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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ich möchte Sie kennenlernen
Eingestellt am 12. 06. 2004 14:53


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Christa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2004

Werke: 4
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Ich möchte Sie kennenlernen

Ich saß im Zug auf dem Weg nach Kiel, meiner Heimatstadt. Die Landschaft, die an meinem Fenster vorüberzog, nahm ich nicht wahr. Tief versunken in Erinnerung der letzten zwei Tage. Es waren die außergewöhnlichsten Tage meines Lebens. Ich zündete mir eine Zigarette an und der heiße Kaffee tat sein übriges, meine Gedanken langsam zu ordnen. Den Rauch tief inhalierend, ließ ich die vergangenen Wochen Revue passieren.
Ich hatte gerade eine Beziehung hinter mir, die wirklich alle Wünsche offen ließ. Das Ende wirkte befreiend, aber frei zu sein, bedeutete auch allein zu sein. Das mußte sich ändern. Der Mann meiner Träume sollte souverän sein, mich beherrschen können ohne über mich zu herrschen. Ich sehnte mich nach der Hingabe zu einem Mann, der weiß was er will und es mir unmißverständlich zu verstehen gibt. Ein Mann, der so viel Einfühlungsvermögen besitzt, dass er weiß, wie er mich anzufassen hat; wann ich seine Hand zärtlich und wann ich sie hart spüren will.
Auf eine Zufallsbekanntschaft wollte ich nicht warten. Also, gab ich kurzentschlossen eine Anzeige in der Tageszeitung auf. Ich erhielt an die zwanzig Zuschriften. Die meisten Absender waren noch nicht einmal in Lage sich in zusammenhängenden Sätzen verständlich zu machen, geschweige denn mein Herz zu erobern, oder gar meine Sinnlichkeit zu wecken. Die Herren, die meinten, mir sinnlose Befehle erteilen zu können, flogen auch gleich in den Papierkorb. Drei der Zuschriften kamen in die engere Wahl. Einer dieser Bewerber machte nicht viele Worte. Nur eine Karte auf der stand: "Ich würde Sie gerne kennenlernen, Grüße Armin." Ich wollte sie schon wegschmeißen, da sie so wenig über den Adressaten aussagte, doch es war gerade dieser sparsame Stil, der meine Neugier weckte. Nachdem bei den Telefonaten mit den anderen beiden der berühmte Funke nicht übergesprungen war, entschloß ich mich, Armin eine Chance zu geben.
Schon der Klang seiner Stimme jagte mir wohlige Schauer über den Rücken. Wir hatten erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Was mir jedoch am meisten gefiel, war die Art, wie er sich gab. Er erzählte viel von sich, ohne mich mit Fragen zu überhäufen. Er ließ mir in unseren Gesprächen immer wieder die Möglichkeit, mich für ihn zu öffnen. Einmal, wir plauderten gerade zwanglos, fragte er mich unverhofft, was ich denn gerade an hätte. Ich beschrieb ihm kurz meine Kleidung. Er forderte mich dann auf, mein Höschen auszuziehen und ich hätte in Zukunft dafür zu sorgen, meinen Lusttempel offen zu halten. Naja, wenn der meinte, ich würde künftig auf meinen Slip verzichten, sollte er. Bei unserem nächsten Gespräch war er kurz angebunden. Er meinte, er könne nicht lange sprechen, da er noch einen Termin wahrnehmen müsse. Ich solle am Freitag mit dem Zug nach Berlin kommen. Er nannte mir noch eine Adresse und legte dann auf. Na, der gefiel mir. Glaubte der wirklich, er bräuchte nur mit dem Finger schnippen und ich rausche an, aber war es nicht das, was ich wollte? Ja, und ich wollte dieser Stimme, die mich schon von Anfang an in ihren Bann gezogen hatte, einen Menschen aus Fleisch und Blut zuordnen.
Der Zug lief im Bahnhof ein. Ich ging zum Ausgang und stieg in ein Taxi. Nach dreißig Minuten stand ich vor einem stattlichen Haus in Zehlendorf. Sehr noble, alte Villengegend. Die Straßen ruhig und die Gärten groß, mit altem Baumbestand. Ich war höllisch nervös. Einen kurzen Fluchtimpuls niederkämpfend, drückte ich auf die Klingel. Ein Summen beantwortete den Glockenklang und die Tür gab meinem leichten Druck nach. Niemand, der mich begrüßte. Ich trat ein und schaute mich um. Mitten in der großen Halle hing ein eiserner Käfig an einer Kette von der Decke. Die Stäbe des Käfigs waren mit Rosenranken verziert. Eine Treppe zu beiden Seiten der Halle führte nach oben. Die Galerie war nur schwach beleuchtet. Immer noch keiner zu sehen. Neugierig sah ich mir den Käfig etwas genauer an.
"Zieh dich aus und setz dich in den Käfig!", hörte ich die mir wohlbekannte Stimme.
Ich sah hoch zur Galerie, wo ich Armin vermutete, doch niemand war zu sehen. Ich zögerte.
"Leg deine Sachen auf den Stuhl neben der Tür."
Ich verspürte ein Kribbeln in der Magengegend, das sich augenblicklich über meinen ganzen Körper ergoß. Ich gehorchte. Ging zum Stuhl und legte meine Kleidung darüber. Nackt ging ich zum Käfig zurück und stieg hinein. Da saß ich nun und fieberte dem weiteren Geschehen entgegen.
Das Geräusch eines Feuerzeugs erweckte meine Aufmerksamkeit. Ich sah die Umrisse eines Mannes, der Kerzen in eisernen Kerzenhaltern entzündete. Das Licht hauchte der Galerie diffuses Leben ein. Langsam kam er die Treppe runter. Bekleidet mit einem schwarzen Umhang, sein Gesicht unter einer Kapuze versteckt, machte er auf mich den Eindruck eines Folterknechts. Ich war elektrisiert.
Er umrundete meinen Käfig, nahm dann seine Kapuze ab und sagte: "Was für ein nettes Vögelchen ist mir denn da ins Haus geflogen?".
Ich wagte kaum zu atmen. Seine Stimme hatte einen dunklen Klang angenommen, die Augen musterten mich aufmerksam und strahlten eine animalische Härte aus. Wieder ging er um mich herrum. Seine Hand gab dem Käfig einen leichten Stoß.
"Ich werde Sachen mit dir machen, die du nie mehr vergessen wirst. Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du ein anderer Mensch sein, wirst mir gehören und meine Befehle befolgen!"
War das eine Anspielung auf meinen Slip, der oben auf meinen Sachen lag? Mir wurde heiß. Er ging einen Schritt zurück, deutete eine Verbeugung an.
"Ich bin ein schlechter Gastgeber. Du wirst hungrig und durstig sein. Entschuldige mich einen Moment, ich werde gleich wieder da sein."
Mit einem diabolischen Grinsen auf den Lippen drehte er sich um und verließ die Halle.




