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Leselupe.de > Gereimtes
Im Kinderbett
Eingestellt am 10. 01. 2008 01:06


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Janosch
???
Registriert: Feb 2005

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Das Kind liegt weich im Bett, die Augen auf ÔÇô
gerissen ist das Band im Kopf, ein Loch:
unz├Ąhlige in Papas Bauch und noch
ein letztes in die Brust, dann schweigt der Lauf.

Der Papa sackt zusammen, schwankt und f├Ąllt
aufs Kinderbett, auf seinen Sohn, bleibt still.
Der Herd noch an, ein Kessel pfeift ganz schrill.
Der Hund steppt rastlos Kreise, jault und bellt.

Ein Schl├╝ssel klingt - vertrautes an der T├╝r:
die Diele knarzt, als Mama tritt herein,
es riecht nach Schrot und Flinte, Rot und Wein,
voll Scherben blinkt die Teppichbodenzier.

Das aufgeschlitzte Sofa ist verdreht,
sein wei├čes Futter aus dem Bauche quillt.
Von drau├čen zirpen Grillen. Leis und mild,
ins offne Fenster die Gardine weht.

Die Einrichtung zertr├╝mmert und zerteilt,
auch in der K├╝che alles kreuz und quer.
Der Kessel pfeift der Mama hinterher,
als sie im Rausch ins Kinderzimmer eilt.

Im weichen Kinderbett der Papa liegt,
wie hingeschmissen, seine Augen leer.
Und alles rot - sie tut als wenn nichts w├Ąr,
indem sie sich an seine Wange schmiegt.

Da springt der Hund aufs Bett und zerrt und zieht
an Papas Bein: dort atmet was und schreit!
Die Mama weint, als sie das Kind befreit,
das sich verst├Ârt in ihre Arme flieht.

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Janosch
???
Registriert: Feb 2005

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hallo Walther,
danke f├╝r deine ehrliche meinung. ja, genau diese mischung ist mir beim schreiben bewusst aufgefallen. wei├č auch nicht, ich wollte es irgendwie so. was dabei rausgekommen ist, ist mein gedicht, bin ich und entweder es spricht einen an oder eben nicht. es kann tats├Ąchlich ziemlich makaber r├╝berkommen, denke ich, kein einfaches thema. jedenfalls vielen dank nochmal f├╝r deinen kommentar, sowas bringt mich weiter.
gru├č Janosch

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Duisburger
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Hallo,

ich halte die Reimform f├╝r diese Thematik f├╝r untauglich, da hier dem Zwang zum Reim viel zu viel geopfert wird, geopfert werden muss.
Dieses Situation, diese unmittelbare Ansprache an den Leser l├Ąsst sich nicht in Reime pressen, ohne das dem Leser die gro├če Teile der Dramatik und Beklommenheit dieser Situation vorenthalten wird.
Formuliere das Ganze doch einfach mal reimfrei und vergleiche dann beide Versionen. Wo kommt wohl die Situation beim Leser greif- und erfahrbarer an?
Dann w├╝rden auch solche seltsamen Konstrukte hier vermieden (es ist nicht der unsaubere Reim gemeint):

quote:
Ein Schl├╝ssel klingt - vertrautes an der T├╝r:die Diele knarzt, als Mama tritt herein,
es riecht nach Schrot und Flinte, Rot und Wein,
voll Scherben blinkt die Teppichbodenzier.
oder
quote:
sein wei├čes Futter aus dem Bauche quillt.
Von drau├čen zirpen Grillen. Leis und mild,
Hier ist viel verschenkt worden, die doch ├╝berwiegend minimalyrischen Reime tun ihr ├╝briges.

lg
Oldy


__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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