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Leselupe.de > Kurzprosa
Ich war dabei . . .
Eingestellt am 24. 09. 2009 08:36


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flammarion
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Ich war dabei . . .

Auf der Raumstation Babylon 5 saĂźen Brian White und Tom Black neben ihren Werkzeugen und Instrumenten und hielten ihre gewerkschaftliche Pause ein. Eben hatten sie etwas an der Klimaanlage im Sektor Braun repariert und nun packten sie ihr FrĂĽhstĂĽck aus.
„Was hast n du heute drauf?“, fragte Brian, nachdem beide einmal abgebissen hatten.
Tom maulte: „Meine Frau sagt, es sei Schinken. Aber ich kann mir nicht helfen, es schmeckt wie Pappe. Seit wir uns von der Erde losgesagt haben, schmeckt alles nur noch nach Pappe. Und du, was hast du drauf?“
Brian seufzte: „Ich hab ja keine Frau, die mir die Frühstücksbrote macht . . .“
„Trotzdem hast du immer irgendwas mit, meist sogar was Besseres als ich. Du wirst dich erinnern, wie oft wir getauscht haben!“
Brian biss noch einmal herzhaft ab: „Ja, aber heute tauschen wir mit Sicherheit nicht!“
„Ach ja? Und warum nicht? Ich hab doch noch die andere Hälfte, die hab ich noch nicht angebissen“.
„Ja, schon. Aber ich hab keine unangebissene Hälfte. Ich kann dir höchstens ne Ecke abschneiden zum Kosten“.
Tom wurde vorsichtig: „Dazu müsste ich aber erst mal wissen, was du drauf hast“.
„Gar nichts!“
„Hä? Heute Stulle mit Brot? Das kannst du mir nicht weismachen. Dazu duftet es viel zu verführerisch! Sag mir endlich, was du da isst“.
„Breen“, kam die lakonische Antwort.
Tom stutzte: „Breen? Das ist doch Nahrung von den Narn! Das kannst du als Mensch doch nicht essen!“
„Aber klar doch! Ich habe einmal gesehen, wie ein Narn in so ein Rundstück biss und seine Augen dabei leuchteten, als würde er das allerköstlichste des Universums verspeisen. Ich bat ihn um einen Kosthappen und er gab mir ein Stück. Seitdem kaufe ich das auf dem Soccalo, wann immer mir danach ist. Hier, koste mal“.
„Also nee, mit außerirdischen Speisen bin ich vorsichtig. Sag mir erst, was da so alles drin ist“.
Brian schwärmte: „Da sind Zwiebeln drin, Ei, aufgeweichte Semmeln . . .“
„Halt, halt, Stopp!“, unterbrach Tom. „Zwiebeln und Eier will ich dir ja glauben, aber Semmeln bei den Narn?“
„Also wenn du nicht so voreingenommen wärst und etwas aufmerksamer in die Welt schauen würdest, dann wär dir schon aufgefallen, dass alle zivilisierten Völker so was wie Semmeln backen, glaube mir!“
„Na gut, dann fehlt zur ordentlichen Frikadelle nur noch der Hackepeter . . .“
„Genau der scheint auch drin zu sein und der schmeckt nicht nach Pappe. Dieses Breen schmeckt besser als das, was unsere Replikatoren als Berliner Boulette anbieten“.
Tom stieß einen tiefen Seufzer aus: „Dann sei doch bitte so gut und bring mir nächstes Mal auch Breen mit. Ich darf ja nicht alleine auf den Soccalo . . .“
FĂĽr den Rest der Pause schwiegen die zwei.

__________________
Old Icke

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bluefin
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in der musik pausen einzuhalten heißt, liebe @flammarion, sich exakt nach dem metrum zu richten und sie nicht nur rechtzeitig zu beginnen, sondern auch ebenso exakt zu beenden. eine richtig richtig gehaltene oder eingehaltene pause kennzeichnet den stümper, der nicht zählen kann.

@ofterdingen hat recht. woferne in diesem sonderbaren stückerl die zeit und die grammatik noch eine rolle spielen sollten, ist "eine gewerkschaftliche pause einhalten" doppelt falsch, falls gemeint gewesen sein sollte, dass arbeiter eine pause machen, die ihnen zusteht. richtig - und weniger geschraubt als vorgeschlagen - hieße der satz: ..."und machten die ihnen tariflich zustehende pause", wenn wichtig sein sollte, dass es in irgendeiner zukunft noch sowas gibt wie arbeitsverträge. "gewerkschaftliche pausen" gibt's jedenfalls auch heute nicht - es sei den, man meinte damit, dass die gewerkschaft eine macht.

liebe grĂĽĂźe aus mĂĽnchen

bluefin

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