Als er wieder kam, hatte er den Umhang abgelegt. Die schwarze Lederweste gab den Blick auf seinen durchtrainierten Körper frei. Muskulöse Arme mit Nietenbändern gebunden. Enge Hosen zeichneten jedes Detail nach. In den Händen hielt er ein rotes Halsband. Es war hochgeschnitten und mit Nieten und einem Ring besetzt. Dieses Halsband erlaubte seiner Trägerin kaum Bewegungsfreiheit. Der Hals wurde in seiner gesamten Länge umschlossen. In der anderen Hand hielt er eine Kette und einen Rohrstock.
Er schmiß das Halsband auf den Boden und forderte mich auf: "Steig aus dem Käfig und leg es an!".
Ich gehorchte. Nahm das Halsband auf und band es um. Aus den Augenwinkeln nahm ich eine Bewegung wahr und spürte sogleich einen leichten Windzug, der mit einem kurzen stechenden Schmerz auf meiner Schulter endete.
"Runter mit dir. Ich will dich auf deinen Knien sehen."
Er befestigte die Kette an meinem Halsband und erkundete mit dem Rohrstock meinen Körper. Leise summend zeichnete er die Linien meines Rückens nach, umrundete meinen Po und strich an meinen Oberschenkeln entlang. Ich zitterte leicht, würde er mich wieder treffen, dieser spitze Schmerz? Doch ich spürte nur einen leichten Ruck am Hals, der mir bedeutete mich in Bewegung zu setzen. Wir verließen die Halle und betraten einen Raum, in dessen Mitte ein langer Tisch stand, reicht gedeckt. Ein Korb mit Früchten, Wein, Brot und gebratener Fasan. Ein Stuhl an der Stirnseite mit hoher Lehne. Mich führte er zu einem Fell am Kamin. Dieser Platz schien mir zugedacht. Schweigend nahm er die Weinflasche und füllte etwas in eine Schüssel, die am Rand des Fells aufgestellt war. Er setzte sich und begann zu essen.
"Da!"
Mit einem Knall landete ein halbabgenagtes Fasanenbein auf meinem Platz.
"Vergiß deine Hände. Iß mit dem Mund. Es wird noch eine Weile dauern, bis du sie wieder benutzen darfst."
Es war eine teuflische Aufgabe, die er mir gestellt hatte. Das Halsband machte es mir nahezu unmöglich meinen Kopf zu bewegen und wann immer ich mit meinen Zähnen den Knochen packte, bekam ich auch einige Haare des Fells ab. Da ich ihn aber auf keinen Fall verärgern wollte, bemühte ich mich, den Knochen sauber abzunagen. Das laute Geräusch eines fortgeschobenen Stuhls schreckte mich auf. Langsam kam er auf mich zu.
"Nun, bist du satt?"
"Ja, Herr", antwortete ich.
"Dann wird es Zeit für dein Training".
Wieder ließ er den Karabiner an meinem Halsband einrasten. Wir verließen das Eßzimmer und er führte mich in den, wie er es nannte, roten Salon. Den Mittelpunkt dieses Zimmers bildete ein großes Himmelbett mit roten Satinbezügen. Die Fenster waren mit schweren Samtbezügen, natürlich auch in rot, verhangen. In der Ecke gegenüber von der Tür stand ein Spiegel. Licht spendete ein eiserner Kerzenleuchter, der am Fußende des Bettes stand.
"Leg dich aufs Bett."
Er band meine Hände und Füße am Bettgestell fest. Ich war ihm völlig ausgeliefert. Das allein schien ihm nicht zu genügen, denn er verband mir noch die Augen.
"Ich werde dich jetzt allein lassen. Nutze die Zeit, um darüber nachzudenken, was ich bald mit dir tun werde."
Das Schnappen des Türschlosses sagte mir, dass er das Zimmer verlassen hatte. Oder? Ich lauschte. Kein Atemzug außer dem meinen. Kein Geräusch, das seine Anwesenheit verriet. Mein Herz klopfte. Ein Luftzug über meiner rechten Brust. Was war das. Ich war doch allein. Nein, ich mußte mich getäuscht haben. Nichts. Stille. Etwas berührte mich an meinem Bauch. Es war weich, nicht mehr als ein Hauch.
"Armin?"
Keine Antwort. Wieder spürte ich etwas. Diesmal heftiger, härter. Ein Kratzen an meinem Oberschenkel. Ein Bürste? Ja, das mußte es sein.
"Denkst du immer noch, du wärst allein?"
Ein Stöhnen war meine Antwort, denn er verließ meinen Oberschenkel und führte die Bürste über meinen Venushügel; zurück in meinen Schoß. Das geile Gefühl wurde jäh beendet. Ein breites Klatschen. Dumpfer Schmerz breitete sich an meinem Fußrücken aus. Er schlug, es klatschte, er jagte die Striemen der Peitsche über meinen Körper. Ich wand mich stumm mit steigender Lust. Abrupt hörten die Schläge auf. Sein keuchender Atem verriet seine Erregung. Was gäbe ich darum, ihn sehen zu können. Sein erhitztes Gesicht. Ihn riechen, schmecken. Doch er entzog mir diese Sinne. Ich spürte seine Hände auf meinen Brüsten. Finger, die meine Nippel kneteten und zogen, bis sie sich hart aufrichteten. Gierig saugend umschlossen seine Lippen meine harten Knospen.
"Ich möchte sehen, ob deine Grotte bereit ist."
Er ließ diesen Worten einen Kontrollgriff in meinem Schoß folgen. Ich wußte, er würde warme feuchte Bereitschaft vorfinden.
Mit einem Ruck zog er sich zurück und sagte: "Es ist gut, doch dass soll für heute genug sein. Ich wünsche dir eine gute Nacht. Bis morgen früh."
Dieses Mal war ich sicher, dass das Klappen der Tür endgültig war. Ich zerrte an meinen Fesseln. Wie konnte er mich in diesem Zustand zurücklassen. Hilflos gefesselt und aufs höchste erregt, bereit ihn in mich aufzunehmen. Seine Verweigerung steigerte mein Verlangen nur noch mehr, zugleich war ich außer mir. Doch, es blieb mir nichts weiter übrig, als meine Lage zu akzeptieren. Langsam fiel ich in einen unruhigen Schlaf.
Die Tür öffnete sich. Ich roch frischen Kaffee. Das Geräusch zurückgezogener Gardinen. Er löste meine Fesseln und ging sehr zärtlich vor. Küßte meine Gelenke, massierte sie. Lippen erkundeten meinen Leib. Als er meine Augenbinde löste, lächelte er mich an.
"Du hast einen wundervollen Körper. Ich hoffe du hattest eine angenehme Nacht! Kaffee?"
