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Leselupe.de > Kindergeschichten
Ilkas Verzicht
Eingestellt am 03. 12. 2001 15:52


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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„Warum darf ich keine SĂŒĂŸigkeiten essen, wie die anderen Kinder?“ fragte Ilka mal wieder ihre Mamma, als sie an den SĂŒĂŸigkeitenstand der Kirmes vorbeiliefen.

„Du weißt es !“ antwortete diese, wie jedesmal, wenn ihre Tochter diese Frage stellte und sie zog sie ein bisschen schneller hinter sich her. Ilka lief das Wasser im Mund zusammen, denn gerade sie mochte so gerne SĂŒĂŸes. Gerade sie verzehrte sich nach Zuckerstangen, Zuckerwatte und diese ganzen Leckereien. Noch nie im Leben hatte sie einen Paradiesapfel gegessen. Wie der nur schmecken wĂŒrde?

Wenn er so schmeckte, wie er aussah! Ilka ließ sich von ihrer Mutter ganz schön ziehen. Ihr Kopf war immer noch hinter sich gerichtet, auf die SĂŒĂŸigkeitenbude. „Warum muss ausgerechnet ich diese dĂ€mliche Zuckerkrankheit haben?“ nörgelte sie herum.

„Es ist nun mal so, wir können es nicht Ă€ndern! DafĂŒr hast du andere VorzĂŒge. „Welche denn?“ wollte Ilka wissen. „Na, du hast Erfolg, brauchst dich in der Schule nicht zu quĂ€len!“
„Lieber wĂŒrde ich mich quĂ€len!“ war Ilkas Meinung. Mit einem abschiednehmenden Blick drehte sie den Kopf wieder geradeaus und ihre Mutter liess sie los.

Ilka lief weiter und schaute betrĂŒblich drein. „Noch brauchst du keine Spritze!“ war der Kommentar ihrer Mutter und wenn es dir so schwer fĂ€llt zu verzichten, dann meiden wir besser den Jahrmarkt.

Aber das wollte Ilka auf gar keinen Fall. Schnell versuchte sie die SĂŒĂŸigkeiten zu vergessen und konzentrierte sich auf die FahrgerĂ€te. Die konnte sie nach Herzenslust benutzen.

Mutter lud sie zu einer Gondelfahrt ins Riesenrad ein: „Damit du auf andere Gedanken kommst!“ Ilka stieg in die Gondel ein. Mutter fuhr mit und es stiegen noch 2 Personen dazu. Es war ein MĂ€dchen in ihrem Alter mit ihrer Schwester, die wesentlich jĂŒnger war. Sie hieß Micki. So nannte ihre Schwester sie. Die Kleine hieß Jenny.

Micki war ein lustiges MĂ€dchen. Sie lachte unentwegt. Das schien ansteckend zu sein und die
Gondelfahrt mit ihnen war das reinste VergnĂŒgen. Am Ende der Fahrt tauschten sie die Adressen aus und stellten fest, dass sie ganz nah beieinander wohnten.

An diesem Tag des Verzichts hatte Ilka wirklich GlĂŒck. Sie hatte eine Freundin gewonnen und Erfolg stellte sich auch ein, nachdem sie in den Eimer mit Losen gegriffen hatte, „Die freie Auswahl!“ und es gab genug Auswahl. Sie konnte sich alles nehmen, was sie wollte.
Das war schwer und dauerte lange.

Am Ende entschied si sich fĂŒr den allerallergrĂ¶ĂŸten TeddybĂ€r, sie konnte ihn kaum nach Hause tragen.


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