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Leselupe.de > Ungereimtes
Im Gedenken an Dich
Eingestellt am 08. 12. 2002 20:37


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asterisk
???
Registriert: Oct 2002

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Im Gedenken an Dich

Ich versuche schon
f├╝r Dich mit zu leben
jeden Tag
wird ein kleines St├╝ckchen
meiner Realit├Ąt
f├╝r Dich zum Traum

F├╝r Dich
denke ich ├╝ber vieles
doppelt nach
sehe alles aus zwei Sichten
und all das Sch├Âne
genie├če ich gleich nochmal
so sehr
oder ich versuche es zumindest

Zwei Leben
in eins zu zw├Ąngen
ist nicht so einfach
wie ich es gerne h├Ątte
denn so oft reicht meine Kraft
nichtmal f├╝r mich
und f├╝r Dich bleibt
viel zuwenig ├╝brig
__________________
Ein Weg entsteht dadurch, dass er gegangen wird.
(Franz Kafka)

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esto
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2002

Werke: 5
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Poesie aus der Realit├Ąt ...

Ich finde diese Zeilen wirklich gut geschrieben und f├╝r mich sehr gut nach zu empfinden. Ich meine, wenn ich deine Zeilen richtig interpretiert habe, denn ohne betrachten des Titels habe ich eine andere Interpretation als mit. Hei├čt es denn wirklich "Im Gedenken an Dich" oder sollte es hei├čen "Im Gedanken an Dich"?? F├╝r mich h├Âren sich diese Zeilen nach einer Beziehung an, in der man schon so sehr zusammen gewachsen ist, dass man sich fast schon als eine Person sieht, und genau dies zum Problem wird. Man muss als eine Person f├╝r doch zwei physich getrennte K├Ârper denken und entscheiden. Und dies kann auf dauer echt zur Belastung werden, wenn man so viel Zeit damit vertut, f├╝r einen anderen Menschen mitzudenken, der es doch eigentlich als eigenst├Ąndige Person schaffen sollte selber zu leben, zu denken und zu handeln. Eine weitere Interpretationsm├Âglichliet f├╝r mich ist die Trauer. Eine Trauer die schier nicht zu ├╝berwinden ist. Im geiste Lebt diese Person in einem weiter und verlangt durch seine k├Ârperlich Verg├Ąnglichkeit sich derer geistigen ├ťberreste anzunehmen und dessen Gedanken mit zu ├╝bernehmen. Naja, ich wei├č das bestimmt keiner von beiden Interpretationen f├╝r diese Zeilen zutreffen, aber ich interpretiere gerne in solche Texte Situationen, mit denen ich pers├Ânlich etwas anfangen kann.

Naja, habe wahrscheinlich ziehmlich viel M├╝ll geschrieben, sei es drum, mir Gef├Ąllt das Gedicht trotzdem!

Liebe Gr├╝├če,
esto

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asterisk
???
Registriert: Oct 2002

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hmm...

lieber esto,
vielen dank f├╝r deine antwort.

ich interpretiere dieses gedicht f├╝r mich so,
dass es eine person gerichtet ist,die sehr fr├╝h,
als kleines kind noch, starb,und wegen der ich in meiner kindheit immer das gef├╝hl hatte "doppelt dankbar" f├╝r mein leben sein zu m├╝ssen und alle chancen gleich zweimal zu nutzen.
dem konnte ich nie gerecht werden,was mir immer ein schlechtes gewissen beschehrte. dadraus hat sich inzwischen -denke ich- eine art "gespaltene" selbstwahrnehmung entwickelt,also ich nehme die welt tats├Ąchlich aus zwei vollkommen verschiedenen blickwinkeln war,versuche unter zwei aspekten zu leben,auch wenn diese nurnoch wenig mit dem toten kind zu tun haben...

ich interpretiere es,weil dieses gedicht "entstanden" ist,ohne das ich zu anfang den inhalt verstanden habe
-und ganz sicher bin ich mir immernoch nicht..

alles gute,
asterisk
__________________
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(Franz Kafka)

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esto
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2002

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Sich selbst verstehen ...