Wir frühstückten im Bett. Er war wie ausgewechselt. Zuvorkommend fast fürsorglich war er um mein Wohlergehen bemüht. Schnell verging die Zeit.
Er schaute auf die Uhr und sagte: "Mittag schon fast vorbei. Du hast lange geschlafen. Ich werde dir ein Bad einlassen. Komm in fünf Minuten nach."
Ich fühlte mich großartig. Ausgiebig streckte ich mich und verzieh ihm das abrupte Ende unseres Spiels in der Nacht. Ein heißes Bad war genau das, was mir jetzt gut tun würde. Die Geräusche im Badezimmer verstummten. Ein Zeichen, dass ich mich nun auf den Weg machen sollte. Also, verließ ich das Bett und ging durch die Nebentür ins Badezimmer. Er saß lässig auf dem Rand der Wanne. Ein leichter Duft nach Jasmin kam mir entgegen. Mit einer einladenen Geste bedeutete er mir lächelnd in die Wanne zu steigen. Galant reichte er mir seine Hand, um mir beim Einsteigen behilflich zu sein. Schaudernd zog ich meinen Fuß zurück.
"Das Wasser ist ja eiskalt."
Der Griff seiner Hand verstärkte sich, als er mit harter Stimmer sagte: "Steig ein. Ich werde dich anschließend schon aufwärmen".
Was blieb mir anderes übrig? Ich riß mich also zusammen und setzte mich in das kalte Wasser. Er nahm einen Schwamm und ließ Wasser von meiner Schulter über meinen Busen laufen. Etliche Male wiederholte er diese Waschung. Anschließend rieb er mit kreisenden Bewegungen den Schwamm über meine Brüste. So fest, dass es begann zu schmerzen, dann wieder ganz zärtlich, so als ob er sich bei meinen Nippeln entschuldigen wollte. Fordernd bewegten sich seine Hände über meinen Bauch hinab zu meinem Schoß. Finger spreizten meine Spalte und suchten sich ihren Weg in meine warme Lusthöhle. Ein Stöhnen entrang sich meiner Kehle.
"Ich sehe, du hast gelernt, auch ein kaltes Bad zu schätzen. Komm jetzt raus und trockne dich ab. Ich treffe dich unten in der Halle".
Er wartete am Fuß der Treppe auf mich. In seinem grauen Anzug, den Ledermantel lässig um die Schultern geworfen, sah er umwerfend aus. Er hielt mir einen Pelzmantel hin und ich schlüpfte hinein.
"Lange in die Tasche des Mantels", forderte er mich auf.
Meine Hand brachte ein silbernes Halsband, dass mit Straßsteinen besetzt war, hervor.
"Leg es um".
Mit einem kurzen Griff befestigte er ein dünnes Lederband an dessen Verschluß.
"Wir werden jetzt einen kleinen Spaziergang machen."
Die Sonne stand der Jahreszeit entsprechend schon ziemlich tief. Kalt wehte der Wind in mein Gesicht, doch obwohl ich völlig nackt unter dem Mantel war, fröstelte es mich nicht. Wir gingen schweigend die Straße entlang, wechselten auf die gegenüberliegende Seite und bogen am Ende unseres Weges links ab. Noch ein Stück die Querstraße entlang, hielten wir vor einem unscheinbaren Haus. Armin betätigte einen schweren Türklopfer. Wenige Augenblicke später wurde die Tür von einer Frau mit langen schwarzen Haaren in einem engen weißen Kleid geöffnet. Sie führte eine goldfarbene Zigarettenspitze an ihre grell geschminkten Lippen und trat einen Schritt zurück. Wir gingen durch einen spärlich beleuchteten Flur und gelangten in einen Partyraum. Es waren ungefähr eine handvoll Männer und zwei Frauen anwesend. Mich hinter sich herziehend begrüßte Armin die Männer.
"Was hast du denn heute dabei?", neugierig kam ein hochgewachsener, blonder Typ auf mich zu.
Mit einem Zug an der Leine holte Armin mich aus seinem Schatten und sagte: "Kommt alle her und seht euch meine neue Schlampe an."
Im Nu war ich umringt von lüsternden Blicken. Eine Hand grabschte nach mir und öffnete dabei unsanft meinen Mantel.
"Zieh ihn aus!", wies Armin mich an.
Nackt und ungeschützt stand ich inmitten der Menge. Finger in meinem Haar, an meinem Po, tasten und drücken an meinem Busen. Beschämt senkte ich den Blick. Als ich wieder aufsah, kam Armin auf mich zu. Stolz blitzten seine Augen. Mit einem zufriedenen Lächeln um seine Lippen legte er mir meinen Mantel wieder um. Vergessen die Scham, die Erniedrigung der vergangenen Minuten. Mein Herr war stolz auf mich.
"Gut gemacht, mein Vögelchen und jetzt ab nach Hause, wir haben noch etwas zu Ende zu bringen.", flüsterte er in mein Ohr.
Zärtlich umschlang sein Arm meine Hüfte, während wir diesen Ort verließen.
Zurück in seinem Haus, verband Armin mir meine Augen mit einem seidenen Schal.
Den Sitz der Augenbinde überprüfend sagte er: "Warte hier auf mich."
Seine Schritte entfernten sich. Wir haben noch etwas zu Ende zu bringen. Was würde mich jetzt wohl erwarten? Was hatte er vor? Mein Herz schlug heftig. Endlich kam er zurück. Warm und weich griff seine Hand nach der meinen. Er führte mich in sein Eßzimmer. Wärme umfing mich. Feuer brannte im Kamin. Behutsam nahm er mir die Augenbinde ab.
"Leg dich aufs Fell".
Er schenkte Wein in zwei Gläser und reichte mir eins. Mit einem tiefen Blick in meinen Augen hob er sein Glas, trank einen Schluck und ließ einige Tropfen über meinen Busen rinnen. Mit seiner Zunge verfolgte er den roten Rinnsal.
"Willst du mehr?"
Mein Stöhnen war Antwort und Aufforderung zugleich. Er ließ sich nicht lange bitten und füllte meinen Schoß mit Wein. Genüßlich nahm er jeden Tropfen auf.
"Du bist heiß, aber ich habe etwas für dich, das noch heißer ist."
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie er nach einer Kerze griff. Ich wollte mich aufrichten, doch ein Blick aus seinen Augen hinderte mich daran. Still blieb ich liegen. Er führte die Kerze unendlich langsam an meinen Bauch. Gleich würde sie ihre heißen Tropfen an mich abgeben. Dann ging es weiter. Ein Stück höher, noch etwas mehr. Ich schloß die Augen und genoß den süßen Schmerz. Heiß umfing das Wachs meine Nippel, um gleich darauf zu erstarren....

