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Leselupe.de > Kindergeschichten
Igel Willi und die Flut
Eingestellt am 21. 01. 2014 21:05


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Carol-Eliza
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Igel Willi und die Flut

"Willi, Willi, wo bleibst du blo├č wieder", die Mutter wurde ungeduldig. Ihr j├╝ngster Sohn tr├Âdelte wie immer. Die anderen vier Igelkinder waren l├Ąngst aus ihrem gro├čen Laubhaufen herausgekommen, der ihr Winterquartier sein sollte.
Die Igelmutter schaute besorgt zum Himmel, die Wolken hingen schon seit Tagen so tief, dass ihre B├Ąuche fast die Baumspitzen ber├╝hrten. Immer wieder regnete es, so dass an der Behausung der Igelfamilie kleine B├Ąche vorbeiliefen. Auch der gro├če Fluss, der nicht weit von ihrem Quartier seine grauen Fluten vorbeiw├Ąlzte, rauschte jeden Tag lauter.
"Willi", rief sie noch einmal, aber dann wurde es ihr zu bunt und sie trieb die anderen Kinder zur Eile, ohne auf Willi zu warten. Heute wollte sie mit ihnen an den kleinen T├╝mpel gehen, der nicht weit von hier in einer Vertiefung lag, dort gab es herrliche M├╝cken, Schnecken und auch sonst allerhand Leckeres, was ein Igelherz, nein besser ein Igelmagen, begehrte.
Der Herbst hatte begonnen und die Igel mussten f├╝r ihren langen Winterschlaf genug fressen. Wenn Willi sich nicht ├Ąnderte, w├╝rde er als sehr magerer Igel in seinen Winterschlaf fallen, denn er liebte es, den Tag ├╝ber zu tr├Ąumen, anstatt Futter zu suchen. Er sah den Libellen nach, wie sie mit ihren zarten regenbogenfarbigen Fl├╝geln durch die Herbstluft segelten, schaute sich die Wolken an, wenn sie mit ihren Schatten Muster auf die abgeernteten Felder malten und verfolgte die Scharen von Kr├Ąhen, die den Himmel streifig f├Ąrbten.
Daf├╝r kannte er aber auch alle Nachbarn. Er begr├╝├čte die Spatzenschw├Ąrme, die jeden Morgen auf Futtersuche die Wiese ├╝berquerten und spielte mit den Kindern der Biberfamilie, die am Fluss lebte.
Als er endlich sein Schn├Ąuzchen aus dem Laub schob, sah er weit weg seine Familie, die schon am T├╝mpel angekommen war und auf M├╝ckenfang ging. Es hatte also sowieso keinen Sinn mehr, sich zu beeilen. Da konnte er auch ebenso gut seinem Freund, dem Biber Fridolin noch einen Besuch abstatten. "├ärger gibt es jetzt sowieso", sagte er sich. Und der konnte warten.
Aber was war das? Da kam sein Freund ja schon, aber er schrie irgendetwas und fuchtelte wild mit den Pfoten. Da Igel nicht die schnellsten sind und sich Biber an Land auch nicht sehr schnell bewegen, dauerte es eine Weile, bis die beiden fast zusammenstie├čen.
"Willi", schrie Fridolin," ihr m├╝sst hier weg, der Fluss, der Fluss tritt ├╝ber die Ufer! Mein Papa sagt, dass es nicht mehr lange dauert, bis das Wasser hier bei euch ist!"
Willi begriff sofort. Wenn es einen Bewohner am Fluss gab, der das Wasser ganz genau kannte, dann war es der alte Biber.
Aber dann war er ganz starr vor Schreck, seine Mutter, seine Geschwister, sie waren am T├╝mpel und der lag noch viel tiefer als ihre Behausung!
"Fridolin, gib mir einen Schubs", schrie er und rollte sich zusammen.
Fridolin schob ihn an und sofort rollte eine graue Stachelkugel, sein Freund Willi, den absch├╝ssigen Weg zum T├╝mpel hinunter.
Die Igelmutter rastete gerade mit den anderen Kindern, als pl├Âtzlich eine stachlige Kugel, verziert mit aufgespie├čten Bl├Ąttern, am T├╝mpel landete.
Als die Kugel sich entrollte, wollte sie schimpfen, denn ihr Sohn war wieder einmal zu sp├Ąt.
"Mama, wir m├╝ssen hier sofort weg", schrie er, "das Wasser- der alte Biber- schnell- auf das Brett da!"
Und da h├Ârte sie es selbst. Der Fluss rauschte nicht mehr, er dr├Âhnte und gurgelte. Von ihrer alten Behausung war nichts mehr zu sehen und auch das Ufer war verschwunden.
Die meisten Igel schwimmen kurze Stecken, aber gegen die Wucht dieses Wassers k├Ąmen sie nicht an.
In Panik schob sie die Kinder auf das Brett, das zum Gl├╝ck in der N├Ąhe lag.
Kaum waren die Igel auf dem Brett, wurde es schon emporgehoben und schaukelte auf dem schlammigen Wasser, das vor kurzem noch eine Wiese war.
Der kleine Teich war verschwunden. Stattdessen waren die Igel von Wasser umgeben, aus dem B├Ąume und Str├Ąucher ragten. Unter ihnen wogte das Gras wie die M├Ąhnen der Pferde, die manchmal ├╝ber die Koppel auf der Wiese st├╝rmten. Bunte Herbstbl├Ątter schwammen wie ein Flickenteppich auf dem Wasser.

