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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Im Augenblick
Eingestellt am 30. 12. 2003 18:41


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AchtelBlatt
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Im Augenblick



Ja, wir wissen es. Es ist zuviel verlangt, es solle immer so bleiben, wie es jetzt gerade ist. Doch zu w├╝nschen und zu l├Ącheln sind wir frei. Da├č es so bleiben soll - dieser Gedanke kommt meist erst im Nachhinein, leider manchmal auch im fast Nachhinein. Wir w├╝nschen uns die Ewigkeit des Augenblicks unserer N├Ąhe - und damit verraten wir ihn. Dieser gierige Wunsch konkurriert kurz mit der Wirklichkeit, wo sie doch im Moment ein und das selbe sind!... Im Augenblick ist alles gut, so zart und vertraut. Wir sind eins. Nichts anderes z├Ąhlt als Deine N├Ąhe und diese durch Dich gezauberte Geborgenheit. Du bist ein zartes Wunderwerk, das mich ruhen l├Ą├čt. So ruhig und entspannt sind wir. Nichts anderes nehmen wir wahr als Dich und mich. Ich strecke mich vor Dir aus, ich gebe mich Dir. Wie oft hatte ich davon getr├Ąumt, wie ich auf meinem Baum sa├č und ungl├Ąubig in die Welt starrte, die mich anscheinend einfach nicht verstanden hat. Und doch fand mich dort manchmal ein L├Ącheln, denn es k├Ânnte wirklich einfach sein. Er geh├Ârte nur mir. Mir ÔÇô vielleicht auch Dir. Du, die ich Dich nicht kenne und von der ich jetzt nicht mal wei├č, ob es Dich ├╝berhaupt gibt.


*



Gestern dachte ich an Ninas Worte. Sie schrieb mir im Februar 2002: "Menschen k├Ânnen einander nicht lieben.. oder wenn, dann nur im Augenblick.. Die menschliche Zeit ist kein Kreis.. Sie verl├Ąuft linear."


Ich war entsetzt. Mir gingen lauter Gedanken durch den Kopf: "Ich wei├č, ich kann auch dann lieben, wenn der Moment so nicht da ist. Und selbst dann, wenn ich nicht wiedergeliebt werde. Selbst einen Augenblick sich aus der Vergangenheit zu holen, macht da kein Problem. So weit m├Âchte ich gehen." - Sie hatte mich total verwirrt.


*



Wir wissen es genau. Wir k├Ânnen nichts festhalten. Aber wir wollen es, wenigstens im Nachhinein. Wir beide wissen um die Magie des Augenblicks. Und heimlich machen wir uns etwas vor. Der Vater des Gedankens will sich breit machen in uns. Doch unser Wissen darum verschlie├čt ihm mutig den Mund. St├Âr uns nicht! Wenn er nicht sprechen darf, dann zieht er sich zur├╝ck. Wir wissen damit umzugehen. Jetzt im Augenblick. Dieser kleine Triumph ist uns gewi├č. Dann machen wir uns nichts vor. In diesen Sekunden lernen wir vielmehr etwas ├╝ber die Ewigkeit. Von Augenblick zu Augenblick erfahren wir uns. Gegenseitig. Und uns selbst. Wir spiegeln uns in uns. Und in uns selbst. Alle Fesseln gesprengt, die Weisheit in uns aufgesogen. Nie ist das so einfach wie jetzt. Ich erfahre Dich so tief. Und ich lasse mich fallen. Gnadenlos. Dann betrachte ich Dich und denke mir, da├č ich Dich schon immer gekannt habe. Ich wei├č nicht, ob Du meine Gedanken erraten hast. Stumm erwiderst Du meinen Blick. Ein leichtes L├Ącheln huscht ├╝ber Dich. Es ist sch├Ân, Dich gl├╝cklich zu ahnen. Ich glaube, in diesem Moment sind wir wirklich bereit f├╝r dieses kleine St├╝ckchen Ewigkeit.

__________________
(c) by 1/8 Blatt

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