- Meinen Slip ließ ich da, denn den brauche ich nicht mehr. -

by C. Fritzsche
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Christa

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blaustrumpf
???
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Hallo, Christa

Nanu, schon zwei Werke und immer noch keine Reaktion, mal abgesehen von anonymen Klicks? Ich glaube, ich weiß einen Grund, der zumindest mich überzeugt: Weder dieser Beitrag noch der andere zeigen mir mehr als Klischees. Gewiss, ohne größere Rumpler glatt heruntergeschrieben, das mögen sie sein, aber ich erfahre praktisch nichts, das deine Protagonisten zu Persönlichkeiten runden würde. Beide Storys unterscheiden sich für mich nicht von dem, was es auf einschlägigen Seiten im Internet zu Tausenden gibt. Weder sind sie plausibel (im Sinne von "Das kann tatsächlich passieren" im Gegensatz zu "Das träume ich mir mal so zusammen"), noch gehen sie über die Aneinanderreihung von Klischees hinaus.

Es sind - krass gesagt - in meinen Augen einfache Wichsvorlagen für die BDSM-geneigte Klientel und da für die eher schlicht gestrickten, literarisch anspruchsloseren Gemüter. Nein, ich habe nichts gegen Wichsvorlagen. Aber ich wehre mich gegen die Annahme, dass sie den in diesem Erotik-Forum herrschenden Ansprüchen an eine gute und gut erzählte Geschichte genügten. Es tut mir Leid, das so hart zu sagen, und dann ausgerechnet noch einem "Newbie". Laut deinem Profil ist das hier vorgelegte Genre das, welches du beackern willst. Das ist natürlich ein schöner Plan. Aber bist du wirklich sicher, dass du dir den besten Boden für die Früchte deines Gebietes ausgesucht hast?

Trotzdem schöne Grüße von blaustrumpf
__________________
Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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Mumpf Lunse
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liebe christa,
willkommen in der leselupe.
ich bin nicht entrüstet das eine frau solche
phantasien zu papier bringt.
ich möchte dir einige streichungen bzw. umstellungen im text vorschlagen:


quote:
Ich saß im Zug auf dem Weg nach Kiel, meiner Heimatstadt. Die Landschaft, die an meinem Fenster vorüberzog, nahm ich nicht wahr. Tief versunken in Erinnerung der letzten zwei Tage.


Ich saß im Zug auf dem Weg nach Kiel, meiner Heimatstadt. Die Landschaft, die am meinem Fenster vorüberzog, nahm ich, tief versunken in Erinnerung der letzten zwei Tage, nicht wahr.

quote:
"Runter mit dir. Ich will dich auf deinen Knien sehen."

auf wessen knien sonst? - und es sind Befehle!!

"Runter mit dir! Ich will dich auf den Knien sehen!"

quote:
Armin betätigte einen schweren Türklopfer. Wenige Augenblicke später wurde die Tür von einer Frau mit langen schwarzen Haaren in einem engen weißen Kleid geöffnet.


das sollen nur beispiele sein. wenn du dich damit anfreunden kannst solltest du den text in diese richtung überprüfen.

viel grüsse
gunter
__________________
© by Mumpf Lunse
Schreiben ist etwas überraschendes

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gareth
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Hallo Christa,

ich könnte mich leider mit solch marginalen Streichungen und Umstellungen nicht zufrieden geben, wie sie Mumpf Lunse für sinnvoll und ausreichend hält. Auch seine kleine rhethorische Wendung, dass er (persönlich) sich nicht entrüste, dass eine Frau usw. und damit andeutet, es habe sich vor ihm jemand entrüstet, werte ich eher als Freundlichkeit, da sich ja niemand entrüstet hat. Auch ich werde das nicht :o).

Mich hätte mehr interessiert, was diese Frau in ihre Annonce eigentlich hineingeschrieben hat, wenn sich dadurch ein Typ wie Armin angesprochen fühlt. Es bleibt auch unklar, wie ihre ersten Gespräche stattfinden. Ich vermute und hoffe mal, am Telefon. Plötzlich und unvermittelt, fordert Armins sie dabei auf ...mein Höschen auszuziehen und ich hätte in Zukunft dafür zu sorgen, meinen Lusttempel offen zu halten . Das überrascht die Heldin weder, noch öded es sie an. In Berlin betritt sie dann seine Villa, steht statt in einem Flur oder einem Vorraum oder einem Salon unvermittelt in einer Halle mit einem Käfig, was sie ebenso wenig nachdenklich macht oder gar überrascht. Dann: Langsam kam er die Treppe runter. Bekleidet mit einem schwarzen Umhang, sein Gesicht unter einer Kapuze versteckt, machte er auf mich den Eindruck eines Folterknechts. . Da rennt sie nicht schreiend weg, sondern sie ist elektrisiert.
Später lässt sie sich mit kaltem Wasser foltern, anbinden, lässt sich weiterhin anquatschen mit dumpfen Allgemeinplätzen wie "Ich möchte sehen, ob deine Grotte bereit ist" und es ist ihr alles irgendwie recht. Vielleicht fühlt sie etwas, aber das weiß sie nicht, oder kann es jedenfalls nicht sagen. Da weiß ich dann, dass das alles so ewig weit weg ist von mir und meiner kleinen Welt, dass es mich schon nicht mehr interessiert. Alles was ich da lese, ist beliebig. Mir sagt es nichts und es ist auch nicht erotisch für mich.

Aber das bin nur ich. Vielleicht gibt es Liebhaber dafür.
gareth

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Christa
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Ursprünglich veröffentlicht von Mumpf Lunse
liebe christa,
willkommen in der leselupe.
ich bin nicht entrüstet das eine frau solche
phantasien zu papier bringt.
ich möchte dir einige streichungen bzw. umstellungen im text vorschlagen:


quote:
Ich saß im Zug auf dem Weg nach Kiel, meiner Heimatstadt. Die Landschaft, die an meinem Fenster vorüberzog, nahm ich nicht wahr. Tief versunken in Erinnerung der letzten zwei Tage.


Ich saß im Zug auf dem Weg nach Kiel, meiner Heimatstadt. Die Landschaft, die am meinem Fenster vorüberzog, nahm ich, tief versunken in Erinnerung der letzten zwei Tage, nicht wahr.

quote:
"Runter mit dir. Ich will dich auf deinen Knien sehen."

auf wessen knien sonst? - und es sind Befehle!!

"Runter mit dir! Ich will dich auf den Knien sehen!"

quote:
Armin betätigte einen schweren Türklopfer. Wenige Augenblicke später wurde die Tür von einer Frau mit langen schwarzen Haaren in einem engen weißen Kleid geöffnet.


das sollen nur beispiele sein. wenn du dich damit anfreunden kannst solltest du den text in diese richtung überprüfen.

viel grüsse
gunter

Hallo Gunter,
vielen Dank für deine Tips. Es klingt wirklich "runder".
Auch dir viele Grüße
Christa
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Christa

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Christa
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Re: Hallo Christa,

quote:
Ursprünglich veröffentlicht von gareth
ich könnte mich leider mit solch marginalen Streichungen und Umstellungen nicht zufrieden geben, wie sie Mumpf Lunse für sinnvoll und ausreichend hält. Auch seine kleine rhethorische Wendung, dass er (persönlich) sich nicht entrüste, dass eine Frau usw. und damit andeutet, es habe sich vor ihm jemand entrüstet, werte ich eher als Freundlichkeit, da sich ja niemand entrüstet hat. Auch ich werde das nicht ).

