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Leselupe.de > Horror und Psycho
Ich liege nun
Eingestellt am 08. 03. 2004 16:33


Autor
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morthan-Devil
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

Werke: 11
Kommentare: 6
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Ich liege nun

Ins Bad sie geht zum Rosenstrauch
Um seinen Durst zu stillen auch.
Im Augenwinkel: Waschbecken,
Triefend Dolch und rote Flecken.
Verwirrt und starrend bleibt sie stehen,
Vergisst, sagt habe nichts gesehen.
Zu gehen Weg mit neuer Kraft
Die Blume hat durch Lebenssaft.

Sie geht die Treppe hinunter,
├äu├čerlich ersch├Âpft nicht munter.
Tief in Gedanken versinken
Will sie mit Augen, die blinken.
Auf fallenden Stufen liegt Fu├č,
Mit Schmerz gefoltert, schwarz vor Ru├č.
Achtung wird ihm nie mehr geschenkt,
Verkrampftem Fu├č, der ausgerenkt.

Durch K├╝che der ausgesaugten
Schweift Blick nach mehreren Flauten.
An der Brotmaschine liegen
Finger ├╝bers├Ąht mit Fliegen.
Selbst sp├╝rt man ihre Schreie noch.
Worte fehlen im tiefen Joch.
Der Hunger fehlt dem dunklen Wrack,
Denn es verlor seinen Geschmack.

Sie dreht sich um und geht zur├╝ck
Ins Wohnzimmer mit kleinem Schritt.
Der Geigenkasten offenbart
Zerrissnen Arm, zu schlecht bewahrt.
Die Violine mit Gewalt
Besudelt und bet├Ąubt doch kalt.
Das Gef├╝hl will nicht mehr singen,
Nicht nach Schmerz und Trauer klingen.

Den Kopf zum Milieu des Fensters
Erblickt sie Brief ihres T├Ąnzers.
Am Rahmen sind festgenagelt
Rote Augen, l├╝stern Bargeld.
Das Blut tropft ins Freie geschwind.
Weigernd sie recht zu sehen ist sie blind.
In ihrer eignen Welt sie lebt.
Wichtiger ist Traum, der vor ihr schwebt.

In Keller wird sie eintauchen,
Im Falle dann auch Halt brauchen.
├ťber Treppe ergie├čt sich Bach
Z├Ąh flie├čend und schon nicht mehr wach.
Der Weg, den sie geht, ist klebrig
Sie rutscht nicht aus, wandelt selig.
Sie redet sich wohlm├Âglich ein,
Das es ist Liebe oder Wein.

Im Keller riecht es unbehagend.
Luft wirkt auf sie deprimierend.
Es macht der Blick in K├╝hltruhe
Bad im rostigen See mit Ruhe.
Hier liegen D├Ąrme ellenlang
Im lichterhellten Schrank.
Sofort wird die K├Ąlte wieder
Eingesperrt, denn es ist bieder.

Im Werkkeller sie zuletzt sieht
Den K├Ârper, der in Ecke liegt.
Rotblau ist er und stark zerfleischt.
Geschlechtslos hat er viel gekreischt.
Man sp├╝rt den Hauch Genugtuung,
Der jetzt gerade ward errungen.
Noch lange Zeit steht sie dann dort,
Die schwarze Witwe nach dem Mord.

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