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Leselupe.de > Feste Formen
Ich spreche leise Worte in den Wind
Eingestellt am 03. 02. 2011 21:01


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Walther
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Ich spreche leise Worte in den Wind.
Er trÀgt sie in die Weiten, blÀst durch BlÀtter,
Durch HĂ€userschluchten: Niemand kommt als Retter.
Sie reisen zeitlos, suchen Dich, mein Kind.

Sie wollen Dir viel sagen; alle Wetter,
Die Sonne, bleichen, die gesprochen sind,
Um Dich zu heilen, die ich, taub und blind,
Von mir vertrieb. Kein BrĂŒllen, kein Geschmetter,

Nicht Zorn und Wut sind’s, die sie bringen,
Sie sollen, was verloren ist, bezwingen,
Sie bitten, dass Du mir vergibst. Verzeih!

Das rufen sie Dir zu. Es ist ein Flehen:
Ich kann, ich will, ich muss Dich wieder sehen,
Erst wenn Du wieder nah bist, bin ich frei!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Marlene M.
Guest
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ein berĂŒhrendes Sonett, lieber Walter.
Manche Eltern "vertreiben" die Kinder aus dem Haus, weil sie die Nerven nicht haben, in schwieriger Zeitmit ihnen umnzugehen.
PubertĂ€t oder auch spĂ€ter, wenn sie flĂŒgge werden.
manche Eltern können sie nicht ihren Weg gehen lassen, mĂŒssen Wege erzwingen. Sowas rĂ€cht sich.
Ein sehr schönes LEISES Gedicht von einem, dem das klar geworden ist.
Kann man ihm nur wĂŒnschen, dass das Kind versteht und verzeiht, denn sonst - wie du richoig schriebst- wird ihn sein Fehler lebenslang gefangen hatlen.
LG von Marlene

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Walther
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Lb. Marlene,

danke fĂŒr Deinen feinsinnigen Eintrag.

Wie alle meine Gedichte sind LyrIch und Autor nicht identisch. Dennoch kann sich jeder, der Kinder hat und die Umwelt beobachtet, eine solche Situation vorstellen. Vielleicht sollte man beten und hoffen, in diese Lage nie zu kommen.

Lyrik, die sich mit dem Alltag, also dem normalen Leben beschĂ€ftigt, ist meist eher leise. Unser Leben ist nicht "laut". Es verrinnt meist im grauen Durchschnitt. So sehen das viele. Meine Lyrik soll zeigen, daß die BewĂ€ltigung des Üblichen selbst schon eine Herausforderung ist, an der man scheitern kann. Es gibt mehr Alltagshelden, als man glaubt (und zu wissen scheint).

Hier ist ein problematisches Vater-Kind-VerhĂ€ltnis thematisiert, entstanden wahrscheinlich aus den sĂ€kularen Abgrenzungsstreitigkeiten der PubertĂ€t. Diese Auseinandersetzungen können zu wechselseitigen Verstoßungen fĂŒhren.

Ich hoffe, ich habe dieses damit hĂ€ufig verbundene GefĂŒhl tiefsten Bedauerns auf der Vaterseite gut treffen können. Nicht mehr und nicht weniger, besonders keine Schuldzuweisung in irgendeine Richtung, war das Anliegen meines Sonettversuchs.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Lb. Heidrun,

der Kachelmann, der hat einen an der Kachel, Mann! Ja, ein netter Wetterfrosch, der aus allen Wettern etwas machte. Irgendwie fanden die Damen ihn anziehend. Ich habe das nie verstanden.

Allerdings habe ich diesen in meinem Gedicht, das keine Lust auf mehr macht, gar nicht im Fokus gehabt. Der Blickwinkel war ein anderer.

Der Prozeß ist unsĂ€glich, die Berichterstattung darĂŒber auch, und heute wissen wir Dinge von dem zauseligen Wetterfrosch, der irgendwie nicht erwachsen geworden ist, die niemand wissen wollte/sollte. Man wird das GefĂŒhl nicht los, als ob er zumindest stark daran beteiligt war, in diese Geschichte, die ihn auf jeden Fall den öffentlichen Auftritt kostet, hineingeraten zu sein.

Ich kann die Sache nicht mehr lesen (und tue es doch; wir sind schon alle gerne Gaffer und neidisch; die Ansicht eines tiefen Falles soll uns wohl delektierend erziehen; hier ist viel Pranger am Werk).

Lieben Dank und Gruß W.

Lb. Marlene,

ich habe ebenfalls große Kinder und freue mich darĂŒber, an diesem Kelch vorbeigeschlittert zu sein. Wie die meisten VĂ€ter war ich nah dran.

NatĂŒrlich weiß ich, daß Du nicht gedacht hast, ich sei mit dem LyrIch identisch. Ich nahm Deinen Eintrag zum Anlaß, das nochmals klar zu stellen, entschuldige also.

Danke und lieber Gruß W.
__________________
Walther
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