Mich hätte mehr interessiert, was diese Frau in ihre Annonce eigentlich hineingeschrieben hat, wenn sich dadurch ein Typ wie Armin angesprochen fühlt. Es bleibt auch unklar, wie ihre ersten Gespräche stattfinden. Ich vermute und hoffe mal, am Telefon. Plötzlich und unvermittelt, fordert Armins sie dabei auf ...mein Höschen auszuziehen und ich hätte in Zukunft dafür zu sorgen, meinen Lusttempel offen zu halten . Das überrascht die Heldin weder, noch öded es sie an. In Berlin betritt sie dann seine Villa, steht statt in einem Flur oder einem Vorraum oder einem Salon unvermittelt in einer Halle mit einem Käfig, was sie ebenso wenig nachdenklich macht oder gar überrascht. Dann: Langsam kam er die Treppe runter. Bekleidet mit einem schwarzen Umhang, sein Gesicht unter einer Kapuze versteckt, machte er auf mich den Eindruck eines Folterknechts. . Da rennt sie nicht schreiend weg, sondern sie ist elektrisiert.
Später lässt sie sich mit kaltem Wasser foltern, anbinden, lässt sich weiterhin anquatschen mit dumpfen Allgemeinplätzen wie "Ich möchte sehen, ob deine Grotte bereit ist" und es ist ihr alles irgendwie recht. Vielleicht fühlt sie etwas, aber das weiß sie nicht, oder kann es jedenfalls nicht sagen. Da weiß ich dann, dass das alles so ewig weit weg ist von mir und meiner kleinen Welt, dass es mich schon nicht mehr interessiert. Alles was ich da lese, ist beliebig. Mir sagt es nichts und es ist auch nicht erotisch für mich.

Aber das bin nur ich. Vielleicht gibt es Liebhaber dafür.
gareth


Hallo Gareth,
sie telefonieren tatsächlich am Anfang. Und wenn du dich erinnerst, will sie einen Mann, der weiß, wann sie mit zarter und wann mit harter Hand angefaßt werden will. Es gibt viele verschiedene Menschen und somit auch verschiedene kleinere und größere Welten. Liebhaber des BDSM erkennen in den dumpfen Allgemeinplätzen ein feinstrukturiertes Netz zwischen Dominanz und Unterwerfung, die den ganz besonderen Reiz in einer anderen Spielart der körperlichen und seelischen Beziehung wiederspiegeln.Ich danke dir für deine Mail und freue mich über deine Bereitschaft Texte zu lesen, die eine andere Seite des Lebens beschreiben.
Viele Grüße
Christa
__________________
Christa

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Dominik Klama
???
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Der Text erzählt von einer SM-devoten Norddeutschen, die nach Berlin fährt, um ein Date mit einem SM-Top zu haben, den sie via Anzeige und anschließenden Telefonaten kennen gelernt hat. Erzählt werden verschiedene Dominanz-Unterwerfungs-Sequenzen, die sie im herrschaftlichen Haus des (ansonsten wenig charakterisierten) Mannes erlebt. Hierbei passiert weder sonderlich Hartes noch besonders viel „normaler“ penetrierender Geschlechtsverkehr, eigentlich gar keiner. Die Ich-Erzählerin kehrt mit dem Gefühl zurück, etwas sie zutiefst Aufwühlendes und Beglückendes erfahren zu haben.


Was immer das für ein literarisches Fernstudium gewesen sein mag, das Christa drei Jahre absolviert hat, mir erscheint nicht unbegründet, dass sie dort gute Noten erreichte. Der Text ist sprachlich, stilistisch, vom Einsatz seiner erzählerischen Mittel her in etwa auf dem Niveau, das man innerhalb der Leselupe bei Autoren zu finden gewöhnt ist, deren Texte zwischen etwa 6 und 9 bewertet werden. Also grundsätzlich gut, wenn auch sichtlich noch verbesserungsfähig.

Wie aber erging es ihr! Sie checkt im Mai ein, stellt bis Sommer vier Geschichten ein, dies die zweite, von denen manches nicht, der Rest ziemlich abweisend kommentiert wird. „Ich möchte Sie kennen lernen“ wird erstaunlich oft, nämlich zehn Mal bewertet, aber sechs von zehn LL-Mitgliedern werten mit drei und darunter! Anschließend ist man „wird mal Schriftsteller“ und schlägt frustriert die Abstimmung mit den Füßen ein. Seit August 2004 hat Christa in der LL nie wieder irgendwas publiziert oder kommentiert.

So etwas habe ich schon öfter bemerken können. Die wackeren, braven Mittelmäßigen mit der Art Text, die das Erlebnis im kuschlig Bescheidenen aufspürt, publizieren jahrelang Dutzende von Werken und sind irgendwann dann Fast-Bestseller-Autor. Diejenigen aber, die sich Themen aussuchen, die nicht alle anderen auch haben, werden vergrault, rausgeekelt. Ich hätte ja nicht mal was dagegen, wenn das mit den Stümperautoren geschähe, von denen die LL wahrlich genug aufweist. Aber, wenn jemand über ein handwerklich so solides Level wie Christa verfügt und sich damit dann auch noch auf eher etwas ungewöhnliche Themen wirft, dann finde ich es fast schon skandalös, wie hier die Diktatur des Mittelmaßes so oft so erbarmungslos zuschlägt!

Christa kennt etwas. Sie hat etwas erlebt. Sie hat Gefühle und Bedürfnisse erotischer Natur, die sie in Schreiben umsetzen will. Man spürt beim Lesen, da ist eine reale Grundlage in der Person des Autors dagewesen. Bei ziemlich vielen anderen LL-Texte merke ich so was überhaupt nicht. Dort merke ich nur die „Aufgabe“: „Ach, lass uns doch mal einen Text über [irgendwas] machen, könnte doch hübsch werden!“ Da erscheinen Texte, die nur etwas mit anderen Texten (und natürlich oft auch Filmen) zu tun haben, wo aber ein Bezug zum Autor-Mensch absolut nicht feststellbar ist. Solches Arbeiten ist für mich per se schlechter als das von Christa. Weil es kunsthandwerklich ist und nichts wagt.

Ich finde ihren Text hier keineswegs super. Es ist ein SM-Text und als solcher wagt er nicht besonders viel und hat dafür, wie nicht unzutreffend bemerkt wurde, eine Reihe vorgefertigter Klischees aus dem Genre zu bieten. Aber er ist nicht peinlich (was bei diesem Thema eine größere Gefahr gebildet hätte als, sagen wir, bei einem Text über jemand, der schildert, wie er durch die Stadt geht, in der er einst Kind war) und an keiner einzigen Stelle tatsächlich schlecht.

Gelobt hat ihn hier niemand. Und für mich ist unübersehbar, dass es mit dem Thema zusammenhängen muss. Die Ablehnung wird literarisch-künstlerisch begründet, aber das kann nicht der wahre Grund sein. Die schlechte Literatur vergleichbar gut oder schlecht erzählter Texte über Mädchenfreundschaften oder Männerreisen habe ich niemals dermaßen herausgestrichen gefunden wie hier bei Christa

Worum es geht, ist weiblicher SM, Sado-Masochismus. Allerdings geht es nicht im echten Sinne um einen Sadisten und eine Masochistin, sondern es geht um einen dominanten Mann und eine devote Frau. Es geht auch um ein erstes persönliches Treffen zwischen diesen beiden Protagonisten, bei dem von vornherein feststeht, dass es in der Absicht, erotische Handlungen auszuführen, eingefädelt wurde. Es geht also um Sex unter Unbekannten. Schon diese Thematik dürfte einigen LL-Mitgliedern nicht behagen. Aber nicht Masochismus, denn der würde fordern, dass sich tatsächlich so etwas Ähnliches wie Folter oder Vergewaltigung ereignen würde. Nein, und Christa schreibt es ja auch auf ihrem Profil, ihr Thema sind Devote. Menschen, die beim Liebesspiel Unterwerfung, Unterordnung, Beherrscht- und Kontrolliertwerden erfahren wollen, aber nicht körperliche Pein, Qual und extreme Verzweiflung.

