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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich träumte
Eingestellt am 24. 07. 2008 02:04


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Odilo Plank
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

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Ich träumte,
ich hielt eine große Rede,
all das, was sich mir bisher verstockt im Kopf verklemmte, hätte sich gelöst, wäre mir über die Lippen gekommen.
Ich hörte meine Stimme anschwellen, meine Sätze wie ein Schwert in den weiten Saal dringen, spürte die Kraft hinter den Worten, ahnte schon das zustimmende Schweigen der Menschen, den kommenden Beifall.
Das war es, das ist es, das wird es sein.
Ich erschrak vor der Macht, die von mir ausging.

Da kam der Harndrang, unwiderstehlich.
Ich stand vor der Menge und spürte den warmen Srom an meinen Beinen, spürte die nasse Kälte an meiner Hose, sah an mir runter, sah, wie sie sich dunkel verfärbte - und ich verstummte.
Im Saal war es still, dann Tuscheln. Kichern.
Ich riss mich aus der Starre der Scham und schlich mich hinter den Vorhang, setzte mich auf den Stuhl und weinte.
Nach einer Weile kam mir der Trost.
Etwas sehr Bedeutsames hatte sich in mir gelöst.
__________________
Odilo P.
"Wer über sein Leid spricht, tröstet sich bereits." A. Camus

Version vom 24. 07. 2008 02:04
Version vom 24. 07. 2008 02:32

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

hi odilo,

den traum kenn ich! schöner text. ich würde an einigen stellen anders schreiben, hier mein vorschlag:

quote:
Ich träumte,
ich hielt eine große Rede,
all das, was sich mir bisher verstockt im Kopf sich verklemmte, hätte sich gelöst, wäre mir über die Lippen gekommen.
Ich hörte mich selber, hörte meine Stimme anschwellen, meine Sätze wie ein Schwert in den weiten Saal dringen, spürte die Kraft hinter den Worten, ahnte schon das zustimmende Schweigen der Menschen, den kommenden Beifall.
Das war es, das ist es, das wird es sein.
Ich erschrak vor der Macht, die von mir ausging.

Da kam der Harndrang, unwiderstehlich.
Ich stand vor der Menge und spürte den warmen Srom an meinen Beinen, spürte die nasse Kälte an meiner Hose, sah an mir runter, sah, wie sie sich dunkel verfärbte - und ich verstummte.
Im Saal war es still, dann Tuscheln,Punkt dann Kichern.
Ich riss mich aus der Starre der Scham und schlich mich hinter den Vorhang, saßsetzte auf demden Stuhl und weinte.
Nach einer Weile kam mir der Trost.
Etwas sehr Bedeutsames hatte sich in mir gelöst.


vielleicht kannst du damit etwas anfangen. a

aus tiefem verständnis,

hakan

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MarenS
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Registriert: Feb 2005

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Hakans Vorschläge erscheinen mir sinnvoll. Ich ergänze diesen Satz
Ich riss mich aus der Starre der Scham, und schlich mich hinter den Vorhang, setzte mich auf den Stuhl und weinte.
noch um ein "mich" und streiche ein "und".

Maren

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