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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Im Schlaf
Eingestellt am 24. 06. 2002 00:33


Autor
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Amrit
Hobbydichter
Registriert: Apr 2002

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Wir liegen nebeneinander, das Zimmer ist dunkelrot, ich betrachte seinen R√ľcken. Ich wei√ü, nicht ob er schl√§ft oder wacht, das ist auch egal. Ich wei√ü nur, dass er neben mir liegt und ich m√∂chte ihn anfassen. Am liebsten w√ľrde ich ihm alles vom Leib rei√üen und zwar sofort, und dabei wei√ü Gott nicht eben zimperlich sein. Aber ich will es hinausz√∂gern, dass es mich qu√§lt und beschr√§nke mich somit auf die zaghafte Ann√§herung. Dabei muss ich sehr streng mit mir sein, denn meine H√§nde wollen sofort in seine Shorts fahren, stattdessen erlaube ich es mir gerade mal, seine Linien √ľber dem T-Shirt nachzuzeichnen, w√§hrend es in mir anf√§ngt zu pochern.
Im Schlaf dreht er sich zu mir, mein Gl√ľck ist perfekt, ich erwische einen Oberschenkel, den kann ich umklammern, wie von selbst √∂ffnen sich meine Lippen w√§hrend ich langsam auf diesem Bein hin und her rutsche. In meinem Kopf beginnt es sich zu verdunkeln, nur ab und zu kreisen ein paar Farben wie eine Spirale durch das gro√üe schwarze Loch.
Keine Ahnung, ob er immer noch schl√§ft. Sein Finger dringt fast unbemerkt in mich ein und r√ľhrt sich nicht. Das sind wirklich qualvolle Momente, ich hatte das so gewollt. Unsere H√§nde ber√ľhren sich, ich tu mir selber Gutes, w√§hrend sein Finger weiterhin unger√ľhrt wie eine Pistole auf meine Geb√§rmutter gerichtet ist. Die Farben in meinem Kopf vermischen sich, mein Unterleib zieht sich zusammen und schleudert sp√∂ttisch seinen Finger wieder heraus.
Jetzt bin ich wirklich was wach, vorher wars irgendwie sch√∂ner. Ich stehe auf, hol mir was zu trinken, f√ľhle mich leer. Mein Geruch klebt noch an den Fingern. Sp√§ter steht er neben mir und l√§chelt. Er hat ganz gut geschlafen.

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