Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5552
Themen:   95263
Momentan online:
319 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Im Schlaf
Eingestellt am 24. 06. 2002 00:33


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Amrit
Hobbydichter
Registriert: Apr 2002

Werke: 2
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Wir liegen nebeneinander, das Zimmer ist dunkelrot, ich betrachte seinen RĂŒcken. Ich weiß, nicht ob er schlĂ€ft oder wacht, das ist auch egal. Ich weiß nur, dass er neben mir liegt und ich möchte ihn anfassen. Am liebsten wĂŒrde ich ihm alles vom Leib reißen und zwar sofort, und dabei weiß Gott nicht eben zimperlich sein. Aber ich will es hinauszögern, dass es mich quĂ€lt und beschrĂ€nke mich somit auf die zaghafte AnnĂ€herung. Dabei muss ich sehr streng mit mir sein, denn meine HĂ€nde wollen sofort in seine Shorts fahren, stattdessen erlaube ich es mir gerade mal, seine Linien ĂŒber dem T-Shirt nachzuzeichnen, wĂ€hrend es in mir anfĂ€ngt zu pochern.
Im Schlaf dreht er sich zu mir, mein GlĂŒck ist perfekt, ich erwische einen Oberschenkel, den kann ich umklammern, wie von selbst öffnen sich meine Lippen wĂ€hrend ich langsam auf diesem Bein hin und her rutsche. In meinem Kopf beginnt es sich zu verdunkeln, nur ab und zu kreisen ein paar Farben wie eine Spirale durch das große schwarze Loch.
Keine Ahnung, ob er immer noch schlĂ€ft. Sein Finger dringt fast unbemerkt in mich ein und rĂŒhrt sich nicht. Das sind wirklich qualvolle Momente, ich hatte das so gewollt. Unsere HĂ€nde berĂŒhren sich, ich tu mir selber Gutes, wĂ€hrend sein Finger weiterhin ungerĂŒhrt wie eine Pistole auf meine GebĂ€rmutter gerichtet ist. Die Farben in meinem Kopf vermischen sich, mein Unterleib zieht sich zusammen und schleudert spöttisch seinen Finger wieder heraus.
Jetzt bin ich wirklich was wach, vorher wars irgendwie schöner. Ich stehe auf, hol mir was zu trinken, fĂŒhle mich leer. Mein Geruch klebt noch an den Fingern. SpĂ€ter steht er neben mir und lĂ€chelt. Er hat ganz gut geschlafen.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung