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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich sehe dich kochen, aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes
Eingestellt am 14. 02. 2002 22:15


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Birgit Kachel
Hobbydichter
Registriert: Feb 2001

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(eine kleine Abendschau)


M├Âchte ich mich vergessen , wenn ich frage, ob du an mich denkst? Bin ich bei mir, wenn ich fern von uns deine Bewegungen begleite? M├Âchte ich Antworten, die nicht greifbar sind und m├Âchte ich diese aus Furcht vor den direkten Fragen, die ich an das Leben stelle? Wann m├Âchte ich deine N├Ąhe? Und wann m├Âchte ich dich fortschicken? Was ist mit der K├Ąlte, darin wir uns wohlf├╝hlen und was ist mit der Hitze, die uns alles vergessen l├Ą├čt? Was sind ├╝berhaupt Entfernungen, wenn jeder Gedanke uns der N├Ąchste ist? Welches Fallen enthauptet mich und welches Aufrichten richtet mich auf wohin? K├╝ss mich jetzt, mein m├Ąnnlicher Mann, sp├Ąter ist alles zu sp├Ąt. Ich sehe dich kochen, aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes. Das Spezifische jedes Menschen sind dessen Mundwinkel in unbeobachteten Momenten. Wir lieben die Liebe und verdr├Ąngen den Abschied. Deine Winkel zucken und deine Geraden wirken wie gel├Ąhmt, wenn die Blitze meiner Gedanken dich treffen. Es ist nicht die Fl├Ąche, die uns anzieht im Menschen, es sind die Rundungen, die Ecken und Kanten. Die Gesichter allerdings verschwimmen allzu gerne. Denn was sind schon Augen und eine Nase, wenn die Zeit dar├╝berstreicht und Licht und Schatten unserer Vorstellungen miteinander im Streit liegen. Ich sehe dich weiter kochen und rieche gar nichts, wenn ich es will. Nur an den Geschmack des Kusses erinnere ich mich deutlich. K├╝sse schmecken nach gelebtem Leben. Es ist der Saft der Erinnerung und des Verderbnisses. Schal schmecken die K├╝sse ungeliebter Menschen. Daran erinnern wir uns nicht gerne. Und ├╝berhaupt. Ich werde dich also anrufen oder auch nicht. Wirst du an mich denken? Wirst du mein sein in diesem Augenblick? W├╝rde ich das wollen? Wirst du damit einverstanden sein? Wirst du dich entr├╝sten? W├╝rdest du notfalls deine Koffer packen und mir die T├╝r vor der Nase zuschlagen? Nein, ich rufe nicht an. Ich fl├╝chte doch lieber in deine Achselh├Âhen und in die Schaukelbewegungen unserer Lust. Jetzt schmeckt dein Ku├č, wie er schmecken soll. Ich k├╝sse dich gerne. Und m├Âchte gar nicht aufh├Âren. Was kochst du eigentlich? Aber vielleicht machst du auch etwas ganz anderes.

__________________
"Wenn die Zeit kommt, in der man k├Ânnte, ist die vor├╝ber, in der man kann" (M.Ebner-Eschenbach)

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Brigitte
Autorenanw├Ąrter
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Hallo Birgit,

lange nichts mehr gelesen von dir.
Irgendwie ist dein Text etwas schwer zu verstehen. Ist ER nun da, oder nicht, klingt etwas schwerm├╝tig und traurig, aber trotzdem gut geschrieben. - Vielleicht sollte ich es nochmals lesen.

Liebe Gr├╝sse
Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f├╝r das Auge unsichtbar.

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Rainbow Warrior
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2001

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salve birgit!

ich kann schwer erkl├Ąren warum, aber diesen schreibstil find ich niedlich. die ich-erz├Ąhlerin wirkt supersympatisch auf mich. Momentan gr├╝belt sie ein bisschen und morgen fr├╝h geht sie dann bestimmt zur arbeit und ist dort ganz bei der sache.
einen sehr nett-nachdenklichen menschen hast du da auf den bildschirm gezaubert.

Anm.: m├╝sste es nicht hei├čen:
"...und rieche gar nichts, wenn ich es NICHT will."?

lg
rw
__________________
eyes of fire in a world of ice

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Birgit Kachel
Hobbydichter
Registriert: Feb 2001

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Hallo Brigitte,

danke f├╝r deine Resonanz. Auch dir versp├Ątet meine Antwort: Nein, er ist nicht da (wenn du es genau wissen willst). Warum ist der Text schwer verst├Ąndlich???

Hallo Warrior,

das "niedlich" erscheint mir seltsam - was meinst du damit? Einen meiner Charakterz├╝ge hast du allerdings gut erkannt - oder bist du fit in der Sternzeichen-Charakterisierung? - Ich rieche gar nichts, wenn ich es will, ist schon richtig. Dann verschwindet jeder K├╝chen- und Gew├╝rzzauber beim Anblick dessen, was wirklich z├Ąhlt


Mich freut es jedenfalls, da├č der Text auf alle F├Ąlle ber├╝hrt hat, bedanke mich an dieser Stelle und w├╝nsche frohe Gedanken.

Birgit
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"Wenn die Zeit kommt, in der man k├Ânnte, ist die vor├╝ber, in der man kann" (M.Ebner-Eschenbach)

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