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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich seh dich kochen...
Eingestellt am 27. 02. 2008 00:08


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Pola Lilith
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Ich sehe dich kochen
aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes



Möchte ich mich vergessen , wenn ich frage, ob du an mich denkst? Bin ich bei mir, wenn ich fern von uns deine Bewegungen begleite? Möchte ich Antworten, die nicht greifbar sind und möchte ich diese aus Furcht vor den direkten Fragen, die ich an das Leben stelle? Wann möchte ich deine NĂ€he? Und wann möchte ich dich fortschicken? Was ist mit der KĂ€lte, darin wir uns wohlfĂŒhlen und was ist mit der Hitze, die uns alles vergessen lĂ€ĂŸt? Was sind ĂŒberhaupt Entfernungen, wenn jeder Gedanke uns der nĂ€chste ist? Welches Fallen enthauptet mich? Und welches Aufrichten richtet mich auf wohin? KĂŒss mich jetzt, mein mĂ€nnlicher Mann, spĂ€ter ist alles zu spĂ€t.

Ich sehe dich kochen, aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes. Das Spezifische jedes Menschen sind dessen Mundwinkel in unbeobachteten Momenten. Wir lieben die Liebe und verdrĂ€ngen den Abschied. Deine Winkel zucken und deine Geraden wirken wie gelĂ€hmt, wenn die Blitze meiner Gedanken dich treffen. Es ist nicht die FlĂ€che, die uns anzieht im Menschen, es sind die Rundungen, die Ecken und Kanten. Die Gesichter verschwimmen zu gerne. Denn was sind schon Augen und eine Nase, wenn die Zeit darĂŒberstreicht und Licht und Schatten unserer Vorstellungen miteinander kollidieren.

Ich sehe dich kochen und rieche gar nichts, wenn ich es will. Nur an den Geschmack des Kusses erinnere ich mich - Saft der Erinnerung und des Verderbnisses. Überhaupt. Einmal werde ich dich sicher anrufen. Oder auch nicht. Wirst du dann an mich denken? Wirst du mein sein in diesem Augenblick? WĂŒrde ich das ĂŒberhaupt wollen? Oder wirst du dich entrĂŒsten, deine Koffer packen und mir die TĂŒr vor der Nase zuschlagen? Nein, ich rufe dich nicht an. Lieber flĂŒchte ich in deine Achselhöhen, in die Schaukelbewegungen der Lust. Dein Kuß schmeckt, wie er schmecken soll. Und ich wĂŒnsche mir...


Was kochst du eigentlich?
Aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes.


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Wipfel
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Wieder so ein Kleinod. Deine lyrische Sprache im Text gefÀllt mir, gefÀllt mir sehr. Das Zauberhafte deiner Werke ist möglicherweise die Art, mit der du die Protagonisten erzÀhlen lÀsst. Hier: fragendende Bekenntnisse.

Mir gefÀllt es, wenn ich nicht Topfdeckelantworten serviert bekomme, sondern wenn die Frage zu meiner wird. Das gelingt Dir.

Anmerkung zum Text:

quote:
Dein Kuß schmeckt, wie er schmecken soll. Und ich wĂŒnsche mir...

Was kochst du eigentlich?
Aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes.


Mein Vorschlag: kĂŒrzen. Wie wĂ€re es mit:

Dein Kuß schmeckt, wie er schmecken soll.

Was kochst du eigentlich?

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