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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich wäre kein guter Sommer.
Eingestellt am 05. 09. 2001 11:38


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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

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Ich wäre kein guter Sommer.

Nein, ich bin der Herbst,
die Zwischenzeit.

Eben herb in Vollendung.

Ich bin die Ahnung jenes tristen Grau, die an jedem heißen Sommertag hinter dem kleinsten Wölkchen lauert.

Ich bin die eklige Drohung eines lauen Lüftchens an einem eisigen Wintertag, die das reinste gleißende Weiß einer unberührt glatten Schneefläche innerhalb Stunden in braune matschige Brühe und unbeherrschbare Schmelzwasserflut verwandeln will.

Aber ich bin auch der Sprühregen, den Du Dir mit mutigem Blick gen Himmel erfrischend ins Gesicht rieseln lassen kannst.

Der Grünzeit und der Weißzeit habe ich die Buntzeit hinzugefügt.

Dem Sähen und Wachsen, die Süße und den intensiven Geschmack der reifen Frucht, die Befriedigung der Ernte nach harter Arbeit.

Dies ist meine Zeit.

Du wirst immer an mich denken, lange bevor Du mich kennst
wirst Du mich erahnen und lange nachdem ich Dich wieder verließ spürst Du mir nach.

Und mein Wind weht den in die Freiheit losgerissenen Drachen, der gehalten von der Leine Deiner Liebe stieg noch lange Zeit hoch durch die Luft und wild über die Felder.

__________________________________________
Lebe einsam, wild und gefährlich.

©20010905’mod

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Gänseblümchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

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Hallo mod,

was Du über den Herbst schreibst, geht mir unter die Haut, denn ich spüre ihn schon wieder so nah und deutlich und er ist für mich immer eine Zeit der Tränen und des Abschieds.
Wie gut es da tut, auch an den erfrischenden Sprühregen, die bunten Herbstfarben, Ernte und den kräftigen, wilden Herbstwind erinnert zu werden.

Mir gefällt die Gesamtheit Deiner Gedanken sehr und sie machen mich bereit, wieder meine Augen für alle Seiten des Herbstes zu öffnen.

Mit lieben Grüßen

Gänseblümchen

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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

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Hallo Gänseblümchen,

quote:
Ursprünglich veröffentlicht von Gänseblümchen
was Du über den Herbst schreibst, geht mir unter die Haut, denn ich spüre ihn schon wieder so nah und deutlich und er ist für mich immer eine Zeit der Tränen und des Abschieds.


Es war eben ein sehr nah und physisch deutlich gespürter Herbst, gestern früh um halb sieben, als ich vom Düsseldorfer Bahnhof durch den Sprühregen zur Arbeit ging - so also nicht mehr als real...

"Abschied" und "Tränen" dagegen finde ich eine Kombination, mit der ich - schon lange - nichts mehr anfangen kann und die sich in meinem Text auch nicht verbirgt. Abschied heißt loslassen. Nur wer loslassen kann, seine Muskeln entspannen und den anderen gehen lassen kann, kann auch unverkrampft halten und Halt geben.

quote:

Wie gut es da tut, auch an den erfrischenden Sprühregen, die bunten Herbstfarben, Ernte und den kräftigen, wilden Herbstwind erinnert zu werden.

Mir gefällt die Gesamtheit Deiner Gedanken sehr und sie machen mich bereit, wieder meine Augen für alle Seiten des Herbstes zu öffnen.

Mit lieben Grüßen


Deine positiven Gedanken und Gefühle zu meinem Text freuen mich und ich danke Dir dafür, dass Du sie hier äußerst, mir damit gut tun willst.

Wenn sich jetzt noch jemand findet, der ein wenig bei der Zeichensetzung (Kommata) hilft...

Mit ebenfalls lieben Grüßen
mod

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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 13
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warum wird dieser blöde Text bloß ständig gegen meinen Willen zentriert dargestellt? und warum gibt es neben dem "center" vbCode keinen "left" vbCode, mit dem ich das Gegenteil erzwingen kann?

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caspar
Guest
Registriert: Not Yet

ein gelungenes landen auf dieser plattform...

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Mini
Möchtegern-Schreiber
Registriert: Sep 2001

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Wow! Ich bin begeistert. Du schreibst so "unverkrampft" und schön!
Mini

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