Am n├Ąchsten Tag ging die Familie Meier mit ihren Kindern an den ├╝berfluteten Wiesen des Flusses vorbei und die kleine Tochter Bea war es, die das Brett mit den Igeln entdeckte.
Der Vater zog extra die Schuhe aus, um das Brett mitsamt den Igeln aus dem Wasser zu ziehen und schon am Abend hatte die Igelfamilie im Hof der Menschen ein neues Zuhause gefunden.
Als die Flut nach Tagen zur├╝ckgegangen war, setzte Bea die Igelfamilie vorsichtig in ein K├Ârbchen und mit dem Fahrrad fuhr die ganze Familie an den Fluss.
Die Wiesen waren noch immer mit Ger├Âll und ├ästen bedeckt, aber darin k├Ânnen sich ja Igel bekanntlich besonders gut eine H├Âhle bauen.
Nur kurz schnupperten die Igel, die Luft roch nach Fluss und Willy roch noch etwas- den Duft, den kleine Biber hinterlassen.

F├╝r kleine Menschen ab 4 Jahren
__________________
Carol-Eliza

Version vom 21. 01. 2014 21:05
Version vom 25. 01. 2014 17:34

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Artair
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Liebe Carol-Eliza,

eine wirklich sch├Âne Geschichte, spannend erz├Ąhlt :-).

Fressen Igel wirklich M├╝cken?
Mir ist aufgefallen, dass Du in der w├Ârtlichen Rede wenig Zeichen benutzt. Nutze sie! Sie machen noch deutlicher, wie etwas gesagt wird und wie es gemeint ist.

quote:
"Willi, Willi, wo bleibst du blo├č wieder", die Mutter wurde ungeduldig.
Du k├Ânntest es z. B. auch so schreiben:
"Willi! Willi, wo bleibst du blo├č wieder?", die Mutter....
oder
"Willi? Willi, wo bleibst du blo├č wieder?", die Mutter....

quote:
Fridolin, gib mir einen Schubs, schrie er und rollte sich zusammen.

Du hast die Anf├╝hrungszeichen vergessen und auch hier w├Ąre ein Ausrufezeichen wichtig.

Sieh Deinen Text einfach noch einmal in Ruhe durch...wenn Du magst...es sind noch einige kleine Fehler da, die Du korrigieren kannst.

Liebe Gr├╝├če,
Artair

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Carol-Eliza
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Hallo artair,
danke f├╝r die Tipps, werde alles noch mal durchsehen, die Geschichte hat den Praxistest bestanden, meinem kleinen M├Ądchen hat sie auch gefallen,
Igel sind wohl Allesfresser,
LG Carol-Eliza
__________________
Carol-Eliza

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