Dann lag ich mit der zweiten meiner Interpretationsm├Âglichkeiten bez├╝glich der Trauer ja garnicht wirklich so falsch. Die besten Gedichte und Gedanken sind die, welche man aufschreibt und zu Anfangs garnicht versteht was man geschrieben hat. So hat man die M├Âglichkeit Abstand von seinen Gedanken zu bekommen und diese aus einer anderen Sichtweise zu betrachten, somit f├╝r sich neu zu interpretieren und dann erst zu verstehen. Aus seinen eigenen Zeilen selbst ├╝ber dei eigene Person (kennen)lernen und verstehen.

Lieben Gru├č,
esto

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Mara Maria Anna
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2002

Werke: 17
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Ich wei├č nicht, wie ich dieses Gedicht sprachlich beurteilen w├╝rde, halte das hier aber auch f├╝r eher unwichtig.
Ich lebe auch mit dem Gedanken das Leben "f├╝r einen anderen Menschen mit" zu leben, seit vor einem halben Jahr eine sehr gute Freundin von mir ganz pl├Âtzlich gestorben ist. Wir waren fast gleich alt (sie ist nicht einmal 20 geworden), hatten viele ├Ąhnliche Interessen und auch den selben Namen, obwohl Mara nun wirklich kein gew├Âhnlicher Name ist. F├╝r mich ist das aber ein sehr sch├Âner Gedanke, da es aus einer Freiwilligkeit heraus geschieht und aus dem Wunsch, dass sie irgendwo (in mir?) vielleicht doch noch anwesend ist.

Gru├č, Mara

__________________
http://www.Mara-von-Ferne.de

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Abendsternchen
???
Registriert: Nov 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
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Lieber Asterisk,

selbst wenn man Deinen Hintergrund nicht kennt, ich denke, jeder kann diese Zeilen gut interpretieren und auf seine Weise verstehen. Einzig das "Gedenken" statt "Gedanken" weist den aufmerksamen Leser auf einen vielleicht etwas anderen Hintergrund hin.
Doch, um davon abzusehen, Deine Worte sind sehr sch├Ân gew├Ąhlt. Du dr├╝ckst wirklich gekonnt aus, wie ein Mensch versucht, seine Umgebung bewusst wahrzunehmen, nicht nur aus der eigenen, oftmals unbeteiligten Sicht. Man m├Âchte das, was man selbst sieht SO aufnehmen, dass man es dem anderen (auch wenn dieser andere "nur" noch im Geist lebt), mitteilen kann, ob nun verbal oder via Gedanken.

Ein sehr sch├Ânes Gedicht.
Gl├╝ckwunsch

Abendsternchen

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asterisk
???
Registriert: Oct 2002

Werke: 20
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vielen dank f├╝r eure antworten

@ esto
ich denke auch dass das die besten gedichte sind,
au├čerdem scheint es manchmal nicht nur eine gute sondern
auch die einzige m├Âglichkeit zu sein sich seiner gef├╝hle bewusst zu werden "in sich hinein zu gucken".
und das halte ich f├╝r sehr wichtig.
deshalb ist mir die ├Ąu├čere form meiner gedichte auch
nicht so wichtig wie der inhalt und die gef├╝hle die es ausdr├╝ckt und deshalb tuhe ich mich zugegebener ma├čen auch mit ├Ąnderungen sehr schwer.

@Mara Maria Anna
inzwischen sehe ich das "weiterleben von einer anderen person in mir" (wenn man das denn so nennen kann)
auch eher als "reichtum" an,
fr├╝her hat mich das eher eingeschr├Ąnkt,
ich sa├č irgendwie immer zwischen allen st├╝hlen
und wurde weder mir noch ihr damit gerecht...zwei halbe
leben sind weniger als ein ganzes...
aber ich lerne damit umzugehen und mich trotzdem
nicht zerissen sondern vollst├Ąndig zu f├╝hlen..

@Abendsternchen

danke...
ich finde es wichtig das man in die gedichte anderer immer ein st├╝ck von sich selbst reininterpretieren und wiederfinden kann, und trotzdem versteht was der autor mitteilen will...

asterisk
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Ein Weg entsteht dadurch, dass er gegangen wird.
(Franz Kafka)

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