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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Ihr kotzt mich an!
Eingestellt am 10. 07. 2012 17:26


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senfgurke
Hobbydichter
Registriert: Mar 2012

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Die Sonne stach zum Fenster herein und brannte sich in ihr hohles Hirn. Wiederwillig ├Âffnete sie ihre Augen f├╝r eine beschissene Welt da drausen, die sie als verlogen, unecht und nicht die ihre empfand. In dieser Welt war sie, Dorothea Bach, 13 Jahre alt und sicher nicht das, was man unter einem Freund versteht, demman seinem Kind w├╝nscht.

"Schei├če" dachte sie , drehte sich mit dem R├╝cken zum Fenster, doch das Gezwitscher der V├Âgel dr├Âhnte in ihrem Sch├Ądel. Entnervt starrte sie erst an die Decke und schlie├člich auf die Uhr, die kaum mehr in ihrem chaotischen Zimmer zu erkennen war.
Ihre Mutter hatte es l├Ąngst aufgegeben, sie zu mehr Ordnung zu ermahnen und ihr hinterherzur├Ąumen. Sie kam nur noch rein, um die W├Ąscheberge einzusammeln und ab und an mal mit dem Kopf zu sch├╝tteln und Dorothea einen vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen.

"Halb Elf- zu sp├Ąt um noch in der Schule aufzutauchen", dachte sie sich, und ├Âffnete erst einmal ein warmes Dosenbier, das sie unter ihrem Bett versteckte.
Das warme Bier f├╝llte ihren leeren Magen und sp├╝lte den wiederlichen Geschmack nach alten Kippen und ungeputzten Z├Ąhnen weg.
Sie r├╝lpste laut.
So begann der Tag doch noch einigerma├čen gut f├╝r sie.
Sie war alleine in der Eigentumswohnung ihrer "Erzeuger", wie das Problemkind sie nannte. "Problemkind", das war einer dieser W├Ârter, das sie aufschnappte, als sie eines der Gespr├Ąche ihrer Eltern belauschte. Ihr war klar, das nur sie damit gemeint sein konnte und f├╝hlte sich irgendwie echt cool damit. "Problemkind", das hatte ein Hauch von Rebellion und Wiederstand in ihren Augen, nur das Wort "Kind" gefiel ihr nicht.
"Problemteen" oder sowas, das w├Ąre passender", sprach sie zu sich selbst und musste grinsen.

Balancierend auf dem schmalen Pfad zur T├╝r, den sie in ihrem Chaos frei gelassen hat, begab sie sich aus ihrem Zimmer.
Beide waren arbeiten, wie so oft, was ihr aber ganz recht war. Ein kurzer Blick in den K├╝hlschrank offenbarte nichts anst├Ąndiges zu Essen, also schnappte sie sich ihre Lieblingslederjacke mit angespitzten Killernieten und schlenderte zur Bushaltestelle.
Um die Zeit war im Dorf kaum jemand unterwegs, weil alle arbeiteten oder daheim f├╝r die Kinder kochten, die bald von der Schule zur├╝ck sein w├╝rden. Die, die unterwegs waren, waren nur alte Leute- und die machten einen gro├čen Bogen um sie, weil schon allerlei ├╝ber sie getuschelt wurde
hier,im Dorf.

Die Leute fl├╝sternten unter vorgehobener Hand, andere drehten sich nach ihr um, sie sp├╝rte die stechenden Blicke in ihrem R├╝cken. Andere hingegen machten sich gar nicht mehr die M├╝he dezent zu sein und starrten sie ganz offen an.
Ihr wars mittlerweile schei├čegal, fr├╝her, ja fr├╝her, da lies sie es noch zu, das es sie trifft.
Sie irgendwie irgendwo verletzt.
Damals, als sie noch nicht stark war.

