Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
394 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Ihr Soldaten unserer Phantasie
Eingestellt am 26. 07. 2003 02:00


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 552
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Marcus Richter eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ihr Ledernacken
Ihr Matrosen unserer Phantasie
bringt endlich frisches Wasser
In den brakken Hafen unserer Tr├Ąume
Mit wildem Tosen und all eurer selbstlosen Energie
Los, bringt etwas Arsch in eure Hosen
Und macht Ängste zu Schlachtvieh
Hochgerissen die schweren S├Ąume
Am Unterrock der Wirklichkeit

Die Ängste nackt, der Blick befreit
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


lapismont
Foren-Redakteur
H├Ąufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

Werke: 215
Kommentare: 7574
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um lapismont eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Marcus,

Dein dezent gesetztes Reimschema gef├Ąllt mir sehr.

Das Einzige, das ich nicht verstehe, ist der Wechsel:
bringt ... in den ... Hafen unserer Tr├Ąume
bringt etwas Arsch in eure Hosen

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

Bearbeiten/Löschen    


Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 552
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Marcus Richter eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo lap,
deine Frage ├╝berfordert mich etwas. Ich hatte das Gedicht als Teil einer Lesemoderation entworfen, um den Lesenden ein wenig den Respekt vor sich selbst und den Zuh├Ârern zu nehmen. Dabei kam es mir darauf an, der Angelegenheit etwas Revolution├Ąres zu geben, etwas das einem Aufbruch nahe kommt, einem Angriff auf den Geist und
die Geistlosigkeit.
Die Zeile "Los, bringt etwas Arsch in eure Hosen" steht in diesem Zusammenhang im Mittelpunkt des Vortrags und wird in diesem Sinne wortgewaltig und laut vorgetragen werden. Was danach kommt, bleibt energisch aber langsam abflie├čend, bis es im "├ängste nackt und Blick befreit" endet, gerade heraus gesagt, als Feststellung.

Das Schema und die Reime sind f├╝r mich ganz dem Vortrag unter geordnet. Allerdings bin ich f├╝r eine Kritik offen. Ich liebe es, meine Gedichte wie ein f├╝nf Tonnen Gewicht auf den Boden knallen zu lassen. Ich h├Âren dann selten, wie es im Geb├Ąlg knarrt.

Gr├╝sse und danke f├╝r das "dezent". Es fehlt mir oft genug.

Marcus
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

Bearbeiten/Löschen    


lapismont
Foren-Redakteur
H├Ąufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

Werke: 215
Kommentare: 7574
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um lapismont eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Marcus,

jetzt wird mir das klar! Einmal nimmt sich der Erz├Ąhler mit hinein (unsere Tr├Ąume) und dann spricht er die anderen an.
Zwei unterschiedliche Personenkreise also.

So vom reinen Lesen ist das nicht zu schliessen.

Aber wenn Du das mp3-File zum runterladen anbietest, sag bescheid!


cu
lap
__________________
Kunst passiert.

Bearbeiten/Löschen    


Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

Werke: 32
Kommentare: 315
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Jongleur eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Unterrock

Hallo Marcus,
ja wortgewaltig und herausfordernd und witzig, Aufrufcharakter! Und das war ja wohl der Zweck des Textes und damit wohl geraten!
Blo├č der "Unterrock" ... F├╝r mich ist die Wirklichkeit eher das gut sichtbare ├ťberkleid! Au├čerdem finde ich mit den ├ärschen schon genug Deftiges im Gedicht - und w├╝rde "die S├Ąume" allein stellen. Finde ich n├Ąmlich ein tolles Bild: die "schweren S├Ąume" hochrei├čen!
Dass die "Ängste" zweimal herhalten müssen, ist schade. Wobei mir beide Bilder zusagen.
brakk? Ist das mundartlich? Ich kenne nur brackiges Wasser, Brackwasser.
Und gr├╝ble noch ... und glaube, dass die letzte Zeile ein verk├╝rzter Satz ist - und m├╝sste es dann nicht "den Blick befreit" hei├čen??
Gedichtam├╝sierte Gr├╝├če vom Jongleur

Bearbeiten/Löschen    


Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 552
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Marcus Richter eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Jongleur,
sch├Âne Ans├Ątze, um weiter zu denken.
Brakkig oder brackig - es handelt sich hier meiner Meinung nach um eine Wortkreation. Nat├╝rlich Brackig, weil es um frisches Wasser geht, das in das brackige Wasser des Hafens geschw├Ąmmt wird. Andererseits w├Ąre dann die ganze Zeile falsch. Es m├╝sste dann in etwa hei├čen: frisches Wasser in das brackige Wasser unseres Hafens schw├Ąmmen. Nun bezieht sich brakkig aber auf den Hafen und ich verstehe es einmal, da├č der Hafen auch das Wasser ist, andererseits auch die Bootsstege, die verrottet sind, also kaputt, gebrochen, brakkig. Ob das jetzt dialektisch richtig ist, wei├č ich nicht. Ich sch├Ątze aber, es wird verstanden.

Der Unterrock. Ich liebe es, die Wirklichkeit in verbindung mit einem Unterrock zu bringen. Der ├ťberrock ist doch nicht die Wirklichkeit. Das nackte Fleisch, die Oberschenkel und die blasse Scham, das ist die Wirklichkeit, auch die kleinen F├Ąltchen, der Ansatz von Orangenhaut.
Es handelt sich hier sicherlich um ein einfaches Missverst├Ąndnis. Nat├╝rlich liegt es daran, da├č ich hier Wirklichkeit mit Wahrheit gleichsetze. Das ist philosophisch(auch meiner Meinung nach) falsch, aber verst├Ąrkt meiner Meinung nach den "Aufrufcharakter".
Vereinfache und rei├če das Publikum mit!, ist das Motto. Hier muss man, glaube ich, nicht so tief sch├╝rfen.
Es ist mein STil, Wirklichkeit und Wahrheit immer in Verbindung mit Fleisch, Erotik etc, zu setzen, da das Animalische einen Zug von Urspr├╝nglichkeit besitzt, den die meisten wahrnehmen, ob sie es nun als lyrisch oder als abartig empfinden.

Bei den ├ängsten, denke ich, hast du recht. Auch wenn hier die ├ängste in enger Verbindung mit der Unterrockwirklichkeit stehen. Soll hei├čen, ist der Unterrock der Wirklichkeit erst gel├╝ftet, liegen auch die ├ängste frei und k├Ânnen ganz ungeniert betrachtet werden, analysiert. Vielleicht deshalb auch: "Der Blick befreit".
Der Blick auf die Wirklichkeit, der Blick auf die Ängste.

Sch├Ânen Gruss,
danke f├╝r deine Kritik
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

Bearbeiten/Löschen    


Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

Werke: 32
Kommentare: 315
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Jongleur eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Unterr├Âcke und Orangenhaut ...

Tjaaa, damit hab ich nicht gerechnet, dass hier keine kostbaren Metaphern und Allegorien - sondern eins zu eins geschrieben ist! *lach* Gut, dass ich Deine fleischlichen Worte nachgeliefert bekommen hab. Ich nehme sofort mein ├ťberkleid zur├╝ck. Dann also Unterrock, tats├Ąchlich, obowhl die gerade erst wieder in Mode kommen, wei├č noch jeder um die Funktion, vielversprechendes Vorblitzen, Umspielen der Beine, mindestens der Beine!, und von Baumwolle ├╝ber Nylon zu Seide ...
Okay. Kapiert.
Gr├╝├če vom Jongleur

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!