Der Text wurde bei Erotik gepostet, das macht von vornherein klar, dass die Zugfahrt der ersten paar Sätze nicht das eigentliche Thema sein wird. Dass es in Richtung SM steuert, kündigt schon der zweite Absatz an:

quote:
Ich sehnte mich nach der Hingabe zu einem Mann, der weiß was er will und es mir unmißverständlich zu verstehen gibt. Ein Mann, der so viel Einfühlungsvermögen besitzt, dass er weiß, wie er mich anzufassen hat; wann ich seine Hand zärtlich und wann ich sie hart spüren will.
Wer bei der Hand, die man „hart spüren“ will, nicht ins Nachdenken kommt, ist ein blinder Leser. Tut mir Leid, aber anders kann ich das nicht sagen. Blinde Leser sollten ihre Blindheit nicht den Autoren anlasten. Der dritte Absatz führt weiter aufs Thema zu:
quote:
Die Herren, die meinten, mir sinnlose Befehle erteilen zu können, flogen auch gleich in den Papierkorb.
Befehle werden also erwartet. Aber keine „sinnlosen“.
Jetzt unsere LL-Kritiker:
quote:
Plötzlich und unvermittelt fordert Armin sie auf, das Höschen auszuziehen ... Das überrascht die Heldin weder, noch ödet es sie an.
quote:
In Berlin betritt sie dann seine Villa, steht ... unvermittelt in einer Halle mit einem Käfig, was sie ebenso wenig nachdenklich macht oder gar überrascht.
quote:
Er macht ... den Eindruck eines Folterknechts. Da rennt sie nicht schreiend weg, sondern sie ist elektrisiert.
Will sagen:
Es ist nicht so, wie ich es kenne, darum stimmt es nicht. Es ist SM und ich habe es zu spät gemerkt, darum bin ich sauer. Ich selbst mache keinen SM, daher kenne ich keinen SM, aber ich weiß, dass es beim SM so nicht zugeht. Ich kapiere nicht, dass es jemanden anmacht, sich als Körper in die Herrschaft einer praktisch unbekannten Person zu begeben. Darum stimmt das nicht. Darum ist das nicht so. Darum ist das nicht Wahrheit, sondern Wichsvorlage.
quote:
Wichsvorlagen für schlicht gestrickte, literarisch anspruchslose Gemüter. ...genügt nicht den in diesem Erotik-Forum herrschenden Ansprüchen an eine gute und gut erzählte Geschichte.
Ich selber habe ja nun schon eine ganze Menge der erotischen Geschichten in diesem Forum verschlungen. Worin genau allerdings die hier herrschenden Ansprüche bestehen, ist mir dabei noch nicht aufgegangen. Aber wer deren Nichterfüllung kritisiert und wer doch wohl „konstruktiv“, also dem Autor helfend, kritisieren will, der dürfte uns die jetzt mal aufschreiben, was mich für meine eigenen Schreibzwecke auch mit Freude erfüllen würde.

Leider geschieht das dann aber nur ex negativo. Nicht sein darf!
quote:
Alles was ich da lese, ist beliebig.
Diese Kritik kommt mir auch etwas beliebig vor. Wie könnte das gemeint sein? Die machen da in der Geschichte was. Sie kommt herein, er ist vermummt, er befiehlt, dass sie sich auszieht und in einen Käfig hockt. Anderntags bringt er ihr das Frühstück ans Bett, hat ein Halsband für sie, lässt sie nackt in einen Pelzmantel schlüpfen, in dem sie dann über die Straße geführt wird zu einem anderen Haus, wo mehrere fremde Leute warten, vor denen sie nackt zu stehen hat, dann wird sie von diesen Leuten angefasst. Das sei beliebig. Heißt entweder, es passiert ohne jede Folgerichtigkeit, einfach so, damit die Schreiberin was zu schreiben hat, mit dem sie ihre Leser schocken kann. (Nun, das finde ich nicht. Ich habe mittlerweile schon so viele SM-Texte gelesen, wo von solchen Aktionen so oft die Rede war, dass mir scheinen will, so was wird tatsächlich gemacht und in etwa auch in dieser Abfolge. Also nicht beliebig.)

Oder es heißt, so was ist substanzlos ausgedacht. So was passiert in der Welt nicht. So was kommt nur im Kopf der Autorin vor. Na, wie ich gerade sagte, ich habe allerhand Anzeichen dafür, dass es noch in den Köpfen äußerst vieler weiterer Menschen vorkommt. Womit diese Beliebigkeitskritik zusammenschnurrt auf: In meinem Kopf war so was noch nie. Darum ist es ein schlechter Text. Weil er mir nicht etwas erzählt, was in meinem Kopf schon mal war.

Genau! Die LL-Literatur. Immer den Leuten erzählen, was in ihrem Kopf schon war. Und wenn mal einer was erzählt, was da noch nicht war, ist es natürlich schlecht geschrieben.
quote:
Klischees. ... ich erfahre praktisch nichts, das deine Protagonisten zu Persönlichkeiten runden würde. ... nicht plausibel ... gehen nie über die Aneinanderreihung von Klischees hinaus.
Nein, dass sich vor maskierten Leuten ausgezogen wird, dass Halsfesseln angelegt werden, dass in Käfigen Platz genommen wird, dass kaltes Wasser auf nackte Haut kommt, dass Ausgezogene vor Angezogenen vorgeführt werden usw., das sind keine Klischees! Man kann es als Klischees auffassen unter dem Aspekt, dass immer wieder ähnliche Spielchen gemacht werden und diese daher auch in vielen SM-Texten immer wieder vorkommen. Mit derselben Berechtigung ist dann aber auch Klischee: „Ich nahm sie in meinen Arm. Ich küsste sie. Ich fühlte ihre Bereitschaft, sich mir hinzugeben. Ihre Brustwarzen waren hart geworden, ich konnte es unter der Bluse spüren.“ Darf ab jetzt in keiner Geschichte in diesem Forum mehr stehen! Ist Klischee!

