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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Ich und Zweifel
Eingestellt am 07. 09. 2010 16:31


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mavys
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2010

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Ich und der Zweifel

Ich und der Zweifel0207

Kein böser Mensch, keine Naturgewalt, kein Hunger, Durst oder Armut sind Ichs grĂ¶ĂŸte Feinde. Ichs grĂ¶ĂŸter Feind ist der Zweifel.
Ein großer Luxus, denkt Ich zuweilen. Dennoch kann gerade der Zweifel grĂ¶ĂŸeren Schmerz, tiefere LĂ€hmung herbeifĂŒhren als „reale“, nachvollziehbare Katastrophen. Der Zweifel ist wie ein bösartiger Tumor, der seine Metastasen an alle Gedanken hĂ€ngt bis jede kleine Überlegung krankhaft und zerfressen wirkt. Wie ein Tinitus klingt der Zweifel in jedem Wort, das Ich denkt oder sagt, seit jeher. Wie ein lĂ€stiger Kellergeruch hĂ€ngt er allem nach und versucht seinen NĂ€hrboden zu schaffen: den Unfrieden. Der Zweifel benutzt alles fĂŒr seine Intrigen. Ein zufĂ€lliges Wort unter Freunden, einen aus der Zeitung aufgeschnappten Artikel, eine harmlose Erinnerung etc. Der Zweifel ist wie einer dieser Clowns aus den Horrorfilmen, stĂ€ndig lacht er ĂŒber Ichs nichtige, zweifellos komische (lĂ€cherliche) Existenz. Über Ichs zweifelhafte Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit, Geborgenheit.
Ich findet bis heute keine Waffe gegen dieses Monster. Es scheint totale Macht ĂŒber Ich zu besitzen und spielt stĂ€ndig mit seiner Seelenruhe. Dabei kann sich der Zweifel nur schwach zeigen, ĂŒber Jahre hinweg um schließlich ĂŒberfallartig, innerhalb von Tagen, Ichs schöne, erdachte Welt wie ein Kartenhaus zusammen zu falten.
Ich versucht ihn zu nutzen. Den Zweifel braucht er schließlich um seine Taten zu ĂŒberprĂŒfen. Jedem Anfang geht ein Zweifel voraus und jeder Irrweg kann nur durch einen Zweifel beendet werden. Das Dumme ist nur, dass Ich auch diesen zweifellos positiven Gedanken mit einem Zweifel belegt. Die Wahrheit ist infolgedessen immer anders, verĂ€ndert sich wie alles sich immer verĂ€ndert. Oder?

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