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Leselupe.de > Gereimtes
Ich wollte um Dich kämpfen
Eingestellt am 27. 11. 2002 23:57


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franz-josef
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Nov 2002

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Ich wollte um Dich kämpfen

Dein Haar war so wunderschön weich, wenn ich es berühren durfte,
Deine Hände sind so zart, wenn ich Sie fühlen konnte,
Deine Stimme ist so ruhig und besonnen, wenn ich sie hören sollte
Und Du warst so unwahrscheinlich selbstbewusst,
was ich sogar bewundern wollte.

Nur, wann höre ich Deine Stimme,
wann fühle ich Deine Hände,
und wann spüre ich Dein Haar.
Dein Selbstbewusstsein gibt mir eigentlich kaum eine Wahl.

Ich kann dich nur berühren, fühlen und hören,
wenn ich mich in Deinen Händen füge.

Du bestimmst, wann wir uns sehen,
Und sagst mir selbstbewusst wie es wird weitergehen.
In Deiner Gegenwart bin ich so schwach,
passiv und zurückhaltend
einfach zu schwach?

Aber ich liebe es mal schwach zu sein,
Will nicht immer nur Stärke beweisen,
Will Mensch sein und evtl. auch mal weinen.

Auch wenn ich mal schwach bin, könntest Du dich auf mich verlassen,
dass ich verantwortungsvoll für Dich sorge
und ich für Dich da bin, wenn du mich brauchst.
Aber, brauchst Du mich überhaupt?

Ist das Zusammensein mit Dir, für Dich nicht nur eine Pflicht?
Ein Spiel, in einer anderen Welt, wo es keine vorgegebenen Rollen gibt?

Was willst du eigentlich wirklich von mir,
Du weißt es, aber warum sagst Du es nicht zu mir.
Dass Du Dich nicht nur für mich interessierst,
sondern nur Deinen Weg gehen wirst
Den Weg der Dominanz?
Für Dich ist eine Beziehung in Deinem Leben kaum noch möglich.
Weil Du ein einen Panzer um Dein Herz inzwischen trägst,
Du hast Angst vor Enttäuschung,
und hast Angst vor Liebe,
und weißt gar nicht mehr, was dieses bedeutet.
Du hast Angst vor Gefühlen,
deshalb spielst Du lieber Dominant, bist kalt und oft arrogant,
obwohl Du in Wirklichkeit schreist nach Liebe.

Die Kraft um Dich zu kämpfen wird bei mir schwächer,
Und nunmehr bin ich bald müde, um für Deine zu kämpfen


f-j
__________________


"Warum soll ich für die spätere Zukunft leben, wenn der Tod kommt, wann er will und sich an das Wort "später" nicht hält.

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otto otter
???
Registriert: Aug 2002

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Hallo franz-josef

Könnte es sein, dass du dich nicht richtig in ihren Händen fügst oder dass sie nicht begreift, dass du evtl. auch mal weinen möchtest?

Für mich ein schwieriges Gedicht!

Gruss

Otto

__________________
rem tene, verba sequentur

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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
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Kampf

Lieber franz-josef,

Wenn ich Deine Zeilen lese, kommt mir unwillkürlich der gute alte Wilhelm Busch in den Sinn. Er fasste ein ähnliches Problem in zwei Zeilen:

Für manchen hat ein Mädchen Reiz,
doch bleibt die Liebe seinerseits.

Nachtrag von SandyGrendel:

Und dieses zeitig zu bemerken,
gehört nicht zu des Mannes Stärken.

Mit vielen Grüssen!

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franz-josef
Schriftsteller-Lehrling
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Re: Kampf

quote:
Ursprünglich veröffentlicht von SandyGrendel
Lieber franz-josef,

Wenn ich Deine Zeilen lese, kommt mir unwillkürlich der gute alte Wilhelm Busch in den Sinn. Er fasste ein ähnliches Problem in zwei Zeilen:

Für manchen hat ein Mädchen Reiz,
doch bleibt die Liebe seinerseits.

Nachtrag von SandyGrendel:

Und dieses zeitig zu bemerken,
gehört nicht zu des Mannes Stärken.

Mit vielen Grüssen!



Liebe Sandy,

vielen Dank für Deine Zeilen. Habe sie zur Kenntnis genommen. Bzgl. des Zitates von Wilhelm Busch kann ich nur antworten, dass die Frage des Reizes der Dame für mich sekundär zu betrachten ist. Es gibt tiefere Gefühle als die des "Reizes". Und die Begriff Reiz und Liebe kann ich nicht in einen Zusammenhang bringen. Es ist schwierig zu definieren, was Wilhelm Busch damals damit von sich selber aus sagen wollte. Was ich sagen wollte, ist mir bekannt, wie es andere, z.B. jetzt Deine Person, interpretieren bleibt jedem seine eigene Sache.

Zum weiteren Zweizeiler Deiner Zeilen, bzgl. des Mannes "Stärken" kann und will ich nichts sagen, weil die Zeilen für sich sprechen und eigentlich nicht kommentiert werden müssen. Nur jeder erlebt anders Gefühle, weil es seine Gefühle sind. Und über Gefühle kann man meiner Meinung nach nur sehr schwer diskutieren. Und grundsätzlich sollte man versuchen die Gefühle des anderen zu akzeptieren.

Liebe Grüße

franz-josef
__________________


"Warum soll ich für die spätere Zukunft leben, wenn der Tod kommt, wann er will und sich an das Wort "später" nicht hält.

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franz-josef
Schriftsteller-Lehrling
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quote:
Ursprünglich veröffentlicht von otto otter
Hallo franz-josef

Könnte es sein, dass du dich nicht richtig in ihren Händen fügst oder dass sie nicht begreift, dass du evtl. auch mal weinen möchtest?

Für mich ein schwieriges Gedicht!

Gruss

Otto



Hallo Otto,

zunächst vielen Dank für Deine Anmerkung.
Es geht nicht um die Frage des "sich fügen", auch nicht um den "Wunsch" schwach sein zu dürfen. Es geht eigentlich nur um Gefühle die ich niedergeschrieben habe.
Gefühle sind grundsätzlich so subjektiv, dass jede Leserin oder Leser eines Gedichtes nur seine Meinung aus den Zeilen selbst interpretieren kann.

Meine Gedanken, Erfahrungen und Gefühle die mich zu diesem Gedicht bewogen haben, sind so komplex, dass sie hier nur ansatzweise durch meine Worte wiedergegeben werden konnten.

Ich empfinde in dem Zusammenhang mit den Gefühlen eigentlich nur Unverständnis für einen Teil unserer heutigen Gesellschaft.

Dass das Gedicht von Dir als "schwierig" eingestuft wurde, kann ich bedingt verstehen, weil meiner Meinung nach in den Zeilen und zwischen den Zeilen für jeden eigentlich mehr steht.

Gruß

franz-josef
__________________


"Warum soll ich für die spätere Zukunft leben, wenn der Tod kommt, wann er will und sich an das Wort "später" nicht hält.

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