wieder ├╝bernommen und etwas schwerverdauliches produziert.

Vielen Dank und einen sch├Ânen Abend noch!

jaro

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