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Fleur de Sol
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Textarbeit

Hallo Senfgurke,

damit Du nicht nur eine ungn├Ądige Bewertung von mir erh├Ąltst, habe ich Dir Deinen Text "sprachlich" ├╝berarbeitet. Deine Variante strotzte leider nur so von Fehlern und ich bitte Dich, bei Deinem n├Ąchsten Werk genauer zu arbeiten, bevor Du es den LL-Lesern zur Bewertung vorlegst. Alles andere macht keinen Sinn. Gern w├╝rde ich mich mit den Inhalten befassen und ggf. mit Dir in eine Diskussion eintreten ...

quote]
Die Sonne stach ins Fenster und brannte sich in ihr kraftloses Hirn.
Unwillig ├Âffnete sie ihre Augen f├╝r diese beschissene Welt da drau├čen, die sie als verlogen, unecht und eben nicht als die ihre empfand. In dieser Welt war sie, Dorothea Bach, 13 Jahre alt und sicher nicht das, was man unter einer guten Freundin verstand, die man seinem Kind w├╝nschte.

"Schei├če" dachte sie, drehte sich mit dem R├╝cken zum Fenster, doch das Gezwitscher der V├Âgel dr├Âhnte pausenlos in ihrem Sch├Ądel. Entnervt starrte sie erst an die Decke und schlie├člich auf die Uhr, die kaum mehr in ihrem chaotischen Zimmer zu erkennen war. Ihre Mutter hatte es l├Ąngst aufgegeben, sie zu mehr Ordnung zu ermahnen. Sie kam nur noch rein, um die W├Ąscheberge einzusammeln, und ab und an mal mit dem Kopf zu sch├╝tteln und Dorothea einen vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen.

"Halb elf - zu sp├Ąt um noch in der Schule aufzutauchen", dachte sich Dorothea. Sie ├Âffnete erst einmal ein warmes Dosenbier, das sie unter ihrem Bett versteckt hatte. Die laue Br├╝he f├╝llte ihren leeren Magen und sp├╝lte den widerlichen Geschmack nach alten Kippen und ungeputzten Z├Ąhnen weg.
Sie r├╝lpste laut.
So begann der Tag doch noch einigerma├čen gut f├╝r sie.Wieder war sie alleine, allein in der Eigentumswohnung ihrer "Erzeuger", wie das Problemkind sie nannte. "Problemkind", das war eines dieser W├Ârter, das sie aufgeschnappt hatte, als sie eines der Gespr├Ąche ihrer Eltern belauschte. Dorothea war klar, dass nur sie damit gemeint sein konnte und f├╝hlte sich irgendwie echt cool damit. "Problemkind", das hatte ein Hauch von Rebellion und Widerstand in ihren Augen, nur das Wort "Kind" gefiel ihr nicht.
"Problemteen" oder so was, w├Ąre passender", dachte sie zu sich selbst und musste grinsen. Auf dem schmalen Pfad, den sie in ihrem Chaos frei gelassen hat, zur T├╝r balancierend, begab sie sich aus ihrem Zimmer.
Die Erzeuger waren arbeiten, wie so oft.strike] was ihr aber ganz recht war.
Ein kurzer Blick in den K├╝hlschrank offenbarte nichts Anst├Ąndiges zu Essen, also schnappte sie sich ihre Lieblingslederjacke mit den angespitzten Killernieten und schlenderte zur Bushaltestelle.
Um die Zeit war im Dorf kaum jemand unterwegs, weil alle arbeiteten oder daheim f├╝r die Kinder kochten, die bald von der Schule zur├╝ck sein w├╝rden. Die, die unterwegs waren, waren nur alte Leute- und die machten einen gro├čen Bogen um sie, weil schon allerlei ├╝ber sie getuschelt wurde hier, im Dorf.

Die Leute
fl├╝sterten unter vorgehaltener Hand, andere drehten sich nach ihr um.
Dorothea sp├╝rte die stechenden Blicke in ihrem R├╝cken.
Manche machten sich gar nicht mehr die M├╝he dezent zu sein und starrten sie offen an. Ihr warÔÇśs mittlerweile schei├č egal.

Fr├╝her, ja fr├╝her
, da lie├č sie es noch zu, dass es sie traf, sie irgendwie verletzte.Damals, als sie noch nicht stark war.




M├Âglich, dass ich nicht alles gefunden habe, aber der Anfang ist ja nun gemacht.
Fleur
__________________
ÔÇ×Alles Gelingen hat sein Geheimnis, alles Mi├člingen seine Gr├╝nde.ÔÇť(J.Kaiser)

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senfgurke
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Hallo Fleur,

danke f├╝r die Antwort. Die ein oder andere Kritik ist berechtigt und ich werde in Zukunft besser auf die Wortwahl achten.

Gru├č,

Senfi

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