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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich passe nicht in deine Welt
Eingestellt am 08. 08. 2011 11:34


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Ebl
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2011

Werke: 3
Kommentare: 1
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Was weißt du schon?
Was weißt du vom Leben, der RealitĂ€t, der kalten, stachelbewehrten Welt? Von der Welt, in der niemand dich auffĂ€ngt wenn du fĂ€llst, auch wenn er es dir tausend Mal versprochen hat, in der Versprechen nicht mehr sind als Nebelschwaden, von der nĂ€chsten Brise fortgetragen? Was weißt du von dieser Welt, in der dir niemand die Hand entgegen streckt und dich leitet, wenn du den Weg einmal nicht siehst, sondern dich als Irrlicht von ihm weglockt und dich verloren ins Leere taumeln lĂ€sst?
Nichts weißt du!
Weil du nicht siehst. Weil du nicht fĂŒhlst und auch nicht hörst.
Bunte Trugbilder, sanfte BerĂŒhrungen und eine sĂŒĂŸe Melodie, DAS ist deine Welt, deine RealitĂ€t aus TrĂ€umen und Wunschdenken! Aber eines Tages, irgendwann wird dir deine Welt eine BrĂŒcke vorgaukeln, wo ein tiefer Abgrund gĂ€hnt und diese BrĂŒcke wird wie Nebelschwaden vergehen wie deine Versprechen zuvor. Du wirst mich dort oben stehen sehen und mir die Hand entgegen strecken und ich, ich werde wegsehen, so wie du weggesehen hast, als ich in dem Loch lag, in der Wunde, die du in mein Vertrauen gerissen hast.
Diese Wunde, die du immer und immer wieder grob geöffnet hast, in der du herumgewĂŒhlt hast, ohne dass jemals das rote Blut durch deine schĂŒtzenden Nebel zu dir hindurch drang, diese Wunde hast du auch heute wieder geöffnet. Du hast deine Waffen gut getarnt, mit denen du erneut in das Loch in meinem Vertrauen geschlagen und tiefer und tiefer gegraben hast. Du hast nur Worte benutzt, doch sie reichten tiefer als jede Kugel und jede Klinge es je vermocht hĂ€tte, sie schnitten tief in mein Fleisch und brannten sich in meine Seele.
All dies weißt du nicht.
Weil du mein Blut nicht siehst. Weil du meine Verzweiflung nicht spĂŒrst und meine Schreie nicht hörst.
Und deshalb schaust du jetzt, eine Hand an der Kante des Abgrunds festgekrallt, so verwirrt drein, wĂ€hrend ich lĂ€chelnd und mit TrĂ€nen in den Augen an dir vorbei in die Tiefe stĂŒrze.
Denn ich passe nicht in deine Welt. Nicht mehr!

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ebl,

dein Text berĂŒhrt. Ein Mensch, tief verletzt, hintergangen und schwer enttĂ€uscht von allem und jedem. Du hast es geschafft, dass man mit dem Ich deines Textes mitfĂŒhlt. Wo ist mein Schnuffeltuch? *schnief*

Ich will gar nicht so viel Trara machen, dass die Welt doch gar nicht so böse ist, wie du sie darstellst. Ich lasse deinen Text als Momentaufnahme einer Krise gelten. Alles wird gut! *Taschentuch rĂŒberreich*

Anmerkungen zum Stil/TextverstÀndnis:

- Der Nebel kommt einmal zu viel vor. Das Bild passt zwar, wird aber (fĂŒr meinen Geschmack) zu oft wiederholt.


quote:
ich werde wegsehen, so wie du weggesehen hast, als ich in dem Loch lag, in der Wunde, die du in mein Vertrauen gerissen hast

Ein "hast" zuviel.
quote:
irgendwann wird dir deine Welt eine BrĂŒcke vorgaukeln, wo ein tiefer Abgrund gĂ€hnt

quote:
wĂ€hrend ich lĂ€chelnd und mit TrĂ€nen in den Augen an dir vorbei in die Tiefe stĂŒrze. Denn ich passe nicht in deine Welt.

Das verstehe ich nicht so recht. Warum stĂŒrzt das Ich deines Textes in seinen Abgrund, in den eigens fĂŒr ihn gemachten? Und wenn beide in den selben Abgrund stĂŒrzen, teilen sie dann nicht doch wieder das gleiche Leben?

Das ist ein bisschen durcheinander. Lasse ihn (oder sie?) alleine in den Abgrund fallen, er (sie) hat es verdient! :-)

Gruß,
Archi

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Betreff: Was weißt du schon!

Hallo Ebl,

willkommen auf der grĂŒnen Wiese der LL.

Ein text voller VorwĂŒrfe, in gewissem Sinne eine "Wutrede",
die der/ die Prot. an einem nicht genannten Ort, hÀllt.
Vielleicht zu Hause am Schreibtisch?

FÜr mich ist das ein Abschiedsbrief, den Prot sich selber schreibt. So etwas wird in der Regel nicht addressiert.
Mir scheint also, in diesem Zusammenhang, das hier Autor und
Protagonist mehr oder weniger zusammenfallen.

Als Leser einer Geschichte, oder zumindest eines Teils einer Geschichte fehlt mir hier beinahe alles, um mehr zu empfinden
als Mitleid.

Wenig, bis gar nichts konkretes...
Aber die Art und Weise, wie du schreibst hat einen gewissen Schmiss, von dem ich hoffe, daß er bei weiteren mehr prosasischen Texten zum Vorschein kommen möge.

Viel VergnĂŒgen hier

Lg
Ralf
__________________
RL

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