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Leselupe.de > Gereimtes
Im Tale tanzt ein Tanzbär weite Kreise
Eingestellt am 02. 05. 2010 18:06


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Im Tale tanzt ein Tanzbär weite Kreise,
an einer langen Kette nasgeführt,
so leicht, dass er die Führung gar nicht spürt.
Die Leier spielt ihm eine Frühlingsweise.

Von vielen Schauern, auch vom weisen Greise,
durch Eleganz des Bären ganz berührt,
ertönt der Beifall, wie es ihm gebührt.
Die Kettenglieder klirren dabei leise.

Der Greis fragt listig nach dem Lustgewinn
des Tiers, ob es den Pratzentanz wohl liebe?
Was zähmte seine Wildheit am Beginn,

bezwang die rohe Kraft der Freiheitstriebe?
Laut brummt der Bär und tanzt mit Fleisch im Sinn.
Nur dumpf erinnert er sich harter Hiebe.



----------
Meinem alten Freund Thomas K. gewidmet


__________________
© herberth - all rights reserved


Version vom 02. 05. 2010 18:06
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MarenS
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Registriert: Feb 2005

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Im Tale tanzt ein Tanzbär weite Kreise,
an einer langen Kette wird er nasgeführt,
so leicht, dass er die Führung gar nicht spürt.
Die Leier spielt dazu ne Frühlingsweise.

Lieber Herbert, ich bin bis auf das "ne" in der ersten Strophe, letzte Zeile, sehr angetan. Im Moment habe ich keine gute Alternative auf Lager aber ich werde nachdenken. Irgendwie passt es so für mich nicht optimal.

Sei gegrüßt von der Maren

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MarenS
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Ein Greis, so lautet es im Sonett. Ist er weise? Vielleicht, denn nicht jeder Greis ist automatisch auch ein Weiser. Weisheit das ist kein Verdienst des Alters sondern erarbeitet.
Mag der Greis in diesem Sonett ruhig fragen, es zeigt sein Interesse daran, hinter die Sache zu schauen und mancher beginnt mit solchen Fragen erst kurz vor seinem Abgang, mancher stellt sie nie.

Es grüßt euch die Maren

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Maren, lieber Viktor,

um die Fragemethode des Greises zu betonen, habe ich die Terzette
geändert.

Da ich mir aber nicht sicher bin, welche Version wirklich besser ist,
habe ich beide nebeneinander gestellt.

Was meint Ihr?

lG

Herbert
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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, HerbertH,
ich interpretiere in diesen Tanzbären mal einen jungen Menschen, der an dem Erfolgs-Nasenring seines Vaters tanzt.
Er ist erfolgreich, er meistert seine Aufgaben mit Eleganz,
mit Leichtigkeit, er ist wer, mag es ein erfolgreicher Geschäftsmann sein, ein Manager, ein Arzt etc. Er macht alles was man von ihm verlangt (was der Vater von ihm verlangt=
unterbewußtes Handeln) und er macht es dermaßen leicht, daß fast niemand die Führung bemerkt (er selber auch nicht).
Die Gesellschaft mag solch ein erfolgreiches Verhalten.
Er bekommt Applaus und niemand hinterfragt das Verhalten des Bären (Menschen) Nur dieser Greis, der wie mir scheint eine lange Lebenserfahrung besitzt, blickt hinter die Kulissen
und stellt sich die Frage ob dieser Mensch einen solche makellosen Tanz selber wollte, ob er davon wirklich etwas hat,
ich meine eine wirklich Lebensqualität (Lustgewinn? Außer vielleicht den des Applauses).Tanzt(funktioniert)diese Person vielleicht nur, weil sie von klein auf gedrillt wurde,
gedrillt vom erfolgsbesessenen Vater? Hat der Vater vielleicht seine (des Sohnes)jugendlich-wilde Natur durch den Drill gezähmt, sie dem Erfolg geopfert? Oder hat es das Leben getan, die Gesellschaft, die solch gedrillte Personen besonders schätzt, denen sie gerne aplaudiert?

Ein schönes Sonett, gute Wortwahl und guter Fluss!

mit lieben Grüßen, Pelikan

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Auch auf die Gefahr hin, alle Leser in Verwirrung zu stoßen, hier eine 2. Version des Gedichts:

Im Tale tanzt ein Tanzbär weite Kreise,
an einer langen Kette nasgeführt,
so leicht, dass er die Führung gar nicht spürt.
Die Leier spielt ihm eine Frühlingsweise.

Von vielen Schauern, auch vom weisen Greise,
durch Eleganz des Bären ganz berührt,
ertönt der Beifall, wie es ihm gebührt,
Die Kettenglieder klirren dabei leise.

Der Greis fragt listig nach dem Lustgewinn
des Tiers, ob es den Pratzentanz wohl liebe?
Was zähmte seine Wildheit am Beginn,

bezwang die rohe Kraft der Freiheitstriebe?
Laut brummt der Bär und tanzt mit Fleisch im Sinn.
Nur dumpf erinnert er sich harter Hiebe.


Die Änderungen habe ich blau markiert.

Ist Variante 2 inhaltlich besser?


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