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Leselupe.de > Feste Formen
Ilse [Limerick]
Eingestellt am 27. 11. 2010 10:58


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Inge Anna
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Der Horst ging mit schlurfenden Schritten,
man nannt' ihn den Lahmarsch von Witten;
     doch Ilse aus Staufen
     die bracht' ihn zum Laufen -
denn Rizinus hilft, unbestritten.
__________________
Die √ľber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

Version vom 27. 11. 2010 10:58

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Bernd
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Der Limerick ist sehr schön und hat eine schöne Pointe.
Allerdings muss man hier "Horst" unnat√ľrlich nicht betonen, damit die Intonation stimmt.

quote:
Horst ging stets mit schlurfenden Schritten,


Eine Möglichkeit zur Behebung ist:

Der Horst ging mit schlurfenden Schritten,
man nannt' ihn den Lahmarsch von Witten;
doch Ilse aus Staufen
die bracht' ihn zum Laufen -
denn Rizinus hilft, unbestritten.

Diese Form ist im s√ľdlichen Sprachbereich v√∂llig normal, im n√∂rdlichen k√∂nnte man einwenden, dass man Namen nicht mit Artikel verwendet.

Es gibt auch viele andere Möglichkeiten. Letztlich ist das kein großes Problem, es ist leicht behebbar, da die Pointe stimmt.
__________________
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Marlene M.
Guest
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Liebe Inge,
ich w√ľrde den Ort nach vorne setzen, damit ein richtiger Lim draus wird:

Man nannte ihn Lahmarsch von Witten,
denn Horst ging mit schlurfenden Schritten
....
Ansonsten witzig- gefällt mir.
LG von Marlene

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Bernd
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Ich habe nat√ľrlich √ľber das "stets" nachgedacht und finde den Inhalt sehr wichtig.
Soviel ich sehe, ist er aber in
"ging mit schlurfenden Schritten,
man nannt' ihn den Lahmarsch von Witten;"
enthalten, da man eine solche Benennung nur macht, wenn es typisch ist.
"Lahmarsch" zeigt, dass die schlurfenden Schritte nicht einmalig sind, sondern regelmäßig.
"Stets" bedeutet streng gemnommen "immer" - aber man sollte dieses "immer" auch nicht verabsolutieren, denn es bedeutet es nicht wirklich, sondern nur im Zusammenhang mit Schritten. Zum Beispiel gilt es nicht, wenn er sitzt oder fährt.
Wenn es in der ersten Zeile erwähnt wird, dass er mit schlurfenden Schritten geht, ist es entweder einmalig oder typisch. Durch die zweite Zeile wird gezeigt, dass es typisch ist. Man verliert also nicht so viel durch Auslassung von "stets" wie durch den falschen Rhythmus und die falsche Betonung bei Einschluss von "stets".

Marlene schrieb:

quote:
ich w√ľrde den Ort nach vorne setzen, damit ein richtiger Lim draus wird

Das ist keine Vorschrift, wird aber oft so gemacht.
Die erste Zeile enthält oft einen Ort und/oder einen Namen, oft auch als Reimwort. Man kann hunderte veröffentlichter Limericks lesen und findet immer wieder Ausnahmen von dieser Regel.

Im vorliegenden Fall w√ľrde die Umstellung zwar formal funktionieren, mir pers√∂nlich scheint aber die "Dramaturgie" zu leiden. Im Originalen findet eine Steigerung statt. (schlurfende Schritte -> Lahmarsch)
In der geänderten Form ist es eine Erklärung (Lahmarsch, denn schlurfende Schritte).
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Marlene M.
Guest
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lächel,
da streiten sich die Gelehrten.GG
Ich kenne es nur so, dass ein Limerick am Anfang einen Ortsnamen haben muss.
Nat√ľrlich gibt es auch viele Limerick √§hnliche Gedichte. Also Kurzgedichte, die dann im Limerickstil geschrieben sind.
Auch namhafte Limericker haben das gemacht.
Aber ich will nicht insistieren.
Schmunzler von Marlene

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Bernd
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Trotzdem stimmt das so nicht. Woher stammt die Information?

Edward Lear schrieb viele Limericks, bei denen in der ersten Zeile die handelnden Personen vorgestellt werden. Diese Form ist auch in späteren Limericks gut etabliert.

Ortsnamen sind nat√ľrlich auch m√∂glich, aber keine Pflicht.
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