Recht hat er allerdings, dass man über die Figurencharaktere fast nichts erfährt. Vor allem über den Mann nahezu null. Zu meiner eigenen Textkritik weiter unten mehr.

quote:
Vielleicht fühlt sie etwas, aber das weiß sie nicht, oder kann es jedenfalls nicht sagen.
So so. In dem Text, den ich las, stand allerdings:
quote:
...doch es war gerade dieser sparsame Stil, der meine Neugier weckte.
Schon der Klang seiner Stimme jagte mir wohlige Schauer über den Rücken. Wir hatten erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Was mir jedoch am meisten gefiel, war die Art, wie er sich gab.
Naja, wenn der meinte, ich würde künftig auf meinen Slip verzichten, sollte er.
Na, der gefiel mir. Glaubte der wirklich, er bräuchte nur mit dem Finger schnippen und ich rausche an, aber war es nicht das, was ich wollte?
Ich wollte dieser Stimme, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hatte, einen Menschen aus Fleisch und Blut zuordnen.
Ich war höllisch nervös. Einen kurzen Fluchtimpuls niederkämpfend, drückte ich auf die Klingel.
Neugierig sah ich mir den Käfig etwas genauer an.
...hörte ich die mir wohlbekannte Stimme.
Ich zögerte.
Ich verspürte ein Kribbeln in der Magengegend, das sich augenblicklich über meinen ganzen Körper ergoß. Ich gehorchte.
Da saß ich nun und fieberte dem weiteren Geschehen entgegen.
Ich war elektrisiert.
Ich wagte kaum zu atmen. Seine Stimme hatte einen dunklen Klang angenommen, die Augen musterten mich aufmerksam und strahlten eine animalische Härte aus.
Mir wurde heiß.
Mit einem diabolischen Grinsen auf den Lippen drehte er sich um...
Muskulöse Arme mit Nietenbändern gebunden. Enge Hosen zeichneten jedes Detail nach.
Ich gehorchte. Aus den Augenwinkeln nahm ich eine Bewegung wahr und spürte sogleich einen Windzug, der mit einem kurzen stechenden Schmerz auf meiner Schulter endete.
Er ... erkundete mit dem Rohrstock meinen Körper.
Ich zitterte leicht, würde er mich wieder treffen, dieser spitze Schmerz?
Es war eine teuflische Aufgabe, die er mir gestellt hatte.
Da ich ihn aber auf keinen Fall verärgern wollte, bemühte ich mich, den Knochen sauber abzunagen.
„Ja, Herr“, antwortete ich.
Ich war ihm völlig ausgeliefert. Das allein schien ihm nicht zu genügen, denn er verband mir noch die Augen.
Mein Herz klopfte.
Ich war doch allein. Nein, ich mußte mich getäuscht haben.
Wieder spürte ich etwas. Diesmal heftiger, härter. Ein Kratzen an meinem Oberschenkel.
Das geile Gefühl wurde jäh beendet. Ein breites Klatschen. Dumpfer Schmerz breitete sich an meinem Fußrücken aus.
Ich wand mich stumm mit steigender Lust.
Sein keuchender Atem verriet seine Erregung. Was gäbe ich darum, ihn sehen zu können. Sein erhitztes Gesicht. Ihn riechen, schmecken.
...die meine Nippel kneteten und zogen, bis sie sich hart aufrichteten. Gierig saugend umschlossen seine Lippen meine harten Knospen.
Ich wußte, er würde warme feuchte Bereitschaft vorfinden.
Wie konnte er mich in diesem Zustand zurücklassen. Hilflos gefesselt und aufs höchste erregt, bereit ihn in mich aufzunehmen. Seine Verweigerung steigerte mein Verlangen nur noch mehr, zugleich war ich außer mir.
Doch, es blieb mir nichts weiter übrig, als meine Lage zu akzeptieren. Langsam fiel ich in einen unruhigen Schlaf.
Er küsste meine Gelenke, massierte sie. Lippen erkundeten meinen Leib. Als er meine Augenbinde löste, lächelte er mich an.
Er war wie ausgewechselt. Zuvorkommend, fast fürsorglich ... Schnell verging die Zeit.
Ich fühlte mich großartig. ... und verzieh ihm das abrupte Ende unseres Spiels in der Nacht.
Schaudernd zog ich meinen Fuß zurück.
Der Griff seiner Hand verstärkte sich, als er mit harter Stimmer sagte: „Steig ein!“
Ich riß mich also zusammen...
Fordernd bewegten sich seine Hände über meinen Bauch hinab zu meinem Schoß.
Ein Stöhnen entrang sich meiner Kehle.
In seinem grauen Anzug sah er umwerfend aus.
... obwohl ich völlig nackt unter dem Mantel war, fröstelte es mich nicht.
Im Nu war ich umringt von lüsternen Blicken.
Nackt und ungeschützt stand ich inmitten der Menge.
Beschämt senkte ich den Blick.
Stolz blitzten seine Augen. Mit einem zufriedenen Lächeln um seine Lippen...
Vergessen die Scham, die Erniedrigung der vergangenen Minuten. Mein Herr war stolz auf mich.
Zärtlich umschlang sein Arm meine Hüfte...
Was hatte er vor? Mein Herz schlug heftig.
Warm und weich griff seine Hand nach der meinen.
Mit einem tiefen Blick in meine Augen hob er sein Glas...
Mein Stöhnen war Antwort und Aufforderung zugleich.
Genüßlich nahm er jeden Tropfen auf.
Ich wollte mich aufrichten, doch ein Blick aus seinen Augen hinderte mich daran.
Ich schloß die Augen und genoß den süßen Schmerz.
Kritikern, die das, was sie sehen, so ungenau ausdrücken können (falls sie überhaupt was sehen können, denn wenn sie nichts sehen, können sie natürlich auch nichts ausdrücken), würde hier in diesem anspruchsvollen Forum die Möglichkeit zur Notenabgabe genommen, wenn das nach mir ginge.

Wir einigen uns vielleicht darauf: Sie fühlt schon was. Die Autorin vermag das auch zu gestalten, was sie fühlt. Aber sie fühlt leider nicht das, was wir fühlen würden, wenn wir der Protagonist wären. Und das darf natürlich nicht sein in Texten. In Texten muss immer so gefühlt werden, wie wir es auch fühlen.
quote:
Da weiß ich, dass das so ewig weit weg ist von mir und meiner kleinen Welt, dass es mich schon nicht mehr interessiert. Mir sagt es nichts und es ist auch nicht erotisch für mich.
„Es sagt mir nichts“, ist immer das beste Argument jeder Kritik. Mir sagt zum Beispiel der „Ulysses“ von Joyce rein gar nichts. Darum ist der ja auch so ein missratenes Buch.

