Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92203
Momentan online:
250 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Immerkalte Winde
Eingestellt am 01. 05. 2006 14:59


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

Werke: 23
Kommentare: 464
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aragorn eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Immerkalte Winde

Nach all der Hoffnung, die ich hier verlor,
bleibt rostig nur das Schloss des Traums besteh`n
und kalte Winde die das Feld umweh`n,
sind immerfort der Schl├╝ssel zum Versteh`n,
als ob ich mir zum Leben dies erkor.

Die Finger sind das Greifen nicht gewohnt,
ein ewig schwarzer Fluch legt sich hernieder,
in mir nur spielen trostlos tr├Ąge Lieder,
zu jeder Stunde pausenlos und wieder,
erkenne ich, dass nichts f├╝r mich sich lohnt.

Auch jetzt, nach Tagen ohne Zuversichten,
soll ich mir heucheln, was doch Wunsch geblieben,
soll schreiben, was ich tausend Mal geschrieben,
soll hassen das, was ich nur k├Ânnte lieben
und darauf achten mich nicht zu vernichten.

Beileibe, es ist schwer, ich m├Âchte flieh`n,
in Berge, die mich in der Nacht beh├╝ten,
in Feuer, die im Traume f├╝r mich w├╝ten
und Wiesen, die mit aller Farben Bl├╝ten,
mein Leben auf die sch├Âne Seite zieh`n.


1.5.2006 ┬ę Ara

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ara,
das gef├Ąllt mir. Mehr noch, es ber├╝hrt mich, es spricht mich an. Seltsam. Eigentlich mag ich diese stark formalisierten Reimgedichte gar nicht so gern, aber du schaffst es, dass es trotzdem nicht affektiert oder wie eine Nachahmung alter Meister wirkt.
An deiner Wortwahl h├Ątte ich da und dort eine Kleinigkeit auszusetzen, aber ich lasse es und verbeuge mich statt dessen vor der Meisterschaft perfekter Metrik.

Nein, warte, ganz kann ich's doch nicht lassen: das "Beileibe es ist schwer" am Beginn der letzten Strophe l├Ąsst mich ein wenig stolpern...

Im Ganzen aber sehr gelungen!

Mel

Bearbeiten/Löschen    


Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

Werke: 23
Kommentare: 464
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aragorn eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Melusine,

mich freut Dein Kommentar, ich war richtig happy als ich ihn gelesen habe!
Was die eine Zeile betrifft, macht es vielleicht das Wort "Beileibe" aus. Es liest sich eher etwas unbekannt. Ich habe mir schon ein paar Gedanken zu dieser Zeile gemacht, bisher ist mir nichts eingefallen wie ich sie besser machen k├Ânnte und so wird die Zeile wohl so verbleiben. Stolpern tu ich da eigentlich nicht (ist ja immer so bei den Schreibern, selbst stolpert man ja nie....grins*).

Nein, ist schon ok und ich denke auch noch einmal dar├╝ber nach.
Vielen Dank!

Ara

Bearbeiten/Löschen    


Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Ara,
ich denke, es war wohl eher die Wortstellung... aber macht nichts. Mir fiel schon oft auf, dass der Schreib- bzw. Lesefluss viel mit Sprechgewohnheiten zu tun haben d├╝rfte.
Das eher "Altert├╝mliche" des Ausdrucks gef├Ąllt mir eigentlich gerade und es passt sehr gut zur Stimmung deines Gedichts.

Vielleicht ein Komma? ("Beileibe, es ist schwer..."?) Wenn es "f├╝rwahr" hie├če, w├╝rde ich ein Komma setzen. Wei├č nicht so recht. Nur mal so eine Idee.

Ach, ich f├╝rchte, bin schon ganz lupenverbildet. Eigentlich lese ich Gedichte doch lieber mit Genuss und ohne sie zu zerpfl├╝cken.

LG Mel

Bearbeiten/Löschen    


Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

Werke: 23
Kommentare: 464
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aragorn eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ja Melu,


das mit dem Komma stimmt....ich werde es einf├╝gen und danke erneut!

Gru├č
Ara

Bearbeiten/Löschen    


bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

nicht gerade die poesie, die ich gern lese, aber durchaus
ohrg├Ąngig. als schwachpunkt empfinde ich den titel.
ist ein gef├╝hl von mir.
irgendwie authentisch unauthentisch das ganze.

bon.

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!