Was ich kritisiere:
Erstens sind ihr ein paar (wenige) Schreibfehler durchgerutscht.
Dann hat sie diesen Moment, dass sie sich zwar schon in die Stimme des Mannes am Telefon verliebt hat, auch schon die Absicht hat, was SM-Artiges bei ihm zu erleben, nun aber einer Person gegenübersteht, die sie gar nicht weiter einschätzen kann, weil die so vermummt ist. Der erteilte Befehl ist, dass sie sich auf Anhieb nackt auszieht und sich in einen Käfig begibt. Diese Sequenz ist natürlich eine erwünschte. Entsprechend bereitwillig folgt sie ihm. Die vollständige Entblößung vor dem vermummten Fremden verwandelt sie in ein ungeschütztes Objekt von dessen erotischen Bedürfnissen. Sie übergibt dem Unbekannten die Macht über ihren Körper. Genau dies erregt sie. Einer ihrer Wunschträume wird gerade wahr. (Keiner der erotischen Wunschträume der Kritiker blaustrumpf und gareth, aber eben einer dieser Protagonistin.) Schließlich aber legt auch er etwas ab. Die Protagonisten kann ihr Gegenüber jetzt nach dessen Aussehen einschätzen. Und was erzählt uns die Autorin?
quote:
Als er wieder kam, hatte er den Umhang abgelegt. Die schwarze Lederweste gab den Blick auf seinen durchtrainierten Körper frei.
Und dann kommen nur noch Muskeln und Bänder und andere Fetisch-Gegenstände. Das ist natürlich ein schreiberischer Fehler. Uns Lesern wurde dieser Mann bisher so vorenthalten wie der Protagonistin, jetzt sieht sie ihn, wir aber nicht, wir sehen nur Muskeln und Nieten und einen Rohrstock!

In der Realität kommt die Protagonistin spätestens ab diesem Augenblick (eigentlich ja schon während der Telefongespräche) nicht umhin, ein gefühlsmäßiges Verhältnis zu dem konkreten Einzelmenschen aufzubauen. Er ist entweder schön oder hässlich, er ist entweder verschlossen oder teilnehmend. Er ist alles mögliche. Die Autorin will das aber nicht in den Text lassen. Er soll reine Funktion bleiben. Er ist der Dom im erotischen Wunschtraum eines Devoten, sonst ist er gar nichts.

Das ist der Punkt, wo man mit Klischeevorwürfen einhaken kann, mit Wichsfantasie-Vorwürfen. Was sie erzählt, ist ein exemplarisches Spiel, ein Ablauf, ein Drehbuch. Es ist nicht das wirkliche Leben, denn im echten Leben haben wir es immer mit Individuen zu tun und davon ist praktisch nie einer die Idealbesetzung seiner Rolle.

Dann so ein paar Merkwürdigkeiten, wie, dass da ein Fasanenbein abgenagt werden muss und:
quote:
wann immer ich mit meinen Zähnen den Knochen packte, bekam ich auch einige Haare des Fells ab.

Vor allem aber doch dies: Texte, deren Handlung aus dem Nacherzählen sexuellen Handelns bestehen, haben (jedenfalls in ihrer Mehrzahl innerhalb des LL-Erotik-Forums) meist einen mehr oder minder großen Aspekt des „Wünschen-Nachschreibens“ an sich. Wenn die Leute uns vom Sex erzählen, erzählen sie uns nicht vom schlechten Sex. Vom erwünschten, nicht vom unerwünschten. Von bewundernswerten Partnern, nicht von langweiligen. Diese ihre Grundstruktur kann man Christa ankreiden, muss man dann aber auch so ziemlich allen anderen LL-Erotikern ankreiden.

Da gibt es aber ein unvermeidliches Problem für jeglichen SM-Text aus Bottom-Perspektive. Wer unten ist im SM, will beherrscht sein. Du erniedrigst mich, du unterwirfst mich, du tust mit mir, was du möchtest - und das ist geil. In Wahrheit sind sie ja zwei Seiten derselben Medaille und sie wissen das auch. Sie spielen ja ein Spiel, nach dem beide verlangen, und sie müssen es immer ein wenig so spielen, dass der andere glücklich ist und weiterspielt. Der ganze moderne SM mit diesem Riesenboom, den er in den letzten Jahrzehnten erlebt hat, ist in Grunde ein riesiges Theaterspielen, eine Komödie, hat mal jemand geschrieben. (Ich weiß leider nicht mehr, wer, sonst würde ich ihn nennen.) So kann man es natürlich sehen. Da wollen Leute vergewaltigt und zu widerlichen Dingen gezwungen werden, aber sie werden natürlich nicht wirklich vergewaltigt, weil sie es doch eben wollen. Auch das Widerliche hat bei jedem Beteiligten zwar ganz verschiedene Dimensionen, deren Grenzen werden auch angekratzt, können aber nicht beliebig weit überschritten werden. Wenn dieser Herr von ihr verlangt hätte, vor seinen Augen einen Menschen oral bis zum Orgasmus zu stimulieren, den er ihr hereingebracht hätte, dann hätte sie das vielleicht getan, aber doch wirklich nicht mit jedem! Lassen wir ihn mal ein sechzehnjähriges übergewichtiges Mädchen und einen sich nicht mehr auf den Beinen halten könnenden, ganz verdreckten siebzigjährigen Alkoholiker hereinbringen und sehen zu, wie sie reagiert.

Durchdenkt man die Sache so, kommt man darauf, dass die Unterdrückten beim SM irgendwo ja auch immer Prinzen und Prinzessinnen sind. Also solche, denen gedient wird. Die Sklavenprinzessin hat ihre speziellen Wünsche und denen muss irgendwie entsprochen werden von den Herrscher-Dienern. Diese Problematik wird in SM-affirmativen Texten wie diesem laufend verschleiert. Ich habe das noch gar nie anders gesehen. Der SM-Text aus der Perspektive des Tops tut so, als sei seine Herrschaft unumschränkt und seine Rücksicht null. Der SM-Text aus einer Bottomsicht, wie dies hier einer ist, tut so, als sei die Hilflosigkeit des M-Partners riesengroß und seine Ich-Abgabe endlos.

Was ich da immer gern hätte in solchen Texten, wären Stellen, wo der Bottom was erleiden möchte, wozu der Top keine Lust hat, weil ihn das nicht geil macht. Andererseits Stellen, wo der Top echte Zumutungen an den Unterworfenen stellt und der sich darum zu sträuben, zu wehren, zu verweigern beginnt. Man hat das nicht in solchen Texten und man hat es auch hier nicht. Was hier erzählt wurde, ist von A bis Z genau das, was eine Bottomfrau erleben will. Sie ist die Prinzessin von der Geschichte, denn sie bekommt alles, was sie immer schon bekommen wollte. Bis hin zu den einzelnen wirklich schmerzhaften Stockhieben und der „Folter“ mit dem kalten Wasser.

Die aber lässt sich gut gegen dieses Alles-nur-Theater-Argument verwenden. Absolut niemand bekommt vororgasmische Gefühle vom Sitzen in einer eiskalten Wanne. Und keiner steigt - und erst noch ahnungslos - in so kaltes Wasser, ohne das unangenehm zu finden. Es ist insofern kein Theater. Das Wasser ist eiskalt und das ist definitiv nicht angenehm für sie. Unlust und Schmerz kommen vor und sind real, nicht etwa per Masochismus in Lustgefühle verkehrt! Bloß trachtet die Lüsternheit des Masochisten und Devoten danach, immer wieder von seinen Geschlechtspartnern zu solchem (dosierten) Leid verurteilt zu werden. Das ist aber was, was blaustrumpf und gareth noch nie bei sich erlebt haben. Und darum Klischee.
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14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit Aufklärung Verteidiger: Es ist genug.

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